
- Spaß für wenig Geld - Susanne Öhrig
Viele Familien und ganz besonders Alleinerziehende haben oft das Problem, dass sie mit wenig Geld über die Runden kommen müssen. Unternehmungen finden daher meist nicht statt – denn vieles, das Spaß macht, kostet Geld. Doch nicht alles ist teuer. Wer Geld sparen muss, kann Spaß zum kleinen Preis haben.
Kino ist nicht immer teuer
In der Regel wird in den Kinos ein sogenannter Familientag angeboten. Es kann sein, dass dieser Tag in jedem Kino anders genannt wird – er beinhaltet jedoch immer das Gleiche: Filme ansehen ist an diesem Tag günstiger. Manche Kinos bieten auch Eintritt zum Familienpreis. Dies bedeutet: Wer mit Kindern unter zwölf Jahren in einen Film geht, der ab Null oder sechs Jahren erlaubt ist, zahlt nur den Kinderpreis. Ebenso bieten manche Kinos Filme zum „Minipreis“ an. Diese Filme sind zwar bereits mehrere Monate alt und man könnte sie sich (teilweise) auch in der Videothek ausleihen. Doch wer lieber das Kinoerlebnis haben möchte, kann dies hier zum absoluten Superpreis bekommen. Je nach Videothek würde es sich in etwa um den gleichen Preis handeln.
In einigen Kinos kann man Punkte sammeln kann. Man erhält eine Karte, zeigt diese bei jedem Kauf von Eintrittskarten, Popcorn und so weiter vor und kassiert dafür Punkte. Diese kann man natürlich irgendwann auch einlösen. Je nachdem, wie lange man anspart, springt hier locker mal eine Tüte Popcorn oder gar eine Eintrittskarte dabei heraus. Besonders kostspielig sind immer Popcorn, Nachos, Eis und Getränke. Sind diese Kosten finanziell einfach nicht drin, sollte man darauf verzichten. Das Erlebnis, überhaupt ins Kino zu gehen, ist wesentlich wichtiger, als die Süßigkeiten. Vorsicht bei 3D-Filmen – hier ist der Eintrittspreis wesentlich höher als normalerweise.
Rummelplatz mit Sparfaktor
Jeder weiß, dass ein Besuch auf dem Rummelplatz wahnsinnig teuer sein kann. Zumindest dann, wenn man nicht einfach nur drüber rennen und wieder gehen möchte. Also – wie schafft man es, nicht pleite zu werden und den Kindern dennoch Spaß zu bieten? Ganz einfach: Die Kinder bekommen einen festen Betrag in die Hand – oder in die Geldbörse. Dieser Betrag sollte sich nach dem Alter richten und nicht unbedingt für jedes Kind gleich hoch sein. Nun dürfen die Kinder selbst entscheiden, wofür sie dieses Geld ausgeben möchten. Es muss ihnen unbedingt klar sein, dass sie nur diesen Betrag zur Verfügung haben. Es gibt keinen Nachschub. Die Kinder werden gut überlegen, was sie unbedingt machen oder haben wollen und was nicht. Mussten sie früher unbedingt mit der Geisterbahn fahren, ist es nun vielleicht gar nicht mehr so wichtig. Konnten sie früher an keinem Fressstand vorbei gehen, schauen sie ab jetzt vielleicht gar nicht mehr in diese Richtung.
Wenn die Kinder die absolute Entscheidungsfreiheit haben, kann es auch vorkommen, dass sie gar nichts ausgeben und sich somit ihr Taschengeld aufbessern – sofern sie das Geld auch behalten dürfen, wenn sie es nicht auf dem Rummel ausgeben. Sonst ist natürlich garantiert, dass kein Cent übrig bleibt. Diese Maßnahme hat nicht nur einen finanziellen Vorteil. Es kommt noch hinzu, dass die Kinder lernen mit Geld umzugehen, indem sie es sich selbst einteilen dürfen oder müssen.
Indoor-Spielplatz – perfekt, wenn es draußen regnet
Ein Indoor-Spielplatz bietet Spiel und Spaß besonders für jüngere Kinder – doch auch für ältere gibt es noch ein paar Angebote. Dies variiert natürlich von Angebot zu Angebot. Die Eintrittspreise sind human – nur die Verpflegung kostet etwas mehr. Doch es gibt auch Indoor-Spielplätze, bei denen es erlaubt ist, das eigene Essen und Trinken mitzubringen. Am besten erkundigt man sich vorher, ob es erlaubt ist oder nicht. Wenn nicht, kommt man sicher auch ein, zwei Stunden ohne aus.
Was kann man sonst noch machen?
Man kann eventuell bei seiner Stadt oder Gemeinde nachfragen, was man in der näheren Umgebung kostengünstig unternehmen kann. Es gibt oft Veranstaltungen, die wenig oder gar kein Geld kosten. Auch kann man Freunde, Bekannte und Kollegen fragen oder auf Plakate achten, die überall an den Straßenrändern angebracht werden. Und in Zeitungen, im Radio oder im Regionalfernsehen gibt es immer wieder entsprechende Hinweise.
