Wie Funktionen in Excel bei zahlreichen Problemen helfen können

Funktion MAX in Excel-Hilfe - Christopher Olbertz
Funktion MAX in Excel-Hilfe - Christopher Olbertz
Funktionen ersparen Ihnen die Eingabe komplexer Formeln. Lernen Sie, wie Funktionen eingesetzt werden und was Sie bei ihrer Verwendung beachten müssen.

Funktionen sind vorgefertigte Formeln, die Ihnen bei besonders komplexen Problemen helfen können. So können Sie schnell bestimmte Standardberechnungen durchführen, ohne komplizierte Formeln von Hand eingeben zu müssen. Excel stellt ungefähr 70 Funktionen zur Verfügung, die Sie in Ihren Tabellenblättern verwenden können.

Aufbau einer Funktion

Eine Funktion besteht aus bestimmten Bestandteilen, welche durch die Syntax festgelegt werden. Sie müssen sich auf jeden Fall an die Syntax der Funktionen halten, die Sie verwenden. Die allgemeine Syntax sieht folgendermaßen aus:

FUNKTIONSNAME(Argument 1; Argument 2; ...; Argument n)

Eine Funktion besitzt immer einen eindeutigen Namen, der auch ihr Ergebnis beschreibt. Die Funktion MITTELWERT berechnet den Durchschnitt, die Funktion SUMME berechnet die Summe.

Argumente sind Informationen, welche die Funktion benötigt, um ihre Aufgabe duchzuführen. Bei diesen Informationen kann es sich um Zahlen oder um Texte handeln. Die Argumente können auch aus anderen Zellen oder Zellbereichen stammen.

So erwartet die Funktion MAX, welche das Maximum einer Menge an Zahlen ermittelt, mindestens zwei Zahlen oder einen Zellbereich mit Zahlen. Argumente werden immer in runde Klammern hinter den Funktionsnamen geschrieben; mehrere Argumente werden durch Semikolon voneinander getrennt. Es gibt Funktionen, die keine Argumente erwarten. In diesem Fall müssen Sie dennoch die leeren runden Klammern schreiben, wie z.B. bei der Funktion HEUTE() im Beispiel unten.

Wie kann man die Syntax einer Funktion herausfinden?

Sie können den Namen der Funktion in der Excel-Hilfe eingeben und die Funktionsweise sowie die Syntax nachlesen. Bild 1 zeigt als Beispiel die Hilfeseite der bereits erwähnte Funktion MAX. Hier finden Sie ausführliche Informationen und immer mindestens ein Anwendungsbeispiel.

Natürlich kann es auch geschehen, dass Sie zwar wissen, was Sie berechnen wollen, aber den Namen der Funktion nicht kennen. In diesem Fall sollten Sie den Funktionsassistenten verwenden. Im Register "Start" im Bereich "Bearbeiten" sehen Sie das Summensymbol. Wenn Sie auf den kleinen Pfeil klicken und dann "Weitere Funktionen" auswählen, öffnet sich der Funktionsassistent (Bild 3).

Die Funktionen sind in Kategorien sortiert. Sie können eine Funktion auswählen und anschließend werden die Funktionen in der gewählten Kategorie angezeigt. Wenn Sie eine Funktion angeklickt haben, sehen Sie unter der Funktionsliste die Syntax der Funktion und eine kurze Erklärung, die natürlich lange nicht so ausführlich ist wie in der Hilfe.

Eingabe von Funktionen

Funktionen werden in Formeln eingesetzt. Wie bei jeder anderen Formel müssen Sie auch die Formeln, die Funktionen enthalten, mit einem Gleichheitszeichen einleiten. Excel bietet AutoVervollständigen an: Geben Sie den ersten Buchstaben der Funktion ein und Excel zeigt alle möglichen Funktionen an. Sie können die Anzeige einschränken, indem Sie weitere Buchstaben eingeben. Mit den Pfeiltasten können Sie die Markierung nach oben oder unten bewegen und eine Funktion auswählen. Eine Informationsbox zeigt kurze Informationen an. Drücken Sie die Tab-Taste und Excel trägt den ausgewählten Funktionsnamen ein.

Beispiele

In Bild 4 sehen Sie einige Beispiele für einfache Funktionen. In Spalte A stehen die Zahlen, mit denen die Funktionen ihre Berechnungen durchführen. In Spalte B sehen Sie das Ergebnis der Berechnung, in Spalte C die Formel ohne das Gleichheitszeichen, damit sie als Text sichtbar für Sie angezeigt wird, und in Spalte D eine kurze Erklärung, was die Formel berechnet.

Verschachtelte Funktionen

Sie können Funktionen ineinander verschachteln, also Funktionen in Funktionen aufrufen. Das bedeutet, dass das Berechnungsergebnis einer Funktion ein Argument einer anderen Funktion ist. Dabei wird die innere Funktion zuerst ausgewertet. Achten Sie dabei auf korrekte Klammerung. Sehen Sie sich dazu das Beispiel in Bild 5 an.

Das Beispiel enthält diese Formel: =SUMME(MAX(A1:A8); MIN(A1:A8)) Im Folgenden sehen Sie, in welchen drei Schritten die Funktion ausgewertet wird, und wie die Funktion jeweils nach der Auswertung aussieht.

  1. Berechnung des Maximums: =SUMME(54; MAX(A1:A8))
  2. Berechnung des Minimums: = SUMME(54; 1)
  3. Berechnung der Summe: =55

Diese Schritte bekommen Sie als Benutzer natürlich nicht zu sehen. Aber das Prinzip sollten Sie verstehen, damit Sie syntaktisch korrekte und von Excel auswertbare Formeln erstellen können. Denken Sie immer daran, dass die inneren Funktionen zuerst ausgewertet werden. Deren Ergebnis wird anschließend als Parameter für die äußere Funktion verwendet.

Christopher Olbertz - Ich heiße Christopher Olbertz und komme aus dem Saarland. Nach dem Abitur im Jahr 2000 und meinem Wehrdienst startete ich eine ...

rss