Weihnachtsmärkte in Deutschland

Nun dauert es nicht mehr lange, bis die Weihnachtsmärkte in Deutschland öffnen und mit Sternenglanz, Weihnachtsschmuck und Glühwein um die Wette strahlen.

Alle Jahre wieder freuen sich Groß und Klein auf die Eröffnung der Weihnachtsmärkte in Deutschland mit Lebkuchen, Glühwein und Christbaumschmuck. In den Innenstädten herrscht reges Treiben. Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung der Weihnachtsmärkte werden getroffen. Kleine Holzhütten werden auf den Marktplätzen aufgebaut und mit Lichtergirlanden und Sternen geschmückt, Waren und Dekorationen in die Buden gebracht. Die Hausfassaden erhalten ihre weihnachtliche Dekoration und in der letzten Novemberwoche vor dem ersten Advent öffnen die Weihnachtsmärkte in Deutschland ihre Pforten für tausende Besucher aus nah und fern. Dann steigen Glühwein- und Lebkuchenduft in die Nasen der Gäste.

Weihnachtsstadt Nürnberg: Der Christkindlesmarkt

In Nürnberg, der bekanntesten Weihnachtsstadt, kommt auch der Duft der frischen Rostbratwürste hinzu. Das Christkind eröffnet traditionsgemäß am Freitag vor dem ersten Advent um 17 Uhr 30 vom Balkon der Frauenkirche am Hauptmarkt mit dem Prolog. Weihnachtliche Stimmung kommt auf mit den einfühlsamen Worten und der feierlichen Musik. Die Adventszeit beginnt. Der Markt war schon im 16. Jahrhundert bekannt, denn am Fuße der Kaiserburg siedelten sich Handwerker wie Martin Behaim, der den ersten Globus herstellte, und Händler sowie Künstler wie Albrecht Dürer an. „Nürnberger Tand geht durchs ganze Land“ sagte man zwischen 1470 und 1530, der Blütezeit Nürnbergs und verdeutlichte den Reichtum, der durch Handel mit allen Teilen der damaligen bekannten Welt erwirtschaftet wurde, nicht zuletzt mit den Gewürzen aus arabischen Ländern, die bis heute zur Lebkuchenherstellung benötigt werden, wie Zimt und Nelken. Heute zählt der Christkindlesmarkt in Nürnberg zu den größten und beliebtesten Märkten mit über zwei Millionen Besuchern.

Frankfurt, Augsburg, Dresden und Ulm - Die ältesten Weihnachtsmärkte

Die ältesten Weihnachtsmärkte in Frankfurt, Augsburg, Dresden und Ulm gehen auf das 14. und 15. Jahrhundert zurück. Schon seit dieser Zeit bieten Handwerker und Händler ihre „weihnachtlichen“ Waren, aber auch Spezereien und andere Handelsware an, damit sich die Bürger mit wärmenden Sachen eindecken können.

Kleine Weihnachtsmärkte in Deutschland bieten viel Atmosphäre

Heute kann man von Nord nach Süd und von West nach Ost in vielen großen und kleinen Städten einen Weihnachtsmarkt oder Christkindelsmarkt besuchen. Gerade die kleineren Märkte und die einladende Kulisse von Burgen und Altstädten laden zu einem gemütlichen Bummel ein. In der mittelalterlichen Stadt Rothenburg ob der Tauber an der Romantischen Straße etwa kann man zudem das ganze Jahr über Weihnachtskugeln und weihnachtliche Accessoirs in den Geschäften von Käthe Wohlfahrt einkaufen; eine Attraktion besonders für Besucher aus dem asiatischen Raum. Die Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein bezaubert durch ihre Architektur und Lage an der Trave und ist bekannt durch das Lübecker Marzipan aus dem Hause Niederegger. Die ganze historische Altstadt ist geschmückt und verzaubert alle Besucher.

Am Vormittag in Ruhe einkaufen

Wer nicht nur wegen der romantischen Atmosphäre und der kulinarischen Genüsse im spätnachmittäglichen Lichterglanz einen Weihnachtsmarkt besucht, sondern die außergewöhnlich hübschen Handwerksartikel, Handarbeiten, Rauschgoldengel, Glaswaren oder Lebkuchen in Ruhe aussuchen und einkaufen möchte, sollte tatsächlich bereits am späten Vormittag oder am frühen Nachmittag die Märkte besuchen. Dann hat man noch Zeit und Ruhe, um die Ware auszusuchen und muss nicht in der Schlange stehen für einen frischen Lebkuchen mit einer Tasse heißem Kaffee.

Wenn dann die Dämmerung einsetzt und sich die Besucher vor den Ständen drängeln, können Sie gemütlich mit dem Becher Glühwein oder Punsch die stimmungsvolle Atmosphäre genießen. Städte wie Nürnberg oder München bieten gemütliche Fahrten mit festlich geschmückten Kutschen an, bei denen man dem Treiben der vielen Besucher ohne Hektik zusehen und entfliehen kann.

Rund 400 Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland zaubern weihnachtliche Atmosphäre bis zum Fest. Inzwischen haben sich auch Weihnachtsmärkte in den Nachbarländern etabliert und bis in die USA und nach Japan wird der „German Christmas Market“ kopiert.

Birgit Agada, Amma Agada

Birgit Agada - Frau Birgit Agada ist mit Leib und Seele Touristikerin und studierte Touristikmanagerin (IST). Ihre touristische Laufbahn begann vor ...

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