Welche Nähmaschinen-Nadel braucht man wofür?

Tipps, um die richtige Nähmaschinen-Nadel für das geplante Nähprojekt zu finden.

Nähen kann Spaß machen. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass sich das Endergebnis sehen lassen kann. Ein nicht zu unterschätzender Faktor dabei ist die Wahl der richtigen Nähmaschinen-Nadel. Dies verhindert, dass der Stoff beschädigt wird oder aber auch das lästige Brechen der Nähmaschinen-Nadel.

Die Nähmaschinen-Nadel und ihre Stärke

Nähmaschinen-Nadeln unterschieden sich durch ihre unterschiedlichen Stärken. Diese dienen dazu, dass die Nadel in der Lage ist, den Stoff zu durchstechen, ohne dabei zu brechen. Ein dünner Seidenstoff benötigt nur eine dünne Nadel, um verarbeitet zu werden, wohingegen die Verarbeitung eines dicken Stoffes, wie zum Beispiel Jeans, eine dicke Nadel erfordert. Die Nadelstärke lässt sich an der Zahl, die auf dem Nähmaschinen-Nadelpäckchen steht, erkennen. Diese Zahl ist meist auch in den Kolben der Nadel geprägt. Für sehr dünne Stoffe, wie Seide oder Jersey, eignen sich Nähmaschinen-Nadeln der Stärke 60 oder 70. Für mittlere Stoffe, wie Baumwollstoffe oder Gabardine, 80er oder 90er-Nadeln. Die Stärken 100 und 110 eignen sich nur für sehr dick Stoffe, wie Köper, Jeans oder Leder.

Welche Arten von Nähmaschinen-Nadeln gibt es?

Neben der Stärke gibt es auch noch die Unterscheidung in verschiedene Nähmaschinen-Nadelarten. Diese sind meist nach einem Stoff benannt, der aber stellvertretend für eine Vielzahl ähnlicher Stoffe steht. Um der vorherigen Auflistung an Nadelstärken zu folgen, beginnt diese Übersicht auch zuerst mit den Nähmaschinen-Nadeln für dünnere Stoffe.

  • Microtex-Nadeln sind sehr dünne Nadeln, die sich für die Verarbeitung von Stoffen, wie Brokat, Lame, Kunstleder, Cupro (Futterstoff), Organza, Tüll, Georgette, Mikrofasergewebe, Seide oder Chiffon eignen. Die Microtex-Nadel zeichnet sich durch eine sehr spitze Nadelspitze aus, die deshalb besonders gut durch dünne oder dicht gewebte Stoffe geht.
  • Jersay-Nadeln sind etwas dicker als Microtex-Nadeln, zählen aber immer noch zu den dünnen Nadeln. Durch die abgerundete Spitze können sie besonders gut dünne Stoffe oder feine Gewebe durchdringen, ohne sie zu beschädigen. Stoffe, die mit Jersey-Nadeln verarbeitet werden können, sind Baumwollstrickstoff, Jersey, Miederware oder Webpelz.
  • Leder-Nadeln besitzen eine Schneidespitze, entweder LL (Lederlinksspitze) oder LR (Lederrechtsspitze). Ihr Einsatz ist auf Leder und Kunstleder begrenzt.
  • Jeans-Nadeln eigen sich für festere Stoffe, wie Jeans, Denim, Canvas, Köper, Segeltuch, Markisenstoff oder Wachstuch.
  • Universal-Nadeln: Sie sind, wie der Name schon sagt, universal einsetzbar. Bei ihnen richtet man sich nach der Nadelstärke.

Sonstige Nähmaschinen-Nadeln

Des Weiteren gibt es noch Stretch-Nadeln, die vor allem Verwendung bei Stretchstoffen, wie zum Beispiel Single Jersey, finden sowie Stick-Nadeln, die ein dickeres Nadelöhr besitzen, damit Stick- oder auch Wollgarne hindurch passen. Stepp- oder Quilt-Nadeln werden hauptsächlich bei Patchwork-Arbeiten eingesetzt.

Diese Übersicht erfasst sicher nicht alle Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Nähmaschinen-Nadeln. Vielmehr dient sie der Orientierungshilfe.

Sandra Offermanns - Sandra Offermanns ist Studentin. 2008 hat sie einige Artikel für das Ishq Bollywood und Lifestyle Magazin geschrieben. Seit ...

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