Weihnachtsgeschenke umweltfreundlich verpacken

Recycling und Kreativität beugen unnützen Müllbergen vor

Weihnachtsgeschenk  - somadjinn @ Morguefile.com
Weihnachtsgeschenk - somadjinn @ Morguefile.com
Weihnachten wird leicht zur Müllparade: Glitzernde Metallfolie, schillernde Schleifen und kostbares Geschenkpapier setzen selbst kleine Geschenke in Szene. Muss das sein?

Zur Weihnachtszeit möchten wir anderen eine Freude bereiten: Geschenke für die Familie, für Partner und Freunde, oder aber auch für Geschäftskunden. Alle Präsente werden natürlich liebevoll und aufwändig eingewickelt, verschnürt und dekoriert. Wenn Weihnachten vorüber ist, staunt und stöhnt so mancher über den Müllberg, der durch Papier und Kartons, Schleifen und Bänder soeben entstanden ist.

Der Umwelt hat man damit leider kein Geschenk gemacht, denn ein Großteil der Verpackungen wandert in die Müllverwertung. Folien aus Metall und Kunststoff lassen sich ebenso wenig recyceln wie die meisten Geschenkbänder. Klebestreifen am Geschenkpapier sind eine weitere Umweltbelastung. Dabei kann man Weihnachtsgeschenke liebevoll verpacken, ohne der Umwelt unnötig zu schaden.

Geschenke einwickeln: Umweltfreundliche Alternativen zu Geschenkpapier und Folien

Wer auf weihnachtlich bedrucktes Papier nicht verzichten möchte, sollte nach Recyclingpapier Ausschau halten und besonders um Metallfolien oder Klarsichtfolien aus Kunststoff einen Bogen machen. Gerade diese belasten die Umwelt, da sie nicht recycelt werden und oft nach einmaligem Gebrauch so zerknittert sind, dass man sie auch nicht wiederverwendet.

Schlichtes, braunes Packpapier kann hübsch dekoriert sogar ausgesprochen edel aussehen - und es schont die Haushaltskasse. Wer kreativ ist oder mit Kindern nach einer vorweihnachtlichen Bastelidee sucht, kann das Packpapier mit weihnachtlichen Motiven bemalen oder per Kartoffeldruck verzieren.

Sogar Zeitungspapier kann ein schönes Verpackungsmaterial sein, wenn man ein Händchen für geschmackvolle Verpackungen hat - hierbei kommt es aber auch ein wenig auf den Beschenkten an, und bei der Auswahl der Zeitung und der Seite sollte man genauer hinschauen. Weder Todesanzeigen noch Supermarkt-Sonderangebote machen sich unterm Weihnachtsbaum gut.

Wer übers Jahr schöne, großformatige Kalenderbilder sammelt oder seine Kalender vom Vorjahr aufbewahrt hat, kann aus den Bildern Geschenktüten basteln oder Geschenke darin einwickeln. Geschickte Bastler machen sogar kleine Kartons daraus. Schuhkartons - besonders solche, die nur ein kleines Produktschild an einer Seite haben - können oft ohne großen Aufwand in eine hübsche Geschenkbox verwandelt werden.

Neben Papier und Kartons kann man Geschenke auch mit Textilien verpacken: Ein Handtuch oder Geschirrhandtuch ist dekorativ und hat nebenbei noch einen Nutzwert für den Beschenkten. Stofftaschen, auch selbst genähte aus Stoffresten, sind eine weitere Idee. Müllberg gleich null.

Schleifen, Bänder und Schmuck: Geschenke kreativ und umweltfreundlich dekorieren

Idealerweise sollte man Geschenkverpackungen nicht mit Klebeband fixieren, denn auch dies wird für die Umwelt zur Belastung, wenn es entsorgt wird. Statt Kunststoffbänder oder Textilbänder mit Metallfäden zum Verschnüren zu benutzen, sollte man lieber auf reine Textilbänder setzen - diese lassen sich auch problemlos viele Male wiederverwenden.

Bastbänder aus dem Bastelbedarf sind eine besonders schöne Alternative zu Textilbändern. Beispielsweise zusammen mit Packpapier und einer Dekoration aus Tannenzapfen ergeben sie eine rustikale, stimmungsvolle Verpackung für ein Weihnachtsgeschenk.

Selbst gehäkelte, gestrickte oder gewebte Bänder aus Wollresten geben eine persönliche Note. Wer besonders schöne Bänder und Dekorationen verwendet, braucht unter Umständen nciht einmal Material zum Einwickeln. Ein Schal lässt sich zum Beispiel auch mit einer schönen Schleife versehen verschenken. Kindergeschenke natürlich ausgenommen, denn Kinder lieben es schließlich besonders, den Inhalt ihrer Geschenke zu erraten und sie dann auszupacken.

In der Natur gesammelte Zapfen, Bucheckern, Eicheln und Kastanien können als Dekoration dienen. Kleinere Samen wie Apfelkerne oder Bucheckern kann man auch mit Nadel und Faden auffädeln und zu langen Ketten verarbeiten, die dann zum Verschnüren benutzt werden. Zimtstangen oder frische Tannenzweige sorgen für weihnachtlichen Duft beim Auswickeln der Geschenke.

Bei der Dekoration sind Bastelfreunden keine Grenzen gesetzt: Als Wollresten lassen sich kleine Blüten häkeln, aus Stoffresten oder Filz Sterne oder beliebige Motive nähen, die man mit einer Sicherheitsnadel versehen hinterher als Brosche benutzen kann.

Recycling privat: So werden Weihnachtsverpackungen nicht zur Umweltbelastung

Mancher Teenager rollte einst mit den Augen, wenn die Mutter oder Großmutter den Weihnachtsabend mit dem Glätten von Weihnachtspapier, dem Abzupfen von Klebefilmstreifen und dem Aufrollen von Geschenkbändern verbrachte. Für die Umwelt ist dies jedoch eine schonende und vorausschauende Methode, um an Weihnachtsverpackungsmaterial fürs nächste Jahr zu kommen.

Wer Geschenke erhält - auch und gerade solche, die nicht umweltfreundlich verpackt sind -, sollte schauen, ob sich die Verpackung nicht noch einmal verwenden lässt. Aufwändige Geschenkkartons und kunstvolle Deko-Schleifen können viele Jahre unter dem Weihnachtsbaum ihren Dienst tun, bevor sie auseinander fallen.

Hübsche Bilder aus Zeitschriften oder von Kalendern kann man das ganze Jahr über sammeln, statt sie gleich wegzuschmeißen. Besonders im Dezember kann man nach weihnachtlichen Motiven Ausschau halten, die zur Verzierung von Papier und Kartons dienen können.

Einen Karton mit wiederzuverwendenden Bändern, Schleifen und Papier zu füllen ist gar nicht so schwierig - und im nächsten Jahr erspart man sich das Kaufen von neuen Papierrollen und anderem Verpackungsmaterial. Viele Materialien können natürlich auch für Geburtstagsgeschenke und andere Präsente verwendet werden.

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Renate Oetjens, Renate Oetjens

Renate Oetjens - Online-Journalistin, Texterin und Übersetzerin

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