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Welcher Wein zu welchem Gericht passt

Edle Tropfen genussvoll mit Speisen kombiniert

Wein und Fleisch - Eigenes Bild
Wein und Fleisch - Eigenes Bild
Zum Essen dürfen Sie natürlich trinken, was Ihnen schmeckt. Dennoch lässt sich der Genuss noch steigern, wenn sich Wein und Speisen sinnvoll ergänzen.

Kaum ein anderes alkoholisches Getränk erfreut sich andauernderer Beliebtheit wie der Wein. Seine Geschichte geht zurück bis ins Land der Pharaonen. Selbst Jesus ließ Wasser in Wein verwandeln. Die Alten Griechen wussten den edlen Tropfen zu schätzen, und die Römer feierten regelrechte Weingelage.

Heutzutage ist aus dem Weingenuss eine wahre Wissenschaft geworden. Es gibt sogar Weinforschungsanstalten, die die richtige Rebe je nach Klima, Bodenbeschaffenheit und Geschmack kreieren. Doch welcher Wein passt zu welchem Essen, unterstützt dessen Geschmack noch? Es gibt zwar keine allgemein gültige Antwort, da die Vielfalt der Weine und Speisen zu groß ist und auch die Geschmäcker der Menschen unterschiedlich sind. Trotzdem gibt es einige Grundregeln für die Weinauswahl.

Ein Aperitif für den Appetit

Ein Aperitif wird vor der Mahlzeit eingenommen, um den Appetit anzuregen. Dafür eignet sich entweder ein Schaumwein oder ein leichter Weiß- oder Roséwein. Das Getränk sollte trocken, aber nicht sauer sein. Zu empfehlen sind daher ein Riesling oder ein Weißburgunder. Vermeiden Sie es, dazu als Snack Erdnüsse oder Oliven zu sich zu nehmen. Sie sind zu pikant und zerstören das Aroma des Weines. Essen Sie lieber Mandeln, Walnüsse, Chips oder Käsegebäck.

Grundregeln für den Wein zum Hauptgericht

Generell trinkt man zum Essen trockene Weine. Sie regen den Appetit an und unterstützen den Eigengeschmack der Speisen. Die Grundregeln für eine geschmackvolle Verbindung zwischen Wein und Essen lauten:

  • Alkohol-, Gerbstoff- und säurereiche Weine machen fettige Speisen bekömmlicher
  • Säurearme, leichte Weine sollte man zu stark gewürzten und salzigen Speisen trinken
  • Gerbstoff- und alkoholreiche Weine lassen kräftige Speisen noch kräftiger schmecken

Wein zu Pastagerichten

Gibt es Pasta zu essen, entscheidet in der Regel die Nudelsoße über den Wein. Zu hellen cremigen Saucen passen vor allem Weißweine wie Chardonnay und Soave, aber auch leichte Rotweine wie der Bardolino. Deftige Nudelsoßen wie Bolognese verlangen dagegen auch nach einem kräftigen Rotwein, damit das Getränk zur Geltung kommt. Aufgrund der regionalen Verwandtschaft kann man sagen, dass im Allgemeinen italienische Weine am besten zu Pastagerichten passen.

Wein zu Fleischgerichten

Vergessen Sie die alte Faustregel, heller Wein zu hellem Fleisch und dunkler Wein zu dunklem Fleisch. Sie ist zwar nicht grundsätzlich falsch. Dennoch kommt es nicht so sehr auf die Farbe an, oft ist die Zubereitung des Fleisches entscheidend. Zum Schweineschnitzel passt tatsächlich ein leichter Weißwein wie der Riesling, zu einem deftigen Schweingulasch sollte man jedoch lieber einen roten Tropfen, beispielsweise einen Dornfelder Spätburgunder, zu sich nehmen. Zu Rindfleisch und Wildgerichten schmeckt am besten ein vollmundiger kräftiger Rotwein. Fast immer geeignet ist hier ein Spätburgunder oder Pinot Noir.

Wein zu Fischgerichten

Zu Fisch und Meerestieren passt traditionell ein Weißwein. Dieser verleiht dem Gericht ein zartes Geschmackserlebnis. Doch auch hier kommt es oft auf die Zubereitung an. Zu gegrilltem Fisch schmeckt ein trockener Weißwein wie der Sauvignon Blanc und Chardonnay. Zu geräucherter Forelle und Aal passen Chardonnay, Gewürztraminer und ein junger Riesling. Für rohen Fisch und kalte Fischspeisen, die nicht allzu kräftig gewürzt sind, kommen milde Weißweine in Frage, beispielsweise ein Müller-Thurgau, ein Weißburgunder oder Silvaner. Allerdings eignen sich fast alle trockenen Weißweine, um Fischgänge zu begleiten, so dass Sie bei der Weinauswahl nicht allzu sehr daneben liegen können.

Zu fettreichen Fischen wie den Karpfen, kann man auch einen Rotwein trinken. Denken Sie jedoch daran, dass schwere rote Tropfen nicht serviert werden sollten. Denn diese können den Fischgeschmack ruinieren. Fisch ist salzig, und Salz verträgt sich in der Regel nicht mit dem Gerbstoff des Rotweins

Käse und Wein

Wein und Käse kann eine wahrhaft genussvolle Kombination sein. In der Regel unterstreichen besonders Rotweine den Geschmack des Käses. Aber auch Weißweine wie der Sauternes sind zu empfehlen. Wenn Sie sich für Wein und Käse aus derselben Region entscheiden, kann nicht viel schief gehen. Beachten Sie jedoch, dass kräftige Käsesorten den Geschmack des Getränkes überdecken. Deshalb sollten Sie zu leichtem Wein nur milden Käse reichen. Darüber hinaus gibt es noch zwei Grundregeln für einen optimalen Genuss:

  • Gerbstoffreicher Wein zu hartem Käse
  • Säurereicher Wein zu cremigen Käse

Ein Dessertwein zum Schluss

Wie der Name schon sagt, wird der Dessertwein zu den Nachspeisen serviert. Man kann ihn aber auch zu würzigem Käse genießen, sofern es sich um einen Weißwein handelt. Dessertweine sind sehr süß, enthalten einen hohen Gehalt an Restzucker und sind daher besonders bei Frauen beliebt. Zu den Dessertweinen zählen Tropfen, die Alkohol und Restsüße unvermengt von den gekelterten Trauben enthalten, beispielsweise Eiswein, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und edelsüße Weine. Aber auch Likör, Sherry, Portwein und viele mehr werden als Dessertwein bezeichnet. Bei diesen Getränken werden jedoch Alkohol oder Zucker zugesetzt.

Richtige Trinktemperatur von Wein

Für welchen Wein sie sich auch jeweils entscheiden, erst mit der richtigen Trinktemperatur wird er zu einem wahren Genuss. Diese liegt bei Weiß- oder Roséweine zwischen 10° und 15 °C, für Rot- und Dessertweine je nach Alter zwischen 15° und 20 °C sowie für Schaumweine zwischen 8° und 10 °C.

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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