
- Schauspieler Hape Kerkeling - Foto: Kraehahn
In der Nachfolgefrage für Thomas Gottschalk bleibt es weiter spannend. Bisher galt der beliebte Schauspieler, Komiker und Buchautor Hape Kerkeling als haushoher Favorit. Angeblich führt das ZDF bereits streng geheime Verhandlungen mit ihm. Gestern gingen jedoch überraschend Meldungen durch die Presse, nach denen Gottschalks Co-Moderatorin, die Schweizerin Michelle Hunziker, als Nachfolgerin für die TV-Show "Wetten, dass ...?" gehandelt wird. Ihr waren von Anfang an eher Außenseiterchancen eingeräumt worden. Wer wird demnächst Nachfolger von Gottschalk: Hape Kerkeling, Michelle Hunziker oder doch Jörg Pilawa? Hier lesen Sie einige Hintergrundinformationen.
Das Moderatorenkarussell dreht sich: Wer wird Gottschalks Nachfolger?
Noch vor kurzem galt der 46-jährige Hape Kerkeling als Wunschkandidat des ZDF für die Nachfolge von Thomas Gottschalk. Sicher scheint derzeit aber noch gar nichts zu sein. Denn seit dem letzten Wochenende ist auch die blonde Michelle Hunziker, bisher Co-Moderatorin von Gottschalk, in der Kandidatenliste einen Platz vorgerückt. Es sieht ganz danach aus, als ob sich das ZDF für den Fall einer Absage von Kerkeling rüstet. Da ist es nur allzu verständlich, dass gleich ein Ersatzkandidat beziehungsweise eine Kandidatin zur Stelle sein soll, falls die leibhaftige Verkörperung der Kunstfigur Horst Schlämmer einen Rückzieher machen sollte.
Bisher unbestätigten Gerüchten zufolge ist auch angedacht, dass zukünftig bei der beliebten TV-Show "Wetten, dass ...?" wechselnde Moderatoren auftreten könnten. Als solche kämen zum Beispiel die Entertainerin Barbara Schöneberger, Comedian Anke Engelke, Moderator Jörg Pilawa und Schauspieler Michael "Bully" Herbig in Frage. Mit von der Partie könnte dann auch wieder Thomas Gottschalk sein, allerdings unter der Voraussetzung, dass er seinem Haussender ZDF treu bleibt. In früheren Interviews hatte der blonde Publikumsliebling angegeben, er werde in keinem Fall zu einem Privatsender wechseln, sondern sehe seine Zukunft klar bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Derzeit führt Gottschalk sowohl mit dem ZDF als auch mit dem Konkurrenzsender ARD Verhandlungen über neue Formate. Dass er den deutschen TV-Zuschauern - in welcher Rolle auch immer - erhalten bleiben wird, gilt als sicher.
Thomas Bellut, Programmdirektor des ZDF, wollte sich zu den neuen Spekulationen nicht äußern. Er hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach erklärt, dass über die Nachfolge von Thomas Gottschalk erst im Herbst 2011 entschieden werden soll. Glaubt man seinen Aussagen, dann ist derzeit noch alles offen. Dass hinter den Kulissen eifrig an der Nachfolgefrage gebastelt wird, ist aber klar.
Thomas Gottschalk auf der Suche nach neuen Herausforderungen
Der inzwischen 61-jährige Gottschalk scheint die Nachfolgefrage gelassen zu nehmen. Er beschäftigt sich lieber mit anderen Themen. So moderierte er am 8. Juli 2011 bei den Münchner Opernfestspielen mit großem Erfolg die Open-Air-Übertragung von Ludwig van Beethovens "Fidelio". Fast könnte man meinen, dass er sich nach knapp 25 Jahren "Wetten, dass ...?" nach neuen Herausforderungen sehnt. Nach dem schweren Unfalls seines Wettkandidaten Samuel Koch in der Show am 4. Dezember 2010 hatte Gottschalk überraschend seinen Rückzug als Moderator angekündigt. Der 23-jährige Samuel war in der Live-Sendung so schwer gestürzt, dass er seitdem vom Hals abwärts gelähmt ist. Er wird noch immer in einer Schweizer Spezialklinik behandelt. Sein Gesundheitszustand hat sich inzwischen leicht gebessert. Er ist jedoch nach wie vor auf den Rollstuhl und ständige Pflege angewiesen.
Quelle: welt.de
