Weidenhäuser Höfefest in Marburg

Musik im Hof Braugasse - Patricia Kutsch
Musik im Hof Braugasse - Patricia Kutsch
Neugierig blickten tausende von Menschen am Samstag in die Hinterhöfe der Einwohner von Weidenhausen.

Elf verschiedene Höfe wurden für die zahlreichen Besucher des Weidenhäuser Höfefestes im Marburger Stadtteil geöffnet und nicht nur mit kulinarischen, sondern vor allem mit musikalischen und kulturellen Leckerbissen warteten die Hausbewohner den Besuchern auf. Dabei schlenderten viele der Gäste gemütlich von einem malerischen Hinterhof zum nächsten und „naschten“ nur kurz von den gebotenen Programmpunkten. Andere dagegen suchten sich gezielt bestimmte Konzerte oder den Hof von Freunden aus, um es sich dort gemütlich zu machen und den Tag in geselliger Runde bei Kaffee,Kuchen und warmen Mahlzeiten zu genießen. Dabei sollte man als Gast jedoch einmal in jeden Hof hinein geschnuppert haben, denn unterschiedlicher konnten die Organisatoren die vielen kleinen Feste, die zusammen das große Weidenhäuser Höfefest bilden, nicht gestalten. Von der gemütlichen Atmosphäre bis hin zu den dargebotenen Programmpunkten bot sich immer wieder ein neues Bild für die Besucher der Höfe.

Gute Bewirtung, liebevolle Gestaltung und kulturelles Programm in jedem Hof

Sehr liebevoll gestaltet war etwa der Hof Missomelius, der bereits zur Kaffeezeit zahlreiche Besucher mit frischen selbstgebackenen Kuchen anlockte. Der romantische Hinterhof lud allerdings auch durch seine praktische Gestaltung zum Verweilen ein: Große Planen unter den Bäumen schützten am Samstag nicht etwa vor Regen, sondern zum Glück der Veranstalter und Besucher vor allem vor der Sonne. Kleine Details – etwa ein Kronleuchter, der unter einem roten Regenschirm mitten über dem Hof hing nd am späten Abend für romantische Beleuchtung sorgte – schufen die passende Atmosphäre. Gut gefüllt war auch der Hof Braugasse während eines Konzerts von Jean Marie Jotter, der Blues-, Chanson- und Folk-Balladen zum Besten gab, während die „Zaungäste“ sich im Hof mit guten Weinen, Sekt und Backfisch versorgten. Vor allem die kleinsten Besucher haben die Backfischbrötchen sehr genossen. Bunt blühte es dagegen im Hof Henke. Aber nicht nur Blumen, sondern auch viele bunte Skulpturen verliehen diesem sonst für Fremde unzugänglichen Hof eine besondere Note.

Das Ganze besteht aus vielen einzelnen Teilen

Jeder der elf Höfe erhielt seine persönliche Gestaltung dadurch, dass die Hausbesitzer, Nachbarn und Freunde ihren Hof als Veranstaltungsort in Eigenregie schmücken und selbst das Programm und die angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten bestimmen. So haben die Weidenhäuser auch in diesem Jahr das bewährte Konzept umgesetzt und ein buntes Programm auf die Beine gestellt, bei dem für jeden Geschmack etwas zu finden war. Applaus war in den verschiedenen malerischen Hinterhöfen daher den ganzen Tag über zu hören: Viele verschiedene Musiker und Künstler haben die Besucher begeistert. Gemeinsam hat man aus vielen kleinen Fest ein großes Fest gemacht, das zu den bekanntesten Marburger Veranstaltungen zählt.

Patricia Kutsch, Patricia Kutsch

Patricia Kutsch - Ich bin in Marburg geboren und lebe noch heute im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Von 2005 bis August 2010 war ich dort für die ...

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