Werner - Eiskalt: Film von Rötger "Brösel" Feldmann im Kino

Werner - Eiskalt - Filmplakat - Constantin
Werner - Eiskalt - Filmplakat - Constantin
Die Kultfigur ist zurück! Im fünften "Werner"-Film geben sich Animationsszenen und Realszenen die Klinke in die Hand. Seit 23. Juni 2011 im Kino.

Im Jahr 1990 wurde die kultige Comicfigur Werner auf die Leinwand losgelassen. Werner-Erfinder Rötger Feldmann alias Brösel inszenierte selbst und spielte auch noch mit. 21 Jahre später gibt es jetzt am 23. Juni 2011 bereits den fünften Teil der Proll-Saga - doch der wirkt so antiquiert wie bisher keiner der Reihe.

"Werner - Eiskalt" - Die Handlung des Proll-Comic-Films von "Brösel"

Brösel (Rötger Feldmann) war früher mit Geld und Ruhm gesegnet, als er die Kultfigur Werner erschuf. Inzwischen ist er jedoch verarmt und keine Sau kennt ihn mehr. Da kommt ihm die Idee, ein neues Werner-Buch ins Leben zu rufen. Und nebenbei soll noch gleich ein Rennen gestartet werden. Gegner soll mal wieder sein Sandkastenfreund Holgi sein, mit der er schon früher durch die Straßen bretterte. "Werner - Eiskalt" kombiniert Animations- mit Realszenen und zeigt die Vorgeschichte des Prolls.

Werner - Die Kultfigur im fünften Spielfilm

Schon der fünfte Film der Reihe ist "Werner - Eiskalt". Begonnen hat alles im Jahr 1990 mit dem Erfolgsfilm "Werner - Beinhart!". Gar legendär ist die Eröffnungsszene mit spontanem, ungewollten - zumindest von allen außer Initiator Werner - Fußballspiel auf dem Marktplatz. Unterlegt mit dem Soundtrack von "Torfrock" avancierte der Film schnell zum Kult. Sechs Jahre musste der geneigte Fan warten, um im Jahr 1996 das Sequel "Werner - Das muss kesseln!!!" serviert zu bekommen. Drei Jahre später lieferten die Macher "Werner - Volles Rooäää!!!" (1999) ab, im Jahr 2003 dann den bisher letzten Teil, "Werner - Gekotzt wird später!". Dass Werner aber noch nicht zum alten Eisen gehört, wollte man jetzt beweisen. Die Zeit scheint ja geradezu perfekt hierfür zu sein, wenn man bedenkt, wie erfolgreiche Filme wie "Die Superbullen" mit Tom Gerhardt - unter gleichem Regisseur wie der Werner-Film - und "New Kids Turbo!" zurzeit sind. Doch der Schuss geht gewaltig nach hinten los: Selbstironisch sollte "Werner - Eiskalt" daher kommen, Werner und Erfinder Brösel schön auf die Schippe nehmen. Das gelingt aber nur bedingt. Wird im Film angedeutet, dass Werner nicht mehr zeitgemäß sei, die Kids heute eher auf Mangas abfahren - was immerhin in einer Traumsequenz sehr amüsant aufgegriffen wird - wird dem Zuschauer klar, dass die Kultfigur wohl tatsächlich keinen mehr vom Hocker reißt. Die mit schlechtem Timing dargestellten und synchronisierten Figuren wirken höchst antiquiert, kaum ein Gag kommt wirklich an, es wird höchstens alle paar Minuten mal gegöbelt - und die Realszenen sind so unglaublich schlecht gemacht und gespielt, dass es weh tut. Im Film stirbt Brösel - und der Film gleich mit. Während am Ende von "Werner - Eiskalt" die beiden Hauptfiguren - Werner und Brösel - jedoch irgendwie dann doch triumphieren, bleibt dies dem Zuschauer verwehrt, der den ganzen unlustigen Humbug durchgestanden hat.

Regisseur Gernot Roll drehte schon "Die Superbullen" und "Ballermann 6"

Gernot Roll, Regisseur von "Werner - Eiskalt" hat ein Faible für platten Klamauk. Zu seinen bekanntesten Komödien gehören die Tom-Gerhardt-Filme "Ballermann 6" (1997) und "Die Superbullen" (2011). Unter anderem inszenierte er auch den Heinz-Becker-Film "Tach Herr Dokter" (1999), die Kinderbuch-Verfilmung "Der Räuber Hotzenplotz" sowie den Mario-Barth-Film "Männersache". Eine viel größere Rolle als auf dem Regiestuhl nimmt Roll jedoch als Kameramann ein. Als einer der besten, bekanntesten und am häufigsten engagierten Kameramänner Deutschlands erhielt er für diese Arbeit bereits fünf Mal den Deutschen Filmpreis, filmte unter anderem bei "Nirgendwo in Afrika" (Oscar als bester fremdsprachiger Film 2002), "Der bewegte Mann", "Rossini", "Buddenbrooks" und den "Tatort".

"Brösel" - Rötger Feldmann ist der Vater von Werner

Werner-Erfinder Rötger Feldmann gab sich schon früh den Künstlernamen "Brösel", unter dem er im Jahr 1981 die Figur Werner erfand. Zunächst in Comics zu finden, schrieb Feldmann neun Jahre später das Drehbuch zum Kinofilm "Werner - Beinhart", der ein großer Erfolg mit 5,5 Millionen Kinobesuchern in Deutschland wurde. Es hagelte Merchandising-Artikel wie die ureigene Biermarke "Bölkstoff", die passende Musik von "Torfrock" und die Werner-Figur mit seiner ewig langen Nase auf allen möglichen Produkten. Rötger Feldmann schrieb auch die Bücher der folgenden vier Werner-Filme. Beim Skript von "Werner - Eiskalt" halfen ihm Thomas Platt ("Hausmeister Krause", "Asterix in Amerika") sowie Herman Weigel, der neben den Skripten für platte Komödien wie "Siegfried" auch die Bücher zu so berühmten dramatischen Filmen wie "Christiane F - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (1981) und "Die unendliche Geschichte" (1984) schrieb.

Fazit zur Kritik - "Werner - Eiskalt" von Rötger "Brösel" Feldmann

"Eiskalt" - einen besseren Titel hätte man sich kaum einfallen lassen können für den fünften Werner-Film. Eiskalt lässt einen der Streifen nämlich, teilweise gar mit ordentlich Schüttelfrost. Vollkommen überholt und antiquiert wirkt die prollige Kultfigur, der Film von vorne bis hinten wie vor zwanzig Jahren vergraben und nun ausgebuddelt. Was nicht heißen soll, dass der Film vor zwanzig Jahren lustig gewesen wäre. Wo "Werner - Beinhart" damals mit ordentlichen Schenkelklopfern aufwarten konnte, langweilt "Eiskalt" fast über die komplette Laufzeit. Keine Spannung, keine guten Gags. So tot wie Brösel und die Figur Werner im Film dargestellt werden, so sehr tötet "Werner - Eiskalt" die beiden hinsichtlich ihres Kultfaktors. Wer Werner mag, sollte den Film lieber meiden, wer ihn nicht mag, sowieso.

Filmangaben

Titel: "Werner - Eiskalt"

Verleih: Constantin

Land, Jahr: Deutschland, 2010

Genre: Animation, Komödie

Regie: Gernot Roll

Drehbuch: Rötger Feldmann, Thomas Platt, Herman Weigel

Sprecher, Darsteller: Rötger Feldmann, Richard Sammel, Jochen Nickel, Michael Lott, Justin Hahn, Leon Riedemann, Collin Hahn

Kinostart: 23. Juni 2011

Quellen

Internet Movie Database

Blickpunkt:Film

Constantin PresseServer

Offizielle Film-Website

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