
- Das richtige Verhalten nach einem Skiunfall - Werbebunker - Pixelio
Die glitzernden Hänge mit meterhohem Neuschnee locken jedes Jahr mehr Wintersportler an die verschneiten Hänge. Je mehr Menschen auf den Pisten unterwegs sind, desto höher ist auch das Verletzungsrisiko und die Wahrscheinlichkeit, mit anderen Wintersportlern zusammenzuprallen. Die hohe Geschwindigkeit und der rutschige Untergrund leisten ebenfalls einen Beitrag, warum viele Menschen mit einem Gips aus ihrem Winterurlaub wieder nach Hause kommen.
Nach Angaben des Deutschen Skiverbands (DSV) waren es in der Saison 2008/2009 knapp 50.000 Deutsche, die sich beim Wintersport verletzt haben. Zwar ist der Trend aufgrund technisch verbesserter Materialien, besserer Schutzausrüstung und der verbesserten Pisten-Präparation rückläufig, dennoch ist das hohe Verletzungsrisiko unbestritten. Die häufigsten Verletzungen sind Knieverletzungen. Jede dritte Verletzung wird dort diagnostiziert. Auf Platz zwei folgen Schulterverletzungen (25 Prozent) vor Rumpf (14,3 Prozent) und Kopfverletzungen (10,9 Prozent).
Ursachen für Skiunfälle
Viele Skiunfälle werden durch Fahrfehler, Selbstüberschätzung, Alkohol oder schwieriges Terrain verursacht. Die schlimmsten Verletzungen geschehen aber, wenn Wintersportler zusammenprallen. Ganz besonders problematisch wird es, wenn ein Fahrer stürzt und ein anderer in den verunfallten Fahrer hinein fährt. Diese Unfälle kann man vermeiden, wenn man weiß, wie man sich am besten bei einem Skiunfall verhalten sollte.
Skiunfall markieren
Sieht man einen Unfall auf der Piste, ist es wichtig, den Verunfallten zu sichern. Daher stellt man einige Meter oberhalb der Unfallstelle gut sichtbar eine Markierung auf. Am besten sind zwei Skier, die überkreuz in den Schnee gesteckt werden. Dieses Warnzeichen ist auffällig und dient anderen Wintersportlern als Warnung. Liegt das Unfallopfer unter einer Kuppe, kann man so rechtzeitig auf die Unfallstelle aufmerksam machen.
Hilfe verständigen
Anschließend sollte man je nach Verletzung Hilfe holen. Am besten schickt man einen geübten Skifahrer zu einer Liftstation. Dort können dann weitere Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden. Ist ein Handy griffbereit, kann man in den meisten Skigebieten auch direkt die Bergwacht verständigen. Die Nummer findet sich im Pistenplan oder an der Talstation. Am besten speichert man die Nummer direkt am ersten Urlaubstag in sein Mobiltelefon, um für alle Fälle gewappnet zu sein.
Sollte man im Gelände fahren, ist es am besten, wenigstens mit drei Leuten unterwegs zu sein. Bei einem Sturz kann ein Begleiter Hilfe holen, während der zweite Mitfahrer beim Unfallopfer bleibt und dort erste Hilfe leisten kann.
Im Schnee ist es wichtig, den Verunfallten warm zu halten. Eine zusätzliche Skijacke unter dem Rücken und dem Kopf kann vor Unterkühlung schützen. Dennoch sollte man danach schauen, dass der Patient gerade bei Kopf- und Rückenverletzungen möglichst wenig bewegt wird. Ansonsten könnte eine mögliche Verletzung sich noch verschlimmern.
