Wasserski auf einem Ski: Slalom Waterskiing

Was sich hinter dem Slalom-Feld, bunten Loops und „28 off“ verbirgt

Slalom bei Barefoot Etc - Sabrina Sann
Slalom bei Barefoot Etc - Sabrina Sann
Beim Slalom Wasserski geht es darum, ein Slalom-Feld aus 6 Boyen zu durchkreuzen und die Zugleine nach bestimmten Maßen einzukürzen.

Wie viele Arten des Wassersports hat auch das Slalom Wasserskilaufen seinen Ursprung in den USA und die amerikanischen Fachbegriffe machen deutschsprachigen Einsteigern das Leben schwer. Was ist bei „1 ½ at 43 off“ genau passiert? Was sind „Loops“? Und warum ist die Slalomleine bunt?

Das Slalom-Feld

Ein Slalom-Feld besteht aus einer durch Boyen abgegrenzten Bootstraße in der Mitte, einer mit zwei Boyen gekennzeichneten „Einfahrt“ und ingesamt sechs zu umfahrenden Boyen – drei auf jeder Seite der Bootstraße. Nachdem der Slalom Wasserskiläufer die Boyen-Einfahrt passiert hat, überquert er die Bootswelle, umfährt die erste Boye, überquert wieder die Welle, umfährt die zweite Boye auf der anderen Seite, überquert wieder die Welle, et cetera. Ziel ist es, ohne Sturz alle sechs Boyen zu umfahren – und das mit möglichst kurzer Zugleine.

Einkürzen der Slalom-Leine

Die Zugleine zum Slalom Wasserskilaufen ist grundsätzlich 75 Fuß lang (22,88 Meter). Der Abstand zwischen den zu umfahrenden Boyen und der Bootstraßenmitte beträgt 37,5 Fuß (11,44 Meter). Zu Beginn ist das Umfahren der Boyen also relativ einfach, da die Zugleine deutlich länger ist. Durch das Einkürzen der Leine nach vorgegebenen Maßeinheiten wird der Schwierigkeitsgrad dann gesteigert. Stück für Stück: Zuerst wird die Leine um 15 Fuß (4,58 Meter) eingekürzt, dann um 22 Fuß (6,71 Meter), 28 Fuß (8,54 Meter), 32 Fuß (9,76 Meter), 35 Fuß (10,68 Meter), 38 Fuß (11,59 Meter), 39,5 Fuß (12,05 Meter) und 41 Fuß (12,51 Meter). Wettkampf-Slalomleinen verfügen bereits über farbige „Loops“ – eingearbeitete Schlaufen an den entsprechenden Einkürzungsstufen mit farblicher Kennzeichnung.

Die Farben der Loops

Die erste Schlaufe der knapp 23 Meter langen Slalomleine ist weiß und kennzeichnet die Grundlänge. Die zweite Schlaufe ist rot und kennzeichnet die Einkürzung um 15 Fuß („15 feet off“). Die Leine ist dann also nur noch knapp über 18 Meter lang (22,88 Meter – 4,58 Meter = 18,30 Meter). Die dritte Schlaufe ist orange und kennzeichnet eine nur noch knapp über 16 Meter lange Leine. Die vierte Schlaufe ist gelb – die Leine an dieser Stelle nur noch etwas über 14 Meter lang. Die fünfte Schlaufe ist grün, die sechste blau, die siebte pink, die achte weiß, die neunte Schlaufe ist rot, nur noch etwas über 10 Meter lang und damit schon um mehr als einen Meter kürzer als die Entfernung der zu umfahrenden Boye. Die Kunst des Slalom-Wasserskilaufens besteht nun darin, diesen Längendefizit der Zugleine mit der Schräglage des eigenen Körpers auszugleichen.

4 at 28 off

Wenn Insider über die Leistung eines Slalom Wasserskiläufers sprechen, hört man Lobeshymnen über „4 at 38 off“ oder „5 at 32 off“. Mit der ersten Zahl sind die Boyen gemeint, die der Slalom Wasserskiläufer umfahren hat, mit der zweiten Zahl die Einkürzung der Leine.

Mit 1 ½ at 43 off hat Slalom Wasserskiläufer Chris Parrish aus Florida im Jahr 2005 einen Weltrekord aufgestellt.

Profi-Fabrik Florida

Florida ist nicht nur eine beliebte Reisedestination für viele europäische Urlauber, sondern auch eine der „Hauptproduktionsstätten“ von Weltmeistern und Weltrekordhaltern in verschiedenen Wasserski-Sportarten wie Slalom, Wakeboard und sogar Barfuß-Wasserski. Da der Sunshine-State mit 360 Sonnen- und damit Trainingstagen im Jahr locken kann, zieht es auch viele Profi-Wassersportler aus Europa nach Florida.

Texterin und freie Autorin, Sabrina Bodo

Sabrina Bodo - Sabrina Bodo schreibt, konzipiert und korrigiert. Werbetexte und Sachtexte. Für Unternehmen und Privatpersonen. Bei Suite101 ist sie ...

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