Sachsen, Thüringen und Franken sind die Regionen mit Weihnachtsmärkten, die auf eine besonders lange Tradition verweisen können. Dazu gehören der vielbesuchte und berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt und der Dresdner Striezelmarkt.
Weihnachtsmarkt in Bautzen
Die Veranstalter des Bautzener Weihnachtsmarktes führen die Tradition auf das 1384 erhaltene Recht der Stadt zur Abhaltung eines Fleischmarktes zurück, aus dem sich dann im Laufe der Zeit der heutige Weihnachtsmarkt entwickelte. Erzgebirgische Volkskunstartikel und einheimische Glaserzeugnisse sind besondere Schwerpunkte des Weihnachtsmarktes im historischen Zentrum von Bautzen.
Striezelmarkt in Dresden
Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Er gehört zu den ältesten Märkten dieser Art in ganz Deutschland. 2008 findet der Striezelmarkt zum 574. Mal statt.
Seinen guten Ruf verdankt der Striezelmarkt der besonderen Zuwendung zu traditionell gefertigten Waren aus der Region und der Erzeugnisse der sächsischen Volkskunst. Da sind als besondere Schwerpunkte zu nennen: Blaudruck und Keramik aus der Lausitz, Plauener Spitzen, Schnitzereien und Holzkunst aus dem Erzgebirge, Herrnhuter Sterne, Baumschmuck aus der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha und den echten Dresdner Christstollen.
Weihnachtsmarkt in Erfurt
Ein wunderschöner mittelalterlicher Stadtkern mit Patrizier- und Fachwerkhäusern, dem Mariendom und der Severikirche liefert die Kulisse des Erfurter Weihnachtsmarktes, dessen Mittelpunkt die festlich beleuchtete Weihnachtstanne und die Krippe mit 14 handgeschnitzten, fast lebensgroßen, Holzfiguren sind. Dazu dreht sich seit 2005 eine 12 Meter hohe Weihnachtspyramide. Die bekannten Thüringer Spezialitäten, wie der Christstollen, das Erfurter Schnittchen und die Thüringer Bratwurst dürfen nicht fehlen. Ein Schwerpunkt des weihnachtlichen Angebots liegt auf Thüringer Handwerkserzeugnissen von Christbaumschmuck über Blaudrucktextilien und es gibt eine breite Palette von Töpferwaren. Ein Glasbläser führt seine Kunst vor und seine mundgeblasenen Weihnachtsbaumkugeln sind zu erwerben. Und dann gibt es als besondere Attraktion noch den Märchenwald auf dem Domplatz.
Christkindelmarkt in Görlitz
Die historische Altstadt in Görlitz gibt den idealen Rahmen für den Christkindelmarkt in Görlitz, der auch die schlesischen Weihnachtstraditionen pflegen will. Holzspielzeug, Zinnfiguren, Pyramiden, Klöppelkunst und Blaudruck gehören zu den regionalen Angeboten auf dem Markt. Kunsthandwerker von Nah und Fern, darunter viele aus dem nahen Polen, bieten ihre Erzeugnisse an. Und die Gastronomen der Stadt bieten die lokalen Spezialitäten: Mohkliessel, Liegnitzer Bombe und Quarkstollen stehen bereit. Eine Krippenausstellung in der Dreifaltigkeitskirche bietet sonst kaum noch vorhandene Böhmische Krippenschnitzkunst. Die Zeit für diese Krippe sollte sich jeder Marktbesucher nehmen.
Weihnachtsmarkt in Weimar
In Weimar locken kleine Marktstände mit typischen Advents- und Weihnachtsangeboten. Lauschaer Glaskunst, traditioneller Weihnachtsschmuck und Schnitzereien aus dem Erzgebirge sind besondere Schwerpunkte. Dazu gehören natürlich die kulinarischen Angebote aus Thüringen. Ein Anziehungspunkt ist das zum Adventskalender gewordene Rathaus. Dort öffnet der Weihnachtsmann jeden Tag ein Kalendertürchen.
Weitere Weihnachtsmärkte
Die hier vorgestellten Weihnachtsmärkte sind nur ein Bruchteil der in Sachsen und Thüringen zu entdeckenden und interessanten Weihnachtsmärkte. Die Bergparaden im Erzgebirge werden oft mit interessanten Märkten kombiniert. So beispielsweise in Seiffen, wo auch eine breite Auswahl an erzgebirgischer Volkskunst geboten wird. Dazu kommt noch der besonders schöne Weihnachtsmarkt in Chemnitz. Aber auch im Nordosten, zwischen Harz und Ostsee und in Berlin, warten etliche Weihnachtsmärkte auf ihre Entdeckung.
