
- Weihnachtsbaum - Monika Hermeling
Die traditionelle Beleuchtung für den Weihnachtsbaum unter dem die Geschenke liegen, sind Kerzen aus Bienenwachs oder weiße und farbige Wachskerzen. Sie werden mittels Kerzenhaltern auf die Zweige des Weihnachtsbaumes aufgesteckt und bilden, zusammen mit anderen Elementen, einen wesentlichen Teil des Weihnachtsschmucks.
Selbstgezogene Kerzen waren seit dem 2. Jahrhundert nach Christus neben Fackeln, Öl- und Talglampen, die Standardbeleuchtung der alten Römer. Sie wurden aus Bienenwachs, heute ersetzt durch Stearin oder Paraffin, das einen höheren Schmelzpunkt besitzt, gezogen, gepresst oder gewickelt. Für Stearinkerzen ist seit 1811 der Grundstoff 80 bis 100 Prozent Palm-oder Kokosfett, mit einem Anteil von Rindertalg und anderen Fetten vorgeschrieben. Seit 1830 wird zur Herstellung von Wachskerzen Paraffin, das aus Erdöl gewonnen wird, mit einem geringen Anteil an Paraffin, das die Bindefähigkeit erhöht, genutzt. An der Moldau wurde Ozokerit, ein bergmännisch abgebautes Mineral, zur Herstellung von Kerzen verwendet. Heute dienen Kerzen oder Windlichter in der Kirche, zu Hause oder bei Festen, um eine entspannte oder feierliche Atmosphäre zu schaffen.
Die Nachteile der Wachskerzen
Weihnachtskerzen aus Wachs waren bis in die 1960er-Jahre die einzig denkbare Beleuchtung für Weihnachtsbäume. Dadurch beschränkte sich die Anwendung stark auf Wohn- und Geschäftsräume. Wachskerzen haben den Nachteil, dass sie wenig Licht spenden und wenn ihr Docht zu lang wird, sie zu rußen beginnen. In einer Stunde verbrennt eine Kerze durchschnittlich drei bis acht Gramm Wachs und erzeugt dabei eine Heizleistung von 50 bis100 Watt bei einer Lichtausbeute von 0,1 bis 0,2 lm/Watt. Wird außerdem die Gefahr eines Brandes berücksichtigt, ist die Wirtschaftlichkeit von Wachskerzen, obwohl sie heute asymmetrisch geflochtene Dochte haben, die die Brenndauer verlängern, zu gering. Des Weiteren verursachen Wachskerzen zur Weihnachtszeit in jedem Jahr zahlreiche Wohnungsbrände oder Tropfschäden von nicht geringem Ausmaß.
Tipps zum sicheren Umgang mit Wachskerzen
Besonders Kinder unterschätzen Kerzenflammen leicht. Es gilt, ihnen den Umgang mit offenem Feuer wirkungsvoll zu erklären, um Brände zu vermeiden. Die Kerzenhersteller sind an einem sorgsamen Umgang mit Kerzen interessiert. Sie geben folgende Warnhinweise für den Umgang mit brennenden Kerzen:
- Kerzen müssen immer senkrecht, auf einen nicht brennbaren Untersatz stehen
- Sie dürfen nie unbeaufsichtigt gelassen werden
- Kerzen sollen nicht bei offenem Fenster oder in der Nähe leicht entflammbarer Gegenstände (zum Beispiel Gardinen) brennen
- Sie sollen nicht in der Nähe von Kindern oder Haustieren entzündet werden
- Brennende Kerzen müssen mindestens zehn Zentimeter Abstand voneinander haben
- Sie sind vor Wärme (zum Beispiel Heizung) und Sonnenlicht zu schützen
- Kerzenflammen werden mit einem Löschhütchen ausgelöscht
Lichterketten als Glühbirnenersatz: Moderne LED-Lichtbilder und Farbspiele in der Weihnachtszeit
Um Unfälle mit brennenden Kerzen am Tannenbaum einzuschränken, entstand in den 1960er Jahren die erste elektrisch betriebene Weihnachtsbaumbeleuchtung. Die einzelnen Kerzen sind miteinander durch Kabel verbunden. Der Nachteil: Zerbricht eine Kerze ist sie nur schwer zu ersetzen. Die Stromkosten sind hoch und oft entsteht ein unentwirrbarer Kabelsalat.
Lichterketten mit und ohne Serienschaltung oder Halogen-/Ringtrafo, sind als LED- (Light Emitting Diode) als Außen- oder Innenbeleuchtung bekannt. Sie ersetzen die klassische Weihnachtsbaumbeleuchtung, aus in Kerzenform gestalteten Glühbirnen. Erst LED-Beleuchtungen machen weihnachtliche Lichtbilder und Außenbeleuchtungen von Weihnachtsbäumen jeglicher Größe möglich. Sie strahlen intensiver und verbrauchen oft nur 90 Prozent einer herkömmlichen Lichterkette.
Programmierbare LED-Lichterschläuche und Funk-LED-Weihnachtsbaumkerzen
Zum Klassiker der Weihnachtsbaumbeleuchtung zählen inzwischen die stromsparenden, spritzwassergeschützten, bis zu 15 Millimeter starken Lichtschläuche, mit denen sich per Knopfdruck bei der weihnachtlichen Beleuchtung, im Raum und an der Außenfront, starke Akzente setzen lassen.
Viele Familien entscheiden sich heutzutage für LED-Weihnachtsbaumkerzen, die funkgesteuert sind. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie völlig kabellos sind und aus einer Entfernung von etwa 15 Metern per Funk an- und ausgeschaltet werden können. Die LED-Kerzen haben keine offenen Flamme und brauchen aus diesem Grund nicht beaufsichtigt zu werden. Ein weiterer Vorteil, dass nervtötende Verlegen und Entwirren von Kabeln entfällt und die LED-Technik ist sehr sparsam. Mit einem Batteriesatz kann der Weihnachtsbaum oder die Weihnachtsbeleuchtung bis zu 80 Stunden lang romantische Weihnachtsbeleuchtung spenden. Die elfenbeinfarbenen oder bunten Kerzen mit ihrem warmen, weißen LED-Licht sind zu mehreren Sets kombinierbar.
Solar-LED-Lichterketten für Innen und Außen
Eine Solar-Weihnachtsbeleuchtung ohne zusätzliche Kosten macht weitere Lichtbilder und Kreationen denkbar. Solar-LED-Lichterketten haben den zusätzlichen Vorteil, überall einsetzbar zu sein. Die Solareinheit wird, ohne Stromanschluss, einfach in den Boden gesteckt. Bei Dämmerung oder Dunkelheit schaltet sie sich automatisch ein. Sie ist kostengünstig, kann mit bis zu acht Leuchtprogrammen glänzen. Sie wird mit einem auswechselbaren NiMH Akku, inklusive Erdspieß und Anleitung, mit 50, 102 oder 204 weißen LEDs oder 50 bunten LEDs mit einer Kabellänge von etwa sieben Metern, geliefert.
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