
- Blick auf Wasserburg - Echino / pixelio.de
Wasserburg am Bodensee kann mit einer einmaligen Lage aufwarten. Der Ortskern liegt malerisch auf einer ehemaligen Insel. Die wurde erst 1720 durch einen Damm zur Halbinsel, die in den Bodensee hinausragt. Von hier gibt es einen einzigartigen Blick auf die Berge in den Nachbarländern Schweiz und Österreich mit dem mächtigen Säntis.
Der Ort mit etwa 3.500 Einwohnern lebt vor allem vom Tourismus und dem Obstanbau. Es gibt einen Campingplatz, ein Strandbad mit beheiztem Schwimmbecken, einen Bootshafen, Bootsverleih und eine Segelschule. Zahlreiche Hotels, Pensionen und Privatquartiere bieten über 1.700 Gästebetten.
Durch Wasserburg führen der Bodensee-Radweg und der Bodensee-Rundwanderweg. Von der Schiffsanlegestelle gibt es Verbindungen über den Bodensee in die Nachbarstadt Lindau, in das österreichische Bregenz, nach Konstanz und nach Rorschach in der Schweiz.
Sehenswertes in Wasserburg
784 wurde erstmals eine Kirche in Wasserburg erwähnt. Der Chor der Pfarrkirche St. Georg stammt von einem gotischen Vorgängerbau der heutigen Kirche. Innen gibt es einen barocken Hochaltar mit lebensgroßen Figuren der Heiligen Gallus und Otmar. An drei Pfeilern erinnern Steintafeln an die Jahre 1573, 1830 und 1963, in denen der Bodensee vollständig zufror. Sehenswert sind 1919 entstandene Fresken von Otto Hämmerle an der Decke. Sie zeigen Motive aus der Geschichte Wasserburgs.
Die St. Jakobus Kapelle in Reutenen wurde 1643 erbaut. 2004 hat die Gemeinde Wasserburg das baufällige Bauwerk übernommen und grundlegend saniert. Die Madonna und der Heilige Leonhard strahlen wieder im alten Glanz.
Die Antoniuskapelle auf dem Berge wurde 1492 erstmals genannt und war ursprünglich eine Einsiedelei. Der heutige barocke Bau entstand 1696. Eine gotische Madonnenfigur und mehrere barocke Skulpturen sind vorhanden. Von der Höhe, auf der die Kapelle steht, gibt es einen weiten Ausblick über den Bodensee.
Die Evangelische Johanneskirche wurde am 11. November 1937 eingeweiht. Sehenswert sind der Flügelaltar, geschaffen von dem Münchner Künstlers Karl Hemmeter, mit dem an den Seitenwänden umlaufenden “Vater-unser-Fries“ und der Taufstein.
Im Zentrum der Halbinsel steht das Schloss Wasserburg. Das einst dreiflügelige Renaissanceschloss der Montforter entstand zwischen 1537 und 1555 auf einer früheren Burganlage. 1750 zerstörte ein Brand den Westflügel, der nicht mehr aufgebaut wurde. Seit 1812 gehört das Schloss der Familie Köberle. Heute wird es als Hotel und Restaurant genutzt.
Das Museum im Malhaus
Das Malhaus beim Steg der Bodenseeschifffahrt wurde 1597 erbaut. Es war ein Gerichtsgebäude der Fugger. Seit 1979 nutzt das „Museum im Malhaus“ das ehrwürdige Gebäude mit seinen Ausstellungen:
- In einer kleinen Ausstellung „Fischer, Fische und Vögel am Bodensee“ werden Dokumente und Geräte zur Fischerei im See gezeigt. Fisch- und Vogelarten werden in einem Panorama erläutert.
- 1992/93 konnten Archäologen auf der Halbinsel Erstaunliches bergen. Von der Steinzeit bis zum Mittelalter erzählen diese Artefakte im Museum nun aus der Geschichte Wasserburgs.
- Der Schriftsteller Martin Walser stammt aus Wasserburg. Ihm ist eine Dokumentation im Museum gewidmet.
- Der Schriftsteller Horst-Wolfram Geißler hat mit dem Roman „Der liebe Augustin“ Wasserburg ein Denkmal gesetzt. Eine Dokumentation erinnert an den Ehrenbürger.
Lage und Anreise
Wasserburg am Bodensee ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. Es gehört zum Landkreis Lindau im bayrischen Regierungsbezirk Schwaben.
Eine am Ufer des Bodensees verlaufende Straße von Lindau nach Kressbronn führt direkt an Wasserbug vorbei.
Der Bahnhof Wasserburg liegt an der Bahnstrecke von Lindau nach Friedrichshafen. Eine durchgehende Verbindung gibt es nach Ulm.
Mehr über Wasserburg am Bodensee
Der Beitrag „Die Geschichte von Wasserburg am Bodensee“ bietet mehr Details zur langen Geschichte des Ortes.
Bild: Echino / pixelio.de
