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Weihnachtsgewürze: Geschmack und Wirkung

Anis, Koriander & Co schmecken nicht nur, sondern sind auch gesund!

Zimtstangen - phytodoc
Zimtstangen - phytodoc
Dass wir den fetten Festtagsbraten so gut vertragen, liegt an den pharmakologischen Wirkungen der typischen Weihnachtsgewürze, die hier im ABC vorgestellt werden.

Lebkuchen, Spekulatius und Glühwein – nie duftet es so schön wie zur Weihnachtszeit. Dafür sorgen die Gewürzmischungen, die jetzt Hochkonjunktur haben, wie beispielsweise Ingwer, Koriander und Zimt. Diese typisch weihnachtlichen Gewürze sind jedoch nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Anis

Schon im Altertum empfahl der griechische Arzt Dioskurides Anis gegen Blähungen. Anis unterstützt aber auch die Verdauung von fetten Speisen, hilft bei Koliken und wirkt beruhigend. Aus zwei Eiern, 150 g Puderzucker und 150 g Mehl ist zusammen mit einem Teelöffel gemahlenem Anis schnell ein Teig für leckere Plätzchen gezaubert.

Ingwer

Ingwer wurde schon von Konfuzius hoch geschätzt. Kein Tag soll vergangen sein, an dem er keinen Ingwer gegessen hätte. Die Wurzel macht Appetit und regt die Darmtätigkeit an. Im Winter wärmt ein heißer Ingwertee angenehm. Einfach ein paar dünne Scheiben Ingwer in eine Tasse mit heißem Wasser überbrühen, fertig!

Kardamom

Kardamom fand wurde bereits in Gewürzbüchern des 16. Jahrhunderts erwähnt. Schon damals war bekannt, dass es die Verdauung fördert. Das Kauen der Samen verbessert außerdem den Atem und soll sogar die Stimme verschönern. Im Orient würzen die Menschen der Bekömmlichkeit wegen Tee und Kaffee mit Kardamom. Einfach ein paar Kerne aus der Schale nehmen und in die Tasse geben.

Koriander

Der Name kommt vom griechischen „Koris“ (Wanze), denn die Blätter des Korianders riechen faulig. Die Samen haben hingegen einen süßlich-würzigen Geschmack und enthalten ätherische Öle. Sie regen die Darmtätigkeit an und lösen Krämpfe. Das Gewürz findet sich traditionell in Lebkuchen, Aachener Printen und Spekulatius.

Muskat

Das ist das Lebkuchengewürz schlechthin. Aus der Muskatfrucht werden aber genau genommen zwei Gewürze gewonnen: aus dem Samenkern die Muskatnuss, aus dem Samenmantel das feiner schmeckende Macis. Muskat hat eine anregende Wirkung und hilft gegen Blähungen und leichte Magenbeschwerden. Es wird nur in Prisen verwendet. Der Grund: In größeren Dosen wirkt Muskat als halluzinogenes Rauschmittel und kann sogar zu Vergiftungen führen.

Nelke

Die Nelke ist ebenfalls eines der ältesten Gewürze. Die Chinesen kennen es seit dem dritten Jahrhundert vor Christus. Nelken duften intensiv und würzen stark. Sie wirken verdauungsfördernd und regen den Appetit an. In der Weihnachtszeit kennt man sie unter anderem vom Glühwein. Es gibt aber auch eine nicht alkoholische Variante: Roten Traubensaft erwärmen und das Getränk nach Geschmack mit Nelke, Zimt und Koriander würzen.

Piment

Piment wurde von Columbus auf seiner Reise nach Amerika entdeckt. Es schmeckt und riecht ein wenig nach Pfeffer, Gewürznelke, Muskat und Zimt. Sein Öl mildert Koliken und Blähungen. In der Weihnachtszeit gibt es besonders Rotkohl eine feine Würze.

Safran

ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Für 450 Gramm echten Safran muss der Pflücker 200.000 Blüten mühsam mit der Hand ernten. Safran fördert die Verdauung, hilft gegen Blähungen und wirkt beruhigend. Er sollte nie gemahlen erworben werden, da Fälschungen sonst schlecht erkennbar sind. Safran in guter Qualität hat eine dunkelrote oder rot-braune Farbe und fühlt sich weich an. Safran kommt bei Reis, Fisch- und Fleischgerichten sowie im Weihnachtsgebäck zum Einsatz.

Sternanis

Sternanis schmeckt zwar ähnlich wie Anis, gehört aber zu einer anderen Pflanzenart. Die sternartige Frucht ist sehr dekorativ und ihre Samen geben Gebäck eine würzig-weihnachtliche Note. Sternanis fördert die Verdauung, hilft gegen Blähungen und verbessert zudem den Atem. In China gehört es zu dem klassischen Fünf-Gewürze-Pulver.

Zimt

ist ein wahrer Tausendsassa für eine gute Verdauung. Es ist reich an ätherischen Ölen und hilft gegen Blähungen, Völlegefühl, Darmträgheit und leichte krampfartige Magen-Darm-Störungen. Die wirksamen ätherischen Öle können sich bei gemahlenem Zimt allerdings schnell verflüchtigen. Ein Tipp: Statt fertigem Zimtpulver lieber eine Zimtstange frisch zerkleinern.

Dass Weihnachtsgewürze gesund sind, hat auch die Kosmetikindustrie mittlerweile bemerkt. Nie duftet es so intensiv wie zur Weihnachtszeit. Tatächlich sind diese Düfte nicht nur entspannend, sondern können auch einiges für unsere Schönheit tun. Lesen Sie dazu: Weihnachtsgewürze für die Schönheit.

Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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