Weihnachtszeit mit Kindern - Stressfrei aufs Christkind warten

Alle Jahre wieder... - Gerd Altmann/pixelio.de
Alle Jahre wieder... - Gerd Altmann/pixelio.de
Die Zeit vor Weihnachten ist für viele Familien mit Stress verbunden, doch die Zeit lässt sich durchaus auch für Kinder und Eltern angenehm gestalten.

Kinder können es bereits viele Wochen vor Weihnachten kaum erwarten, bis der große Tag endlich kommt. Die Vorfreude aufs Christkind macht die Kleinen hibbelig und überdreht. Und mit steigender Aufregung von Seite der Kinder werden gleichzeitig umso stärker die Nerven der Eltern strapaziert. Auch von außen steigt der Druck der konsumorientierten Gesellschaft. Geschäfte beginnen mittlerweile bereits im Oktober mit weihnachtlicher Dekoration. Die mit Spielwaren überfüllten Regale lassen jeden Einkauf von Eltern mit Kindern zu einer wahren Geduldsprobe werden.

Doch das Fest der Liebe sollte eigentlich für niemanden wochenlange Nervosität, aufs Äußerste gespannte Stimmung und stundenlanges Geschenke shoppen inmitten von überfüllten Einkaufshäusern bedeuten, sondern viel eher glänzende, erwartungsvolle Kinderaugen, gemütlich flackernde Adventskerzen und freudiges Einstimmen auf das Weihnachtsfest. Selbstverständlich ist das Auspacken der Geschenke für Kinder eines der bedeutenden Höhepunkte in der Heiligen Nacht, aber auch die vereinte Familie und die Kerzen am Tannenbaum begeistern die Kleinen.

Vorweihnachtszeit kreativ nutzen

Wenn Erwachsene sich an ihre Kindheit zurück erinnern, sind es oftmals Rituale, die sich besonders ins Gedächtnis eingeprägt haben. Es tauchen Erinnerungen auf, wie das Schmücken des Weihnachtsbaums, das Singen von Weihnachtsliedern, vielleicht noch begleitet von den ersten, mehr oder weniger stimmigen Blockflötenklängen oder auch das Backen von Keksen und das Basteln von Geschenken. Leider werden solche Momente Kindern heute oftmals vorenthalten.

Dabei kann es der ganzen Familie Spaß machen, sich zusammen zu überlegen, welche Geschenke die Kinder für Großeltern oder Patentante und - onkel basteln könnten. Im modernen Zeitalter des Internets können auch weniger kreative Eltern mit den Kindern nach Ideen im Netz suchen. Manche dunklen Winternachmittage, an denen noch kein Schnee liegt, und die Kinder gelangweilt im Haus verbringen, lassen sich mit Basteln von Weihnachtsgeschenken und Karten sinnvoll füllen. Mit Zeichnen, Verzieren, Kneten oder Bedrucken von kleinen Präsenten können sich die Kinder kreativ ausdrücken und erleben außerdem, wie viel Freude es macht, jemandem etwas zu schenken. Herrscht draußen unfreundliches Wetter, macht ein Sonntag mit Backen von Weihnachtskeksen besonders Spaß.

Glaubt ein Kind noch an das Christkind oder den Weihnachtsmann, darf es ruhig in dieser fantasievollen Zauberwelt belassen werden. Für alle Kinder kann die mystische Vorweihnachtszeit mit dem Vorlesen schöner Geschichten verkürzt werden. Aber auch außerhalb von zu Hause finden sich Aktivitäten, die dazu beitragen können, die Adventszeit interessant und kurzweilig zu gestalten. Häufig bieten Schulen oder gemeinnützige Einrichtungen die Möglichkeit zum Kerzen ziehen an oder es finden Kurse zum Verzieren von Adventskränzen statt. In vielen Städten finden Weihnachtsmärkte statt und außerdem lassen sich die Kinder gerne miteinbeziehen, den Tannenbaum fürs heimische Wohnzimmer aussuchen zu gehen.

Der große Tag ist gekommen

Der große Tag ist gekommen und die kleinen Kinderherzen pochen noch stärker als zuvor. Schön, wenn es bis hierhin ohne allzu große familiäre Spannungen geklappt hat. Falls nicht, sollte das auch bedenkenlos akzeptiert werden. Diese Zeit ist für alle Beteiligten nervenaufreibend und belastend, sodass die Erwartungen, insbesondere die der Eltern, nicht allzu hoch angesetzt werden dürfen.

Das Kind kann am Weihnachtstag gerne Mutter und Vater behilflich sein und den Tisch festlich dekorieren oder das Zimmer schmücken. Vielleicht mag es, falls Gäste zu Besuch kommen, Tischkärtchen schreiben oder es darf die Servietten falten, den Tisch decken und die selbst gebastelten Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen.

Kleine Mädchen freuen sich, wenn sie sich chic anziehen dürfen und sich von Mama Zöpfe in die Haare flechten lassen. Aber auch kleine Jungs mögen es festlich und wollen nicht bloß die gewöhnliche Alltagskleidung tragen.

Geschenke auspacken

Indem zuvor in der Familie überlegt wird, wie der ungefähre Ablauf sein wird, können sich die Kinder bereits im Voraus darauf einstellen und werden weniger quengelig sein. Damit die Geduld der Kleinen nicht noch länger unnötig auf die Probe gestellt wird, kann es bei Kleinkindern von Vorteil sein, die Bescherung vor dem Festmahl einzuplanen. Der Beginn der Feier wird angekündigt, indem die Kinder durch ein Glöckchenläuten aus ihrem Kinderzimmer ins Wohnzimmer gelockt werden. Dort steht bereits der geschmückte, prächtige Tannenbaum mit den Geschenken in dem abgedunkelten Zimmer, das nur durch die brennenden Kerzen erhellt wird. Diese Zeremonie bringt nicht nur Kinderaugen zum Leuchten.

Eine regelrechte Geschenkeflut ist wenig förderlich für ein gemütliches Fest. Die Geschenke sollten möglichst gleichmäßig auf die Festtage verteilt werden. Falls mehrere Kinder anwesend sind, muss unbedingt geklärt werden, ob und wie andere Kinder oder Geschwister mit den erhaltenen Spielsachen spielen dürfen. Dadurch lassen sich Eifersuchtsszenen vermeiden.

Beim anschließenden Weihnachtsessen müssen die Eltern versuchen, nicht mehr von ihren Kindern zu erwarten, als bei jedem anderen Abendessen auch. Gerade an einem solch außergewöhnlichen Anlass sind Konflikte sonst vorprogrammiert. Je gelassener Eltern das Fest angehen und sich selbst nicht damit überfordern, desto eindrücklicher wird das Weihnachtsfest in Erinnerung bleiben. An den Festtagen dürfen die Kinder ausnahmsweise etwas länger aufbleiben und die Eltern lassen ausnahmsweise auch einmal Fünf gerade sein.

Feste lassen sich ohnehin kaum detailliert planen, was sich mit Kindern noch zusätzlich erschwert. Erwachsene können jedoch versuchen, die kindliche Spontaneität und Unbekümmertheit als Bereicherung zu betrachten, sind diese Eigenschaften doch den meisten Menschen irgendwann während des Heranwachsens abhandengekommen. Falls sich Eltern und Verwandtschaft diesen Umständen bewusst sind, steht einem fröhlichen, wenn auch nicht immer ganz konventionellen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege.

Nadine Trefzger - Meine erste Geschichte in der 1. Klasse Meine Leidenschaft für das Schreiben begann mit 7 Jahren, als ich gerade einmal erste ...

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