Wetter Mai-Juni 2012: Die Eisheiligen und die Schafskälte

Die Eisheiligen sind auch 2012 kalte Gesellen - K.Aldenhoff
Die Eisheiligen sind auch 2012 kalte Gesellen - K.Aldenhoff
Die Eisheiligen im Mai und die Schafskälte im Juni treffen statistisch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein. Erstaunlich, wie oft die Bauernregeln stimmen.

Im Jahr 2012 soll das Wetter vom 11. Bis 15. Mai von den Eisheiligen bestimmt werden, bevor um den 11. Juni herum - statistisch gesehen - mit großer Wahrscheinlichkeit die „Schafskälte“ eintritt. Laut Statistik bietet der Bauernkalender immer wieder eine gute Wetterprognose. Viele fragen sich: Wie kommt es, dass die Bauernregeln so häufig zutreffen - bis hin zur Aussicht auf einen wunderbaren Altweibersommer im September?

Die Eisheiligen - frostige Gesellen mit unangenehm kalten Temperaturen

„Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“, sagen die altbewährten Bauernregeln, und die genaue Zeit wird auch benannt, wann mit den kalten Gesellen zu rechnen sein soll: „Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai“. Das wäre 2012 vom 11. bis 15. Mai. Mit den kalten Burschen ist die Wahrscheinlichkeit von unangenehm kalten Temperaturen aber noch nicht vorbei: „Zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie“, heißt es in Süddeutschland. Auch wenn es für einen schönen Skitag nicht reichen wird - in diesen letzten Kälteperiode Mitte Mai droht immer noch Nachtfrost mit der Gefahr, dass frisch gekeimte Pflanzen über Nacht erfrieren. Gut zu wissen also für Landwirte und Gärtner, wann genau mit den frostigen Gesellen zu rechnen ist. Nach den Bauernregeln wird nach den lauen Frühlingstemperaturen und dem wunderbar milden Frühlingsbeginn im Rheinland sowie nach den schönen, wenn auch kühlen Ostertagen das letzte Aufbäumen des Winters, der voraussichtliche Temperatursturz 2012 für den 12. Bis 15. Mai vorhergesagt.

Gärtner aufgepasst: Vor dem Pflanzen erst die „Eisheiligen“ abwarten!

Erst wenn die "Eisheiligen" Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei sind, stellen erfahrene Gärtner die Balkonpflanzen heraus und warten mit dem Aussäen empfindlicher Sommerblumen so lange, bis die Gefahr des nächtlichen Kälteschocks vorbei ist. Langzeitbeobachtungen des Wetters zeigen, dass tatsächlich Mitte bis Ende Mai die letzen Temperaturstürze auftreten. Wenn die Prognosen der Eisheiligen aus dem Bauernkalender tatsächlich eintreffen, sollte auch 2012 Mitte Mai mit den Auswirkungen der Eisheiligen gerechnet werden. Wer ganz sicher gehen will, wartet mit den gärtnerischen Tätigkeiten auch noch die „kalte Sophie“ am 15. Mai ab: „Pflanze nie vor der Kalten Sophie“, so die Bauernregeln: „Oft hat Sophie Frost gebracht und manche Pflanze totgemacht“. Danach soll es nach der Prognose eher regnerisch werden, leider auch um Pfingsten herum. Wer zur Zeit des Frühjahrsputzes mit Schnupfen und Heiserkeit zu kämpfen hat, hält sich am besten an gute bewährte Hausmittel.

Bauernregeln: Die „Schafskälte“ soll 2012 um den 11. Juni herum eintreten

Mit den Eisheiligen ist die Gefahr unangenehm kalter Temperaturen aber noch nicht vorbei. Im Juni droht nach den Bauernregeln noch die sogenannte „Schafskälte“. Auch 2012 wird um den 11. Juni herum ein Witterungsregelfall erwartet, der statistisch gesehen mit 89 Prozent eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat, tatsächlich einzutreffen. Bei der „Schafskälte“ handelt es sich um sehr kühle, wechselhafte und oft auch feuchte, regenreiche Tage, die nach der ersten sommerlich warmen Wetterperiode noch vor Mitte Juni zu erwarten sind. Der Name "Schafskälte" erinnert an die frisch geschorenen Schafe, denen ein extremer Temperatursturz im Juni sogar gefährlich werden kann. Wer die Wärme liebt, plant also vielleicht gerade in dieser Zeit einen schönen Urlaub mit einem sonnigen Reiseziel - wenn man nicht schon für den stürmischen Oktober 2012 oder den Kälteeinbruch im November gebucht hat. Ansonsten lockt auch ein Shopping-Kurztrip nach Prag.

Das Geheimnis der Bauernregeln macht sich 2012 im Garten bezahlt

Auch wenn die Bauernregeln nicht immer eintreffen, halten sich immer noch viele vorsichtshalber an die althergebrachten Prognosen nach dem Motto: Sicher ist sicher, was sich bei der Kältewelle im Februar wieder gezeigt hat. Da die Prognosen doch häufig stimmen, erfreuen sie sich hoher Beliebtheit und wer sich danach richtet, hat schon manches Pflänzchen in seinem Garten halten können – Frühblüher wie Schneeglöckchen, die Zauberblume Himmelsschlüsselchen, Elfenkrokus und Winterling - gerade in der zarten Zeit des ersten Frühlings.

Quelle: Bauernregeln.net

Dreharbeiten in San Francisco, K.Aldenhoff

Kerstin Aldenhoff - Meine Hauptthemen als Fernsehautorin für ARD und ZDF sind Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Filmemacherin bin ich weltweit ...

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