Mürbeteig ist einer der Grundteige - neben zum Beispiel Biskuitteig und Hefeteig - der beim Backen Verwendung findet. Er ist rasch herstellbar, die Grundzutaten hat man eigentlich fast immer im Haus und er ist vor allem eines: sehr variabel. Ob nun als süßes Weihnachtplätzchen, schottisches Edel-Gebäck wie Shortbread oder herzhaft wie bei einem Zwiebelkuchen - er ist knusprig-mürbe und hat einen sagenhaft buttrigen Schmelz beim Naschen.

Plätzchenteig vorbereiten und einfrieren

Und er hat beim Backen mit Kindern noch einen Vorteil: Wenn die Kleinen zu unruhig werden oder keine Lust mehr haben, kann man den Teig einfach wieder zu einem Teigklumpen zusammendrücken, in Frischhaltefolie wickeln und einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Ausstecherteig wie Mürbeteig lässt sich auch sehr gut einfrieren. So kann man den wärmeempfindlichen Knetteig zum Beispiel in einer ruhigen Stunde vorbereiten, einfrieren und zum weihnachtlichen Plätzchenbacken mit den Kindern portionsweise auftauen.

Rezept für Weihnachtsplätzchen aus Mürbeteig

Zutaten:

500g Mehl

125 g Zucker

frische Orangenzesten oder ein Päckchen Orangenschale

1 Tütchen Vanillezucker mit Bourbonvanille

1 Ei

½ Tütchen Backpulver

250 g Butter

Tipp: Wer es nussiger mag, kann einfach 100g des Mehls durch die gleiche Menge gemahlener Mandeln oder Haselnüsse ersetzen.

Zubereitung von Mürbeteig

  • Mehl abwiegen, mit dem Backpulver vermischen und auf ein Backbrett geben.
  • Eine Mulde hinein drücken und das Ei, den Zucker, Orangenzesten und den Vanillezucker dazu geben und in der Mulde miteinander verrühren.
  • Dann die kalte und in Stücke geschnittene Butter darauf geben und rasch einkneten. Manche nutzen auch ein großes Messer um die Butter in den Teig einzuarbeiten damit sie nicht zu schnell warm wird und schmilzt. Deswegen heißt der Teig in manchen Gegenden auch Hackteig.
  • Teig zu einer Kugel formen in Frischhaltefolie einhüllen und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Plätzchen ausstechen. Jedes Kind kann hier ein Brettchen kriegen und mit einem Kindernudelholz seinen eigenen Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen. Teig der nicht genutzt wird, zwischendurch zur Kühlung in den Kühlschrank legen.
  • Die ausgestochenen Kekse auf ein Backblech mit Backpapier geben. Bei 170 -180° ca. 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Weihnachtsplätzchen gold bis goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und sich dann hingebungsvoll dem Verschönern der Kekse hingeben.

Plätzchen verzieren: Zuckerguss, Zuckerperlen & Co.

Diese ausgestochenen Weihnachtskekse laden natürlich geradezu zum Verzieren ein. Mit Lebensmittelfarbe, Puderzucker, Nougat, Schokolade und Zuckerperlen kriegt man hier wunderschöne Sachen zustande und selbst erwachsene Weihnachtsbäckerinnen und -bäcker können sich hier über Stunden austoben.

Für eine Basis-Zuckerglasur einfach in einem Schüsselchen Puderzucker und etwas Zitronensaft miteinander verrühren, bis ein dicker Brei entsteht. Vorsicht bei der Zugabe der Flüssigkeit, Puderzucker fällt ganz leicht zusammen und benötigt nur einige Teelöffel Saft um zu einer Creme zu werden. Diesen weißen Guss kann man nun noch mit Lebensmittelfarbe einfärben (inzwischen in fast jedem Discounter in Tuben erhältlich) und dann mit einem Löffel oder einem Backpinsel auftragen. Wer es nicht so bunt und eher klassischer möchte: mit etwas eingerührtem Zimt erhält kann man leicht eine leckere Zimtglasur zaubern, mit etwas echtem Kakao eine schokoladige Variante.

Wenn es Kekse für Erwachsene werden, kann man den Zuckerguss statt mit Zitronensaft auch mit einem Teelöffel Rum anrühren. Eine andere Weihnachtsspezialität sind auch selbstgebackene Vanillekipferl.