
- Weihnachtsgwürze und ihre Bedeutung - Katharina Wieland Müller
Ob süß oder salzig Gewürze gehören in die Weihnachtsküche. Ob Gänsebraten, Lebkuchen oder Eis, ohne Gewürze würde ihnen das typische Aroma fehlen, das wir so mit Weihnachten in Verbindung bringen. Aber wieso spielen Zimt, Koriander oder Nelken gerade jetzt eine so wichtige Rolle beim Kochen und Backen? Welche Rolle übernehmen Gewürze in der weihnachtlichen Küche?
Gewürze als Verdauungshelfer: was Zimt und Co bewirken
Süß, fettig und vor allem viel, so sieht das Essen meist um die Weihnachtszeit aus. Ist es draußen kalt, nass und dunkel, wird drinnen ordentlich aufgetischt. Ob Plätzchenberge, Marzipankugeln oder die Weihnachtsgangs, im Dezember wird viel von allem gegessen. Dies stellt natürlich den Magen und den Darm vor eine große Herausforderung. Gut wenn das Essen die Verdauung gleich mit unterstützt. Gewürze, wie Zimt oder Kardamom sind dazu bestens geeignet.
Bereits im Mittelalter wurde Zimt eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Die Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung und wirken im Darm antibakteriell. Aber auch der Kreislauf wird angeregt und Spannungen im Magen gelöst. Nach einem reichhaltigen Weihnachtsessen kommt so also die Verdauung schnell in Gang und das Völlegefühl wird bekämpft.
Auch Kardamom oder Koriander haben eine ähnliche Wirkung und helfen der Verdauung in Schwung zu kommen. Kardamom soll besonders gegen Blähungen helfen und für mehr Schwung und Energie sorgen. Vor allem in den arabischen und asiatischen Ländern werden die kleinen grünen Kapseln auch bei Magen-Darm-Beschwerden genommen.
Stimmungsaufheller in der dunklen Jahreszeit: was Gewürze auf natürliche Weise schaffen
Draußen ist es trist und dunkel, da kann die eigene Stimmung schon mal in den Keller fallen. Gerade im Dezember scheint der nächste Sommer noch sehr fern zu sein. Wird es doch teilweise gar nicht mehr richtig hell. Da kommt ein kleiner Stimmungsaufheller in Form eines Vanillekipferls gerade recht. Denn Vanille ist ein richtiger Glücklichmacher und wirkt anregend auf den Körper. In Verbindung mit Schokolade entsteht ein kleiner Muntermacher für kalte Wintertage, denn beide Inhaltsstoffe zusammen regen das Nervensystem an und beleben den Körper.
Weg mit dem Fett: Gewürznelken sagen dem Speck den Kampf an
Weihnachtsessen ist vieles, aber selten fettarm. Gans, Ente oder Karpfen sind meist recht fetthaltig. Dies macht sich nicht nur an einer erschwerten Verdauung bemerkbar, sondern oft auch auf der Wage nach den Feiertagen. Ein paar Pfunde mehr kommen schnell zusammen. Da kommen nun die Gewürznelken ins Spiel, denn sie hemmen die Fettoxidation im Körper. Das Essen wird gesünder und das Fett setzt sich nicht so an.
Der Weg in Weihnachtsküche: vom Orient unter den Christbaum
Die Wirkung vieler Gewürze ist teilweise seit dem Mittelalter bekannt. Doch damals waren Vanille oder Zimt teuer und kostbar. Der lange Weg aus dem Orient nach Europa oder Steuern, mit denen sie belegt wurden, trieben den Preis in die Höhe. Nur zu speziellen Anlässen fanden sie Verwendung und selbst dann waren sie dem Adel und Wohlhabenden vorbehalten. Teilweise ist unsere Wertschätzung auch heute noch sehr groß für Gewürze, wie zum Beispiel für echte Vanille oder Safran.
Weiterführende Artikel:
Bildquelle: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
