Den idealen Weihnachtsbaum finden

Welches ist der beste Baum für Weihnachten?

Weihnachtsbaum - Jürgen Kadel
Weihnachtsbaum - Jürgen Kadel
Alle Jahre wieder kommt die Suche nach dem richtigen Baum zu Weihnachten. Die verschiedenen Arten und ihre Einsatzorte. Nordmann, Fichte oder gar künstlich?

Er erfreut die ganze Famile, bringt weihnachtliches Flair und sorgt für strahlende Kinderaugen. der Weihnachtsbaum. Je nach Region auch schlicht Tannenbaum oder Christbaum genannt. Fast in jedem Haushalt ist er zu finden. Aber er hat auch schon zu mancher Krise geführt. Zu klein, zu groß, der Stamm zu dick für den Ständer. Oder es ist die erbärmliche Statur des Baums, den der Vater stolz vom Markt besorgt hat. Wie also kauft man das richtige Exemplar?

Gedanken zum Weihnachtsbaum machen

Ein paar Gedanken sollte man sich vor dem Kauf machen. Wo soll er aufgestellt werden? Echte Kerzen oder elektrisches Licht? Gerade bei richtigen Flammen sollte der Baum besonders frisch sein und die Äste in gleichmäßigem Abstand. So kann man die Kerzen gefahrloser brennen lassen. Auch der geplante Standort ist wichtig. Ist brennbares wie Vorhänge zu nah am Baum, sollt man vielleicht zu künstlicher Beleuchtung greifen. Auch Kleinkinder oder Haustiere können bei offenem Licht zum Risiko werden. Stimmungsvoller ist zweifellos die Beleuchtung mit echten Kerzen, gerade Bienenwachs verströmt den guten Duft zum Fest.

Der Baum braucht Wasser und einen festen Stand

Schon vor dem Kauf des Baums sollte man einen passenden Ständer besorgen. Schließlich soll der ein paar Jahre halten, daher sucht man den Baum nach der passenden Stärke aus. Ärgerlich, wenn das gute Stück zu dick ist und nicht in den Fuß passt. Also lieber schon vor dem Kauf ausmessen. Jeder Baum verdunstet viel Wasser, gerade bei trockener Heizungsluft. Besser für die Haltbarkeit sind daher Behälter mit Wasserreserve. Auch für die Standfestigkeit, mehr Gewicht ergibt besseren Halt für den Christbaum. Besonders bei echten Kerzen ein unschätzbarer Vorteil.

Wo man den Christbaum kauft

In der Adventszeit gibt es überall Märkte für Weihnachtsbäume. Ökologisch betrachtet, ist ein Baum aus der Region vorzuziehen. Kauft man etwa beim örtlichen Forstamt ein, ist der Wunschbaum frisch und hat keinen langen Transport hinter sich. Auch wenn vielleicht etwas teurer, der Baum bedankt sich mit längerer Haltbarkeit dafür. Man muss nicht unbedingt im tiefsten Bayern einen Weihnachtsbaum aus Dänemark kaufen. Hat man etwas Zeit zur Auswahl, dann ist das Finden des richtigen Baums kein Problem. Natürlich wird es ungleich schwerer, wenn man sich erst am Weihnachtstag auf die Suche macht. Ein paar Tage früher schadet dem Baum nicht, in der Garage oder auf dem Balkon mit etwas Wasser versorgt, bleibt er lange frisch.

Viele Sorten Weihnachtsbäume

In Eigenschaften und dem Preis gibt es zwischen den angebotenen Baumarten Unterschiede. Hier sollen die wichtigsten vorgestellt werden um den Kauf zu erleichtern.

  • Fichte (picea abies): Die preiswerteste Sorte ist ein guter Baum, hält aber nicht sonderlich lange. In geheizten Räumen nadelt sie oft schon nach wenigen Tagen. Dunkelgrüne, aber nicht sehr harte Nadeln sind ihr Markenzeichen.
  • Blaufichte (picea pungens): Etwas teurer, aber durch die meist gleichmäßigen und kräftigen Äste besser für viel Schmuck und echte Kerzen geeignet. Ihren Namen hat sie von den bläulich schimmernden Nadeln. Harte Nadeln und länger haltbar als die Fichte, ihr kräftiger Duft nach Wald machen sie so beliebt.
  • Douglasie (Pseudotsuga menziesii): Ist etwas günstiger als die Blaufichte, etwa gleiche Haltbarkeit wie diese. Sie besitzt weiche Nadeln an recht dünnen Ästen. Daher besser für leichten Schmuck, wie etwa Strohsterne geeignet. Sie riecht leicht nach Zitronen.
  • Edeltanne (Abies nobilis): Teurer, aber sehr lange haltbarer Baum. Die Tanne hat weiche Nadeln, ihre Farbe ist blaugrün. Stabile Zweige sind gleichmäßig angeordned, gut für echte Kerzen und üppigen Schmuck. Sie duftet intensiv nach Orangen.
  • Nordmanntanne (Abies nordmanniana): Der Mercedes unter den Weihnachtsbäumen. Ihre lange Wuchszeit macht sie entsprechent teuer. Diese Art wird nur zum Verkauf als Weihnachtsbaum angebaut, gut zwölf Jahre wächst sie bis auf Zimmerhöhe. Die teuerste Tanne hat satt grüne weiche Nadeln, sie stechen nicht. Ihre Nadeln halten von allen Arten am längsten. Das und ihr schöner Wuchs machen die Nordmanntanne hierzulande zum beliebtesten Weihnachtsbaum.

Vereinzelt kommen auch Kiefern oder Coloradotannen zum Verkauf. Je nach den eigenen Ansprüchen sollte man sich für die beste Sorte entscheiden und danach auswählen.

Einen frisch geschlagenen Baum erkennt man an der hellen Schnittfläche, später wird diese grau und dunkel. Beim Transport, meist ja auf dem Autodach, kann der Baum durch Verdunstung viel Wasser verlieren. Deshalb sollte man ihm zu Hause kühl lagern und gleich mit Wasser versorgen. Wer möchte kann auch oft seinen Baum selbst schlagen. Informationen darüber findet man häufig in der örtlichen Presse oder beim Forstamt. Bäume mit Wurzelballen sind nicht so geeignet, wie es den Anschein hat. Meist wachsen sie später nicht wieder an, und die Natur leidet unnötig bei der Entnahme der Ballen mit Erde.

Künstliche Weihnachtsbäume

Hier scheiden sich die Geister, es gibt sie in allen Größen und Ausführungen, aber an die Atmosphäre eines echten Baums kommen sie nicht heran. Manchmal eignen sie sich aber besser, wenn etwa ein Allergiker in der Familie ist.

Kauft man seinen Christbaum bewusst und gut informiert, dann steht einem gesegneten Weihnachtsfest nicht mehr im Weg. Echt oder künstlich, mit richtigen Kerzen oder Glühlampen verziert, es wird ein besonders schönes Weihnachten mit dem richtigen Weihnachtsbaum.

Jürgen Kadel, Jürgen Kadel

Jürgen Kadel - Die letzten Jahre war ich immer unterwegs. Selbstständig, also selbst und ständig in allen Ecken Europas. Ich durfte viel ...

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