
- Weihnachten in Rothenburg - Ließ
Im historischen Rothenburg ob der Tauber schmiegen sich die Buden des Weihnachtsmarkts perfekt in die Gassen der Altstadt. Der Advent macht aus Frankens romantischstem Anziehungspunkt für Touristen aus dem In- und Ausland ein gemütliches Wintermärchen.
Der Reiterlesmarkt in Rothenburg ob der Tauber
Rothenburgs Puzzle aus Sträßchen, kopfsteingepflasterten Arealen und engen Gassen ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Im Advent jedoch, wenn man sich nach gemütlicher Atmosphäre bei Zimtgeruch und Punsch sehnt, ist es für viele noch schöner. Der Reiterlesmarkt ist nicht auf einen einzigen großen Marktplatz beschränkt, sondern verteilt sich in der Altstadt vom Rathaus bis zur Kirche. Die Stände kuscheln sich perfekt ins Stadtbild, die weihnachtliche Dekoration der schiefen Fachwerkhäuser ist opulenter als anderswo und selbst in den Durchgängen der historischen Gebäude und Türme kann man Hausschuhe aus Schafsfell erwerben oder am Weißweinglühwein nippen.
Die Buden thematisieren zum Großteil wirklich weihnachtliche Waren von der Holzlaterne bis zur Schnitzerei. Dazu kommen Rothenburger Spezialitäten wie die Feuerwurst - eine würzige Empfehlung des Metzgerstandes neben der Kirche, die einen halben Meter lang ist.
Abgerundet wird das Erlebnis durch ein tägliches Programm mit Weihnachtskonzerten, Kinderbastelstunden, Stadtführungen und Theaterstücken. Das namensgebende „Reiterle“ ist übrigens ein glückbringendes Wesen aus der germanischen Sagenwelt.
Käthe Wohlfahrt und das Weihnachtsdorf in Rothenburg
Nicht nur der Reiterlesmarkt selbst lässt in Rothenburg Weihnachtsstimmung aufkommen. Die umliegenden Geschäfte, Hotels und Gastronomiebetriebe der Altstadt haben überschwänglich dekoriert. Die lokale Gebäckspezialität Schneeballen füllt überall die Schaufenster, ebenso aller möglicher Kitsch und Schnickschnack für Souvenirjäger. Weihnachtlich jedoch ist Rothenburg ob der Tauber das ganze Jahr über. Den Zweitnamen „Weihnachtsstadt“ verdient es wegen der ganzjährig geöffneten Weihnachtsläden, vor allem dem des fränkischen Familienunternehmens Käthe Wohlfahrt.
Seit 1964 kann man hier ein immer breiter werdendes Sortiment an Weihnachtsartikeln im weltbekannten Weihnachtsdorf erwerben. Die handgearbeiteten Standardartikel wie Glaskugeln, Krippen, Nussknacker oder Lichterbögen werden jährlich um immer ausgefallenere Gegenstände für internationale Geschmäcker erweitert. Wer möchte kann sich auch einen mundgeblasenen Korallenfisch an den Weihnachtsbaum hängen. Liebhaber der weihnachtlichen Kunst können bei Familie Wohlfahrt viel Geld ausgeben. Es lohnt sich jedoch auch, einfach durch die großzügig dekorierten Räume zu schlendern, Tausende von Weihnachtsartikeln zu bestaunen, sich von den meterhohen Weihnachtsbäumen und dem Riesennussknacker in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen. Auch das Weihnachtsmuseum, das zum Geschäft gehört, ist einen Besuch wert.
Anfahrt, Parken, Reisezeit – Praktisches zu Rothenburg ob der Tauber im Advent
Rothenburg ob der Tauber liegt im Frankenland im Dreieck zwischen Würzburg, Nürnberg und Heilbronn. Es ist direkt an die A7 angeschlossen und von der Abfahrt nur Minuten entfernt. Für die Besucherscharen, die jährlich in die fränkische Kleinstadt strömen, ist Rothenburg gut gerüstet. Das Parkleitsystem ist gut ausgeschildert, die großen Touristenparkplätze gebührenfrei.
Glücklich ist, wer die Zeit hat, unter der Woche nach Rothenburg zu kommen. Entspannt und unaufgeregt kann man dann über den Weihnachtsmarkt schlendern, teilt es sich mit Reisegruppen aus Japan, Frankreich oder den USA, kann aber selbst entscheiden, in welche Richtung man gerade gehen möchte. Dagegen wird es an den Wochenenden meist gestopft voll in den engen Gassen und auch bei Käthe Wohlfahrt fühlt man sich eher gedrängt als entspannt beim Einkauf. Da hilft nur, möglichst früh anzureisen und eine gute Portion Geduld einzupacken. Wert ist der Reiterlesmarkt die Reise aber allemal.
Hier finden Sie weiterführende Informationen zu Rothenburg und zum Reiterlesmarkt.
