
- Weihnachtliche Böttcherstraße Bremen - © Lucy M. Laube
Der Bremer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten im Lande und zieht Jahr für Jahr viele Touristen an. Kein Wunder, erstreckt er sich doch von der historischen Kulisse des Bremer Marktplatzes mit Rathaus und Roland bis hinunter an den Fluss, zum mittelalterlichen Schlachte-Zauber an der Weser, eingehüllt in blaues Licht, die Luft erfüllt vom Duft Holunder-Glühweins.
Weihnachtsmarkt Bremen rund um Rathaus, Roland und Stadtmusikanten
Vier Wochen vor Weihnachten wandelt sich Bremens gute Stube, der Marktplatz, zum Weihnachtsmarkt mit mehr als 170 Buden, Karussells, Lichterketten, allerlei Speisen und Süßkram, Brezeln in allen erdenklichen Varianten – und natürlich Glühweinständen. Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich vom Marktplatz über den Domshof, schlängelt sich um die Bremer Stadtmusikanten herum auf den Unser Lieben Frauen Kirchhof, bildet Ableger auf Süd- wie Nordseite des Hauptbahnhofs. In der Bremer Innenstadt sind an jedem Tag im Jahr Touristengruppen zu sehen, die sich um Stadtführer scharen, viele kommen aber auch gezielt in der Vorweihnachtszeit, um über den Bremer Weihnachtsmarkt zu bummeln. Geöffnet ist der Bremer Weihnachtsmarkt 2011 vom 24. November bis zum 23. Dezember.
Vom Weihnachtsmarkt Bremen durch die Böttcherstraße zum Schlachte-Zauber
Ein weiterer Ausläufer des Bremer Weihnachtsmarktes erstreckt sich in südlicher Richtung ans Flussufer, die Schlachte Bremen. Ein Weg dorthin führt zum Beispiel vom Marktplatz durch die mit Lichterketten geschmückte und ohnehin jederzeit schmucke Böttcherstraße mit ihrem Glockenspiel. An der Weser angekommen, eröffnet sich die in blaues, unwirklich erscheinendes Licht getauchte Schlachte mit dem Schlachte-Zauber. An der Weserpromenade lässt es sich wunderbar flanieren, flussaufwärts und wieder flussabwärts, bis zum "Dorf der Fogelvreien", einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, mit Holzpalisaden abgetrennt, die einen Zeitsprung ins Mittelalter möglich machen.
Mittelalter-Markt an der Schlachte Bremen
Hier sieht man Menschen in mittelalterlichen Gewändern, die Gewürze, Honig, Met, Leder- oder Räucherwaren wie Weihrauch anbieten oder einem Handwerk nachgehen. Es gibt geräucherten Fisch, gebratenes Fleisch, frisch gebackenes Brot, "Liebestrank" und Glühwein mit Holunder und anderen gesunden leckeren Beigaben. Marktschreier, Gaukler und Spielleute lassen erahnen, wie das Leben an der Schlachte Bremen einst ausgesehen haben mag, als die Hansekoggen hier noch ein- und ausliefen und reges Hafentreiben herrschte.
Rund um den Weihnachtsmarkt Bremen
In der Vorweihnachtszeit gibst es nebst Mittelalterspektakel, gebrannten Mandeln, Glühwein, Bremer Klaben und dicht gepackten Weihnachtsgeschenken in der Bremer Innenstadt diverse Orgelkonzerte, Krippenspiele, Theater und Ausstellungen. Offizielle Eröffnung ist am 24. November um 16 Uhr im St. Petri Dom mit Darbietungen eines Knabenchors. Täglich um 15:30 Uhr wird der Weihnachtsmann bei den Bremer Stadtmusikanten eine Geschichte vorlesen. Am 3. Dezember zur langen Shoppingnacht sind Weihnachtsmarkt und Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Der Kunsthandwerkermarkt, stets ein Publikumsmagnet, in der Unteren Rathaushalle ist vom 7. bis zum 23. Dezember 2011 geöffnet.
Es lohnt sich, einen Besuch auf dem Bremer Weihnachtsmarkt beizeiten einzuplanen, denn je näher Weihnachten rückt, desto voller wird es dort, und dann kann die friedvolle Stimmung mitunter ein wenig leiden. Wer vor Weihnachten nicht in einen hektischen Kaufrausch verfallen möchte, tut gut daran, Weihnachtsgeschenke rechtzeitig zu planen. Beim Bremer Wintermarkt lässt es sich bereits Anfang November auf den Winter und Weihnachten einstimmen.
Erweiterung des Bremer Weihnachtsmarktes in die Obernstraße
Der großen Beliebtheit des Weihnachtsmarktes in Bremen - seit sich Ryanair in Bremen angesiedelt hat kommen die Gäste zunehmend auch aus Skandinavien und Italien - wird mit einer Erweiterung des Territoriums in die Obernstraße Rechnung getragen. Schon 2010 gab es auch ein paar neue Stände auf dem Weihnachtsmarkt - darunter Wildspezialitäten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 187 Stände zum Weihnachtsmarkt zugelassen.
Bremer Wintermarkt in der Uni-Mensa mit Kunsthandwerk
Jedes Jahr am ersten Sonntag im November gibt es in und um die Mensa der Universität Bremen den Bremer Wintermarkt. Zu erwarten sind etwa 120 Aussteller und Ausstellerinnen aus den Bereichen Kunsthandwerk, Raritäten, Trödel und Secondhand. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm mit Musik und Clowns, ein Kinderprogramm mit Spielen und Kindertheater, Essen und Trinken und eine Weinprobe.
