Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen

Wer einmal die Augen öffnet.. - Verlag Antje Kunstmann
Wer einmal die Augen öffnet.. - Verlag Antje Kunstmann
Der Bestsellerautor Robert Bober verfasste einen Roman voll melancholischer Erinnerungen. Persönlich Erlebtes vermischt sich mit Erdachtem.

Robert Bober feiert am 17. November 2011 seinen achtzigsten Geburtstag. Kurz danach geht er auf große Lesereise durch Deutschland und stellt sein neues Buch "Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen" vor. Die deutschlandweite Buchpräsentation beginnt am 21. November 2011 in der Buchhandlung Lehmkuhl in München und endet am 25. November 2011 mit einer Lesung im Centre Culturel in Freiburg. Dieser Roman erreichte bereits Platz 7 der Bestenliste des Südwestrundfunks. Erschienen ist sein Werk im August 2011 im Verlag Antje Kunstmann.

Assistent bei Francois Truffaut

Bernard Appelbaum lebt Anfang der 60iger Jahre in Paris und erhält von Francois Truffaut eine kleine Statistenrolle in seinem Film "Jules und Jim". Leider fällt genau diese Szene im fertigen Film dem Schnitt zum Opfer. Trotzdem geht Bernard mit seiner Mutter ins Kino, um sich diesen Film anzusehen. Als sich beide wieder auf dem Weg nach Hause befinden, gesteht Bernards Mutter, dass sie früher Teil einer Dreiecksbeziehung war. Yankel und Leizer waren beide in sie verliebt. Bernards Mutter wandert mit Yankel nach Paris aus und wird mit Bernard schwanger. Doch Bernards Vater fällt dem Holocaust zum Opfer. Als der Krieg vorbei war, trifft Bernards Mutter Leizer wieder, der glücklicherweise den Holocaust überlebt hat. Mit ihm beginnt sie ein neues Leben und wird nochmals Mutter.

Bernards Suche nach der eigenen Identität

Bernard begibt sich auf die Suche nach seiner eigenen Geschichte, die ihn durch ein zerstörtes Paris führt. Er erfährt durch Fotos alles über seinen Vater und Stiefvater. Wie sich die Dreiecksgeschichte zwischen seiner Mutter und ihren beiden Männern entwickelt, ist die Geschichte des Romans und des neuen Jahrhunderts. Robert Bober und Bernard Appelbaum haben eine Gemeinsamkeit. Beide arbeiten als Truffauts Assistent und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Roman viele real stattgefundenen Begebenheiten aufweist.

Paris in den 60iger Jahren

"Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen" ist eine Zeitreise zurück in das Paris der 60iger Jahre. Der Bestseller-Autor Robert Bober wanderte 1933 mit seiner Familie von Berlin nach Frankreich aus. Sein neuer Roman besteht aus persönlichen Erinnerungen, die er gekonnt mit einer erfundenen Geschichte verknüpft. Das Buch setzt sich mit dem Holocaust und seinen Folgen für die Menschen auseinander. Der Autor beschreibt in einfachen klaren Worten die schöne Stadt Paris. Hier spielen aber nicht die üblichen Touristenattraktionen eine Rolle, sondern kleine Gassen und beschauliche Bistros.

Fazit

Auch das neue Buch "Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen" des Autors Robert Bober überzeugt mit seinem lebendigen und einnehmenden Erzählstil. Die Geschichte des Holocaust wird geschickt in einen Roman verpackt und ist subtil immer gegenwärtig. Der Roman berührt zutiefst und ist auch eine kleine Hommage an die schöne Stadt Paris.

"Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen" von Robert Bober, erschienen am 29. August 2011 im Verlag Antje Kunstmann, gebunden, 256 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-88897-725-1

Die Autorin bedankt sich beim Verlag Antje Kunstmann für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Verlag Antje Kunstmann

Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Gabriele Pagenhardt von Mainberg

Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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