Ein Leckerbissen hier, ein Leckerbissen da. Wie viele tierische Hausgenossen versteht es auch der Hund hervorragend, um extra Futter zu betteln. Kaum einer kann diesem "Hundeblick" widerstehen. Ständig nachzugeben, kann jedoch schnell dazu führen, dass das Tier unter Übergewicht leidet.
Erkrankungen des Hundes bei Übergewicht
Nicht nur, dass ein Hund mit Speckröllchen nicht den schönsten Anblick bietet, viel schlimmer sind die Folgeerkrankungen, die früher oder später auftreten werden. Kurzatmigkeit, Gelenkprobleme, Trägheit und schnelle Ermüdung sind häufige Probleme.
Manchmal entsteht das Übergewicht allerdings auch durch bereits vorhandene Krankheiten wie eine Unterfunktion der Schilddrüse. Ebenso neigen einige Rassen wie beispielsweise der Mops oder der Labrador allgemein schnell zur Verfettung. In der Regel setzen die zusätzlichen Pfunde aufgrund falscher Fütterung an. Der Hund nimmt mehr Kalorien auf, als er verbraucht.
Weniger zu füttern, führt nicht immer zum Erfolg
Nun mag man meinen, dass man das Problem einfach lösen kann, indem man ihm weniger zu fressen gibt. Leider lassen sich das jedoch viele Vierbeiner nicht gefallen. Ihr Betteln wird intensiver. Gewitzte Hunde stibitzen sogar ihre fehlenden Futterrationen oder wühlen in Mülleimern herum. Tiere, die keinen Erfolg haben, können dazu sehr aggressiv werden.
Aber auch einige Besitzer haben Schwierigkeiten damit, ihrem Tier weniger Futter anzubieten, denn sie verbinden die Fütterung mit einer Zuneigungsbekundung, und sie ist ihnen daher besonders wichtig. Allein die Futtermenge zu reduzieren, bringt also oftmals nicht den gewünschten Erfolg.
Eine Umstellung der Ernährung hilft beim Abnehmen des Hundes
Eine gute Methode, dafür zu sorgen, dass der Hund abnimmt, ist eine Umstellung der Ernährung. In diesem Zusammenhang sollte vor allem darauf geachtet werden, dass das Fertigfutter nicht zuviel Zucker und Fett enthält. Außerdem benötigt der Vierbeiner kein energiereiches Hochleistungsfutter, wenn er sich nicht viel bewegt und nicht ausreichend sportlich gefordert wird.
Wer es sich zutraut, kann dem Hund auch eine Futtermischung aus mageren und natürlichen Zutaten selber zusammenstellen. Um ihn jedoch ausgewogen und mit genügend Nährstoffen zu versorgen, sollten sich vorher umfangreiche Kenntnisse angeeignet werden. Außerdem ist es empfehlenswert, sich von einem Tierarzt beraten zu lassen.
Generell sollte das Fressverhalten des Hundes geändert werden. Dazu gehört auch, ihn nicht ständig mit Leckerlis zu verwöhnen. Natürlich braucht nicht gänzlich darauf verzichtet werden. Dennoch sollte die Menge der gegebenen Naschereien von den Hauptmahlzeiten abgerechnet werden.
Außerdem sollte es vermieden werden, ihm direkt etwas vom Mittagstisch zu geben. Gerade typisch deutsches Essen ist häufig sehr fett und kalorienreich und kann zu Verdauungsstörungen führen.
Gut ist es jedoch, mehrere kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt anzubieten. So muss der Hund auch nicht alles mit einmal verdauen. Gerade bei größeren Rassen, wie etwa der Golden Retriever, besteht nach dem Fressen die Gefahr einer Magendrehung. Auch dieses Risiko wird neben der Neigung zur Verfettung durch die Aufteilung der Portionen vermindert.
Für ausreichend Bewegung des Hundes sorgen
Ein wichtiger Punkt, der bei dem Abspeckprogramm nicht vergessen werden sollte, ist, für ausreichende Bewegung des Hundes zu sorgen. Dabei genügt es häufig nicht, gemütliche Spaziergänge auszudehnen. Viel mehr Energie verbraucht das Tier zum Beispiel, wenn es neben dem Fahrrad herläuft.
Trotz allem Ehrgeizes darf der Hund nicht überfordert werden. Das Sportprogramm sollte je nach Alter, Fitnesszustand und allgemeiner Gesundheit dosiert werden. Auch hat jede Rasse ihren eigenen Bewegungsbedarf. Einen Mops kann man beispielsweise nicht so auspowern wie einen Husky.
Das Abnehmen des Hundes sollte langsam erfolgen
Das Abnehmen sollte langsam erfolgen. Genau wie beim Menschen ist eine Radikaldiät ungesund. Außerdem würde der Hund die überflüssigen Pfunde schnell wieder auf den Rippen haben. Daher ist es effektiver und schonender, wenn er nur 1 bis maximal 2 Prozent seines Körpergewichtes pro Woche verliert. Regelmäßige Gewichtskontrollen sind deshalb besonders wichtig.
Hat der Hund seine Speckröllchen verloren, sollte man nicht nachlässig werden. Es ist jetzt notwendig, Vorsorge zu betreiben und die gesunde Fütterung beizubehalten, damit der Hund nicht wieder außer Form gerät.
Ein Suite101 Artikel ersetzt keinen Besuch beim Tierarzt!
