
- Leckeres Weihnachtsgebäck aus Mürbeteig - Christian Goldmann
Kurz nach dem Ende der Sommerferien tauchen in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte Lebkuchenherzen, Spekulatius und Christstollen auf. Die Kundschaft wundert sich zwar, aber da dieser frühe Termin für Weihnachtsgebäck in den Läden schon jahrelang praktiziert wird, muss es wohl auch genügend Abnehmer geben.
Vorweihnachtszeit ist Backzeit
Zur Vorfreude auf das kommende Fest und die vorausgehende besinnliche Adventszeit gehört der Duft von Zimt, Vanille, Nelke und Muskatblüte, welcher dem frischen weihnachtlichen Backwerk entströmt. Damit jede Delikatesse ihr volles Aroma zum richtigen Zeitpunkt entwickelt, sollte man sich einige Gedanken über den besten Zeitpunkt machen, bevor es wieder heißt: auf die Plätzchen, fertig, los!
Stollen, Klaben und Früchtebrot
Als erstes sollte mit dem Christstollen (in Dresden Striezel) begonnen werden. Dieses Gebäck ist ebenso wie der Klaben (eine Bremer Spezialität) und das Früchtebrot lange haltbar. Solche Backwaren verlangen nach einer längeren Liegezeit, um richtig durchzuziehen und dabei die Aromen voll zu entfalten. Wichtig ist es, die Gebäckstücke richtig zu lagern, damit sie weder austrocknen noch schimmeln. Als Verpackung ist Alufolie das Mittel der Wahl. In mehrere Schichten fest eingewickelt hält sich der Stollen bei kühler, trockener Lagerung bis Ostern. Was allerdings eher selten zu beobachten sein wird, denn derart wohlschmeckendes Naschwerk wird sicher längst vorher verputzt sein.
Lebkuchen und Honigteige
Als nächstes sind Plätzchen aus Honigkuchenteig oder Lebkuchen an der Reihe. Diese Leckereien benötigen eine längere Liegezeit, um weich zu werden. Am besten beginnt man Mitte November mit ihrer Zubereitung.
Vanillekipferl, Heidesand und Buttergebäck
Diese klassischen Weihnachtsplätzchen können sowohl frisch gebacken genossen als auch Auf Vorrat hergestellt werden. Wegen ihres hohen Butteranteils sollten sie jedoch nicht länger als vier Wochen ruhen, weil die Butter ansonsten ranzig werden kann.
Makronen und Schaumgebäck
Kokos-, Mandel-, Nuss- und Schokoladenmakronen sollten erst in der Adventszeit gebacken werden. Der Schaum aus geschlagenem Eischnee, ein Hauptbestandteil dieses Naschwerks wird durch längere Lagerung leicht zäh.
Wie lagert man das Weihnachtsgebäck richtig?
Damit Knuspriges nicht zu weich und Weiches nicht zu trocken und hart wird, sollten die Kekse stets luftdicht und einzeln nach Sorten getrennt verpackt werden. Dies ist deswegen von Vorteil, weil so die Plätzchen untereinander keinen fremden Geschmack annehmen können. Gut geeignet ist noch immer die gute alte Blechdose. Sie sollte vor dem Befüllen gut ausgewaschen und getrocknet werden. Zwischen jeder Lage Kekse sollte eine Schicht Back- oder Butterbrotpapier gelegt werden, damit sie nicht aneinander kleben. Diese Gefahr besteht besonders bei Gebäck, welches mit Zuckerglasur verziert wurde. Derart gut verpackt warten die Leckereien an einem trocknen und kühlen Ort (im Keller oder auf dem Schlafzimmerschrank) auf ihren Einsatz auf der adventlichen oder weihnachtlichen Kaffeetafel. Plätzchen, die mit Butter- oder Sahnecreme gefüllt sind, gehören in den Kühlschrank und alsbald auf den Kuchenteller.
