
- Weihnachtsteller - Monika Hermeling
Süßigkeiten erfreuen, besonders in der kälteren Jahreszeit, Kinder und Erwachsene, die es sich zu Hause gemütlich machen wollen. Viele Weihnachtstraditionen, wie der Weihnachtsbaum, seinen Kauf und seine Pflege, sind erforscht und ihr Ursprung bekannt. Die lieb gewordene deutsche Sitte, für jeden in der Familie einen eigenen Weihnachtsteller mit Schokolade, Trockenfrüchten, Obst, Nüssen und vielem mehr am 24.12. unter den Weihnachtsbaum mit Kerzen aus Wachs oder Solarbeleuchtung zu stellen, hat historische Entsprechungen, die nur ansatzweise wissenschaftlich erforscht sind. Der Brauch, besonders Kindern an Weihnachten etwas Süßes zu schenken, mag älter sein als der, den Gabentisch mit größeren Geschenken zu dekorieren. Aus Erzählungen der Älteren konnte entnommen werden, dass vor dem ersten Weltkrieg Äpfel und Lebkuchen genügen mussten, um im oft schneereichen Winter mit seiner proteinhaltigen, fettreichen Ernährung, dem etwas Leckeres und Leichteres entgegen zu setzen. Mehr praktische, alltagstaugliche und länger haltbare Dinge kamen zu den Leckereien. Unter den Weihnachtsbaum legte die Eltern dann selbstgestrickte Socken, Pullover oder auch Spielsachen. Vorsicht ist bei Kleinkindern vor Nüssen geboten.
Brote wurden schon früher mit geeigneten Gewürzen haltbar gemacht, Experimente beim Backen und der damit verbundene Erfindungsgeist der frühen Tage des Bäckerhandwerks werden in der Folge zu leckeren Lebkuchen und Früchtebroten mit ihren unzähligen Variationen und regionalen Ausprägungen geführt haben. So kam es im Laufe von Jahrhunderten zum Konsum der unverzichtbaren fast rituell genossenen feinen Backwaren und Weihnachtsplätzchen. Weihnachtsplätzchen können auch mit Kindern gebacken werden.
Aus welchem Material kann ein Weihnachtsteller bestehen?
In verschiedenen Ländern werden Geschenke und Süßigkeiten vom „Weihnachtsmann oder Christkind“ in Stümpfen am Kamin versteckt“. In Deutschland landen sie auf aufgestellten Tellern aus Porzellan, Holz oder schön mit weihnachtlichen Motiven bedruckter Pappe direkt unter den Weihnachtsbaum oder auf einen Geschenke Tisch.
Traditionelle Porzellanmanufakturen stellen für weihnachtliche Belange spezielle Teller her, die von Liebhabern gesammelt, einen manchmal hohen materiellen Wert darstellen. Sie zieren im Advent und zu Weihnachten die festlich geschmückten Tische und Tafeln. So können Eisblumen selbst gemacht werden.
Vorschläge für Süßigkeiten, die auf einen Weihnachtsteller gelegt werden können
Welche Zutaten unbedingt auf den Weihnachtsteller gehören, hängt sehr von den jeweiligen geschmacklichen Vorlieben ab. Bestehen einige auf traditionellen Leckereien wie Aachener Printen und Äpfel, sind andere Liebhaber von Weihnachtsleckereien, die mit Rohrzucker gesüßt sind. Unumstritten gehören Apfelsinen, Mandarinen, Clementinen und rotbackige Äpfel zu den Grundzutaten diese wurden früher von Rosinen, Datteln und Feigen ergänzt.
Menschen, die Zucker meiden wollen oder müssen, können ebenfalls an der Tradition teilnehmen. Wie streng ihre Diät genommen werden muss, wird am besten vorher mit dem Arzt abgeklärt. Anbei eine Kalorientabelle für den bunten Teller. In vielen Fällen ist frisches Obst erlaubt. Bedachtsam muss mit Trockenfrüchten umgegangen werden. Ganze Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Pfeffernüsse, kleine in buntes Stanniolpapier eingewickelte Schokoladenkugeln und Päckchen sind gern hinzugefügte Naschereien.
Erwachsene erinnern sich im Nachhinein gerne an bunt eingewickelte Schokoladenkugen mit einem Strahlenkranz aus feingeschnittenem goldfarbenem Stanniolpapier, Schokoplätzchen mit Liebesperlen, kleinen Babyflaschen mit echtem Gumminuckel, gefüllt mit Liebesperlen, Schoko-Drops, Karamellbonbons, Lakritzschnecken/-pfeifen, Leckmuscheln, Lutscher, Nappo, Kokosflocken, hauchfeine Schokomint Plätzchen.
Erwachsene sehen auf ihrem Teller gerne mit Eierlikör oder Weinbrand gefüllte Pralinen, Konfekt, Herrenschokolade aber auch erotische Aufmerksamkeiten.
Auf einen klassischen Weihnachtsteller gehören
- Nüsse: Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Erdnüsse, Mandeln
- Gebäck: Lebkuchen, Spekulatius, selbstgebackenes Mürbegebäck, Zimtsterne, Elisenlebkuchen, Pfefferkuchen, Printen, Kokosmakronen
- Schokolade: Tafeln Schokolade, Miniatur-Schokoladentäfelchen oder Kugeln in buntem Stanniolpapier, Schokoweihnachtsmänner Vollmilch/Zartbitterschokolade mit oder ohne Nüssen,
- Süßigkeiten: Marzipan, Edelnougat, Dominosteine, kandierte Früchte
- Obst: Äpfel, Clementinen, Mandarinen, Orangen,
- Trockenfrüchte: Feigen, Datteln
Nicht alle Menschen haben das Glück regelmäßiges Essen zu haben. "Die Tafeln" , sind eine Organisation die kostenlos oder preisgünstig Essen an Bedürftige verteilt.
