Webseite macht Radwanderkarten überflüssig

Auf bikemap inspirieren sich Radfahrer gegenseitig

Die Radsaison hat begonnen und Radler nutzen den Frühsommer für einen Ausflug. Wohin der Weg gehen soll, zeigt die interaktive Internetseite bikemap.

Die Wahl fällt bei weltweit über hunderttausend erfassten Routen nicht leicht. Zur besseren Orientierung landet der Benutzer schon beim ersten Besuch automatisch auf dem Kartenausschnitt seiner Heimat. Die Routen sind blau auf der Karte markiert und für nähere Informationen wie Länge und Verlauf der Strecke reicht es, einfach mit der Maus über diese Markierung zu fahren. Details wie das Geländeprofil erscheinen, wenn man die Strecke anklickt.

Jeder Benutzer kann Strecken anlegen, muss sich dafür aber kostenlos registrieren. Kostenlos aufrufen und ausdrucken kann man die Karten auch ohne Anmeldung. Man braucht dafür jedoch die Browser Firefox 2 oder Internet Explorer 7.

Benutzerfreundlicher und informativer jede Radwanderkarte

Bikemap bietet dem Nutzer sehr viel mehr Möglichkeiten, als eine normale Radwanderkarte. Neben dem Geländeprofil wird sofort der Bodenbelag angezeigt. Auch Bilder, Routenbeschreibung und Hinweise über lohende Plätzchen für eine Verschnaufpause oder eine Werkstatt können die Radler in ihre Routen einfügen. Besonders gute Strecken sind mit einem kleinen Stern markiert.

Die Benutzung der Seite wurde dabei bewusst einfach gestaltet. „Der Benutzer soll bikemap sofort voll nutzen können“, erklärt Mitbegründer Helge Fahrnberger. „Deshalb nutzen sie auch viele Menschen über 50 oder sogar 70 Jahren, die nicht so technikaffin sind.“

So erleichtern ein Video und verschiedene Werkzeuge das Anlegen von Strecken. So sorgt eine Magnetfunktion, dass der Radfahrer für seine Route nur einige wenige Punkte auf den Straßen anklicken muss. Das Programm verbindet diese Punkte und folgt automatisch dem Straßenverlauf. Um auch die Strecken abseits größerer Straßen einzeichnen zu können, kann der Benutzer kann zwischen Gelände-, Satellit-, und Hybridkarten wählen.

Die Karte ähnelt der von Google maps, ist jedoch um viele nützliche Extras reicher. „Wir haben aber bewusst auf einige Funktionen verzichtet, um die Seite eben so einfach zu gestalten“, erklärt Fahrnberger. „Und das war auch das Schwierigste. Man muss dafür den Mut haben, auf Funktionen zu verzichten“. Der Seite hat genau das gut getan.

Auch Karten zum Wandern, fürs Jogging, Skaten und zum Motorradfahren

Die Gründer Peter Eich und Helge Fahrberger beschränken sich dabei nicht nur auf Radrouten. Auch Touren zum Wandern und Strecken fürs Jogging, Skaten und zum Motorradfahren gibt es. Etwas versteckt recht oben finden sich die Links zu den jeweiligen anderen Karten.

Bei Radlern kommen die Karten sehr gut an. Seit 2007 gibt es sie und in Deutschlandweit nutzen sie täglich über 15000 Menschen. Sie ist Thema in diversen Webblogs und dient als Treffpunkt einer großen Community, die sich so zu Touren verabredet. „Wir wollten den Leuten die Möglichkeit geben, sich gegenseitig zu inspirieren“, erläutert Fahrnberger die Grundidee der Internetseite.