
- Weihnachtsgewürze - Apotheke zum goldenen Horn
Weihnachten hat nicht nur eigene Lieder, Bräuche und Symbole, sondern auch einen eigenen Duft. Jeder kennt diesen besonderen Duft, der auf Weihnachtsmärkten verführerisch um die Nase weht und jeder kennt den charakteristischen Geschmack von Lebkuchen und Glühwein. Das Geheimnis des Weihnachtsduftes sind exotische Gewürze - und diese sind nicht nur delikat, sondern auch gesund.
Die bedeutendsten dieser Gewürze, ohne die Weihnachten undenkbar wäre, sind Anis, Gewürznelken, Koriander, Muskat, Piment, Vanille und Zimt.
Anis
Ein Hauch von Lakritze, eine deutliche Süße, ein besonderes Aroma: Anis gehört zu jenen Gewürzen, die sich für die Ewigkeit im Gedächtnis einprägen. Aus dem Weihnachtsbrot oder den vollmundigen Gewürzkuchen ist Anis nicht mehr wegzudenken. Um in die deutschen Backstuben zu gelangen, muss es jedoch einen langen Weg zurücklegen, da die eigentliche Heilpflanze aus dem Orient stammt.
Gewürznelke
Nelke harmoniert gut mit Lebkuchen und Früchtebrot und ist fester Bestandteil von Spekulatius. Eine Nelke befindet sich bereits in einem ehrwürdigen Alter, wenn sie in die Gewürzregale kommt, denn das Myrtengewächs gedeiht nur an Meeresküsten und beginnt erst nach zwanzig Jahren zu blühen. Alleine dieser Zeitfaktor macht die Nelke so wertvoll und begehrt.
Koriander
Die Koranderpflanze selbst verströmt eher einen irritierenden als angenehmen Duft. Ihre Früchte dagegen kitzeln Nase und Gaumen mit einem süßen Aroma, das bestens zu Printen und Lebkuchen passt. Dazu kommt, dass das ätherische Öl des Korianders traditionell zur Behandlung von Magenkrämpfen eingesetzt wird.
Muskat
Muskat ist eines der Weihnachtsgewürze, die bei guten Köchen das ganze Jahr über Saison haben – zum Beispiel für das Zubereiten eines Gratins oder Kartoffelpürees. Unterschieden wird hierbei zwischen der Muskatblüte und der Muskatnuss. Da die Muskatblüte ein edleres, feineres Aroma hat, gilt sie bei Gourmets als das Beste des Muskatbaums. Die dezent aber charakteristisch schmeckende Muskatnuss kommt vorwiegend beim weihnachtlichen Backen zum Einsatz, beispielsweise für Lebkuchen und Pfeffernüsse.
Piment
Nicht zu verwechseln mit der Gewürznelke ist der Nelkenpfeffer - das so genannte Piment. Sein intensiver Geschmack steckt in der Schale. Piment wird als gemahlenes, sehr feines Pulver verkauft und erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Nelken, Pfeffer und Muskat. Deshalb wird Piment von manchen Köchen auch als Allgewürz bezeichnet und verleiht Lebkuchen ihre unaufdringliche, angenehm wärmende Schärfe.
Vanille
Wie Muskat zählt auch Vanille zu jenen Gewürzen, die zum Standardsortiment eines gut ausgerüsteten Kochs gehören. In der Weihnachtsbäckerei hat die Vanille allerdings einen wahren Großeinsatz zu bewältigen: Sie wird in fast jeden Plätzchenteig gemischt, umhüllt die berühmten Vanillekipferl, ist in Punschgetränken zu finden und verfeinert den Geschmack der Bratäpfel. Das Vanille für Weihnachten so unverzichtbar ist, macht die dunkle Jahreszeit ein wenig positiver, denn sie soll aphrodisierend wirken und die körpereigenen Glücksbotenstoffe in Schwung bringen.
Zimt
Zimt verfeinert Bratäpfel, Gebäck und wurde sogar Namensvetter seiner eigenen Sterne. Damit die Zimtsterne schön weich und aromatisch bleiben, sollten sie zusammen mit Orangenschalen in einer Blechdose aufbewahrt werden. Das goldgelbe Zimtpulver wird aus der rauen Schale des Zimtbaums gewonnen. Hochwertiger Zimt ist gesund. Er senkt den Blutfettspiegel, wirkt wohltuend auf die Verdauung, fördert den Appetit und wärmt mit seiner prickelnden, sanften Schärfe von innen.
Neben der besonderen weihnachtlichen Stimmung die weihnachtliche Gewürze hervorrufen, haben sie folglich noch einige andere überzeugende Funktionen und Eigentschaften und sind daneben größtenteils sehr gesund und gut verträglich.
