Wie ein Ideenwettbewerb Krefeld verschönern soll

Die drei besten Ideen der Imagekampagne "Krefeld – Schön hier"

So leer könnten künftige Krefelder Straßen sein - maximilian mensing
So leer könnten künftige Krefelder Straßen sein - maximilian mensing
"Krefeld - Schön hier" sollen nicht nur mehr Besucher der Stadt, sondern auch ihre Anwohner sagen. Um das zu ermöglichen startete man einen Ideenwettbewerb.

Wie kann ich meine Stadt verschönern? Diese Frage stellten sich in den letzten Monaten Hunderte von Krefeldern, die sich am Wettbewerb "Krefeld - Schön hier" beteiligten. Die Stadt möchte ihr Image verbessern und bat deshalb ihre Bürger um Mithilfe. Mit überwältigender Resonanz.

Über 200 Ideen kamen von den Krefeldern. Daraus wählte die Jury 98 Entwürfe aus, die sie für umsetzbar hielt. Nach langen Diskussionen und vielen Kommentaren im Internetforum entschied man sich für drei Vorschläge, die nun zur Abstimmung im Internet bereit stehen. Bis Ende Februar dürfen nun alle gemeinsam entscheiden, wie ihre Stadt noch attraktiver werden soll. Für die Umsetzung der Gewinneridee stehen 60.000 Euro zur Verfügung.

Generationenspielplatz soll Alt und Jung fit halten

Um die Bürger der Stadt ein bisschen auf Trab zu bringen und die Generationen näher zusammen zu bringen, hatte Frau Kuhn die Idee eines Generationenspielplatzes. Und sie war mit ihrem Vorschlag nicht allein, denn auch der Verein für betagte Bürger schlug diese Möglichkeit vor.

Darunter vorstellen kann man sich einen Outdoorfitness- und Spielplatz in einem. Während die Kinder an den Klettergerüsten toben können, ist es den Großeltern möglich ihren Ausflug mit den Enkeln mit ein paar kleine Sportübungen zu verbinden. Neben Spielgeräten für die Kleinen, gibt es deswegen bereits in anderen Ländern erprobte und bewährte Fitnessgeräte für draußen.

Sinn dieses Vorschlags ist es nicht nur die Mobilität und Gesundheit älterer Menschen in Krefeld zu stärken, sondern auch die Altersklassen Jung und Alt mehr mit einander zu verbinden. Natürlich können die Sportgeräte nicht nur von Senioren, sondern von allen Bürgern der Stadt benutzt werden. Hauptziel ist es aber vor allem Rentner und sportlich weniger Aktive zu mehr Bewegung zu bringen.

Büchertürme in der ganz Krefeld verteilt

Eine simplere Idee kam Frau Reuter, die sich ein Beispiel an Bonn nahm. Dort stehen nämlich überall in der Stadt verstreut Büchertürme herum. Sozusagen ein öffentlicher Buchladen für Jeden zugänglich, einfach und kostenlos nutzbar.

Der Entwurf sieht vor, in Krefeld verteilt Säulen mit Verglasung aufzubauen, in denen sich drei oder vier Regalbretter befinden. Sie sollen einfach zu öffnen und somit für alle Menschen in Krefeld zu benutzen sein. Egal, ob man ein Buch lesen, ausleihen oder abgeben möchte – von Büchertürmen könnten alle profitieren.

Der Hintergrund der Idee ist den Bürgern mehr Bildung zu ermöglichen. Gerade ärmere Menschen hätten so die Möglichkeit kostenfrei und ungebunden ein Buch zu lesen. Leseratten hingegen mit zu vielen Büchern, könnten so unkompliziert ihren Schrank ein bisschen erleichtern und andere damit bereichern.

"Summer Street" – Ein autofreier Tag für Krefeld

Auch Herr Kraus ließ sich von anderen Städten inspirieren – nämlich von den Weltmetropolen New York und Paris. Denn diese veranstalten schon seit Langem unter dem Slogan "Summer Street" erfolgreich einen autofreien Tag. Und durch die geringfügige Investition könnte man das Gewinner-Budget sogar für mehrere solcher Events aufteilen.

Den Bürgern ein bisschen mehr von ihrer Stadt geben, indem man Straßen zeitweise sperrt und diese den Krefeldern überlässt, ist die Idee, die dahinter steckt. So könnte man den autofreien Raum für besondere Veranstaltungen oder Feste nutzen, Kinder ruhigen Gewissens dort toben lassen oder einfach ungefährlich eine Runde Joggen gehen.

Das Ziel was hinter dem Motto "Sonntags gehört die Straße den Menschen" steckt, ist hauptsächlich mehr Lebensqualität. Darüber hinaus ist es aber auch ökologisch gesehen eine wertvolle Idee, denn jeder Tag ohne Abgase kommt natürlich auch der Natur zu Gute. Und so hätten nicht nur die Bürger von Krefeld etwas davon, sondern auch die Umwelt.

Abstimmen für die beste Verschönerungsidee

Nachdem die Jury zwischen den über Hundert Vorschlägen vom Anfang die drei Finalisten bestimmt hat, kann sie nun endlich ihre Entscheidung abgeben. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Bürger ihren Favoriten wählen.

Womit soll die Stadt verschönert werden: Bücherturm, Generationsspielplatz oder Summer Street? Welche der drei Top-Ideen wird wohl das Rennen machen und am Ende Krefeld bereichern? Abstimmen kann man noch bis 28. Februar auf der Internetseite der Imagekampagne oder aber auch per Post ans Stadtmarketing im Rathaus. Die Entscheidung wird dann Anfang März bekannt gegeben und in den darauffolgenden Monaten umgesetzt. Es bleibt also weiter spannend, was wir bald in Krefeld bewundern dürfen.

Martina Zirnstein, Martina Zirnstein

Martina Zirnstein - Ich wurde 1989 in Berlin-Friedrichshain geboren und habe die Hauptstadt auch seitdem nicht mehr verlassen. Zumindest nicht im Sinne von ...

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