Wie Designer 2012 junge Mode und Naturschutz vereinen

Schulkleidung - hessnatur
Schulkleidung - hessnatur
Markenhersteller machen textile Ketten und Handel transparent. Umweltschutzorganisationen, wie die EPEA, zertifizieren Shirts im „Cradle to Cradle" Design.

Frech kommt sie daher, die Mode im Jahr 2010. Jung und im frischen Designerlook, aus ökologischen Materialien hergestellt. Von der Babykollektion, über bunte Kinderkleidung, im Farben- und Materialmix, bis zur Damen und Herren Mode. Für alle Gelegenheiten und alle Jahreszeiten ist etwas dabei. Bisher schien es so, als sei eine Kleidung, die den ökologischen Richtlinien entspricht schwerlich modisch aktuell. Der Gegenbeweis wurde angetreten. Die Firma „hessnatur“ holte sich den Designer Miguel Adrover ins Haus, das Unternehmen „TRIGEMA“ führte das ökologische „Cradle to Cradle Design“ „von der Wiege bis zur Wiege“ Verfahren, ein.

So funktioniert das „Cradle to Cradle” Verfahren

Das „Cradle to Cradle Design“-Konzept orientiert sich an der verschwenderischen Natur, die keinen Abfall kennt. Sie setzt, die richtigen Materialien, ökologisch folgerichtig, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, ein. Dieses Prinzip, das aus einer überschwänglichen Produktionsfreude schöpft, kann auch in den Produktabläufen der Industrie angewendet werden. „Cradle to Cradle“-Produkte bleiben, nach der Nutzung, wertvolle Ressourcen und werden zur Herstellung neuer Produkte verwendet.

Kleidung als Verbrauchs oder Gebrauchsgüter

Das „Cradle to Cradle Design“ unterscheidet, auch in der Mode, zwischen zwei Produktgruppen, die Verbrauchs- und die Gebrauchsgüter.

Verbrauchsgüter sind so angelegt, dass sie in einen biologischen Kreislauf übergehen können, ohne ihn zu stören. Im Gegenteil, sie zersetzen sich zu biologischen Nährstoffen und können biologische Systeme, wie zum Beispiel das Wachstum von Pflanzen in der Landwirtschaft, fördern.

Gebrauchsgüter sind Produkte, die eine Dienstleistung erbringen. Sie werden so gestaltet, dass sie, nach Erfüllung ihrer Funktion, zu „technischen Nährstoffen“ zerlegt werden können. Dem Benutzer wird letztendlich nur die Dienstleistung, zur Verfügung gestellt, beziehungsweise verkauft. Die Materialien bleiben Eigentum des Herstellers, der sie über Rücknahme- und Recyclingsysteme weiter im technischen Kreislauf hält.

Kunden können einerseits Kleidung kaufen die kompostierbar ist oder solche, deren Materialien sich wieder verwenden lassen. Beide Wege sind, ökologisch gesehen, gangbar.

Wie Textilien mit ökologischem Hintergrund in die Welt kamen

Die erste Mode aus ökologisch einwandfreier Ware wurde in Deutschland 1976 durch die Gründer der Firma „hessnatur“, Dorothea und Heinz Hess verkauft. Die ersten Produkte entstanden für ihr eigenes Kind Michael. Weil die Nachfrage stieg, produzierten und verkauften sie auch für andere Babys und Kleinkinder. Heute, im Jahr 2010 ist die Mode die ökologisch unbedenklich ist, in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Verbraucher freuen sich über gesundheitlich unbedenkliche Kleidung für Damen und Herren, von namhaften Designern entworfen, die auch im Ein- und Verkauf ethischen Gesichtspunkten stand halten.

Zwei starke Partner für die Umwelt die EPEA und Modehäuser die Naturmode anbieten

Die Firma „hessnatur“ verkauft Mode, die die Produktkette transparent macht, dafür sorgt dass diese ökologischen Erfoprdernissen entspricht, den fairen Handel in den Herkunftsländern unterstützt. Jeweils eine Kollektion für das Jahr 2011 entwarf der Chefdesigner Miguel Adrover und die in New-York lebenden Designerinnen Eviana Hartman und Clodagh..Die Firma „TRIGEMA“, in Burladingen, auf der Schwäbischen Alb, produziert vom Garn bis zum Produkt im „Cradle to Cradle Design“. Wie der Firmenchef Wolfgang Grupp erklärt, sei es für „TRIGEMA“ selbstverständlich, ökologische Qualität nach den Kriterien der EPEA, in Deutschland zu produzieren und so auch der sozialen Verantwortung nachzukommen. In dem Zusammenhang ist auch der Artikel: "Schulkleidung als verbindlicher Dresscode für Lehrer und Schüler" interessant.

Was ist die EPEA?

Das wissenschaftliche Institut EPEA in Hamburg und die Internationale Umweltforschung arbeiten zusammen. Sie entwickelten, unter der Leitung von Professor Michael Braungart, das „Cradle to Cradle Design“ .und setzten es mit der Firma „TRIGEMA“ um. Sie entwickelten kompostierbare, Textilien, aus biologisch kreislauffähigen Materialien die für Nutzer gesund und für die Umwelt förderlich sind. Das EPEA Network steht fur Network of Environmental Protection Agencies. Es ist ein informelles Netzwerk der nationalen Umweltagenturen Europas, auf Leitungsebene.

Welche Kriterien muss eine Firma erfüllen um den Ökostandard zu erhalten?

Um als ökologisch produzierende Firma anerkannt zu werden, muss diese nachhaltig produzieren. Das heißt wertvolle Ressourcen und Rohstoffe so einsetzen, dass die Umwelt geschont wird und das Produkt zum Wohl der Menschen entsteht. Zum Umweltschutz gehört, die Verarbeitung von Materialien, welche nach ihrem Gebrauch als biologische Nährstoffe dienen. Die Produktion muss, damit die Klimaschutzbedingungen erfüllt werden, geringste CO²-Belastungen haben und ausschließlich in Deutschland produzieren. Die Produkte müssen besonders hautfreundlich und für Allergiker geeignet sein, beste tragephysiologische Eigenschaften haben, strapazierfähig sein, die beste Wasch-und Lichtechtheit haben und für Mensch und Umwelt unschädlich sein.

Eine Liste von Designern, die ökologisch wertvolle Mode kreieren.

Quelle: Wolfgang Grupp, TRIGEMA, hessnatur, EPEA,Hamburg

Online-Redakteurin, Gerlinde Ahrend, Gerlinde Ahrend

Gerlinde Ahrend - Ich bin Journalistin, Online-Redakteurin und Autorin, mit eigenem Journalistenbüro In der Vorbereitung meiner Ausbildung zur ...

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