Wie gesund ist Fleisch?

Nährstoffgehalt, Mineralstoffe und Vitamine in Schnitzel und Pute

Rinderfilet - pixelio/Paul-Georg Meister
Rinderfilet - pixelio/Paul-Georg Meister
Fleisch und Wurst sind beliebte Lebensmittel, doch sind sie überhaupt gesund? Wie viel und welche Sorte sollte man bevorzugen? Welche Nährstoffe und Vitamine sind drin?

Fleisch gehört zu einem der beliebtesten Lebensmittel in Deutschland. Ob Bratwurst, Schweinebraten oder Salami, Fleisch ist vielseitig und kann auf verschiedene Arten zubereitet werden. Ungefähr 60 kg davon verschlingt der Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Doch wie gesund ist Fleisch eigentlich?

Unter der Lupe - Nährstoffgehalt

Fleisch ist einer der bedeuteten Eiweißlieferanten der Ernährung und liefert mit rund 20% einen großen Anteil. Auch die biologische Wertigkeit ist nicht zu verachten und liegt bei ca. 87 %. Vegetarier brauchen aber keine Angst zu haben, in Milch, Käse und Getreide ist ebenfalls viel Eiweiß enthalten. Das Fleischeiweiß lässt sich grob in zwei Kategorien einteilen.

  • Das Muskelfleisch: Albumin, Globuline, Myoglobin
  • Das Bindegewebseiweiß: Kollagen und Elastin

Der Fettanteil ist je nach Fleischsorte und Fleischteilstück unterschiedlich.

Schweinefleisch:

  • Magers Fleisch mit ca. 2 % Fett: Filet, Schnitzel
  • Mittelfettes Fleisch mit ca. 6-12 % Fett: Hals, Vorderhaxe
  • Fettes Fleisch mit über 16 % Fett: Dicke Rippe, Bauchfleisch

Rindfleisch hat einen Fettgehalt von ca. 8,5 %, das Filet kann sogar nur bis zu 5 % Fett enthalten und ist damit sehr mager und gesund.

Beim Geflügel ist der Fettgehalt stark von der Sorte abhängig und es spielt eine große Rolle, ob es mit Haut oder ohne verzehrt wird.

Mit Haut:

  • Ente: 17 % Fett
  • Gans: 31 % Fett
  • Huhn: 9,6 % Fett

Ohne Haut haben Pute und Hähnchen nur ca. 1 % Fett.

Was den Cholesteringehalt angeht, liegt Fleisch durchschnittlich zwischen 50 und 85 mg/100g. Höhere Cholesterinwerte findet man bei Innereien, z.B. der Leber mit 346 mg /100g. Auch Die Haut von Geflügel ist sehr cholesterinreich.

Vitamine und Mineralstoffe

Hauptmineralstoff ist das Eisen. Kein Lebensmittel ist besser geeignet, um den Eisenbedarf zu decken, da Fleisch nicht nur reich an dem Mineralstoff ist, sondern tierisches Eisen sogar besser resorbiert werden kann als pflanzliches. Will man die Eisenaufnahme zusätzlich unterstützen, empfiehlt es sich, Vitamin C-haltige Lebensmittel dazu zu essen. Gut geeignet wären z.B. ein Glas Orangensaft oder Kartoffeln. Besonders reich an Eisen sind übrigens rote Fleischsorten, wie Rind.

Unter den Vitaminen findet man vor allem Vitamin B12. Dies ist ein Vitamin, das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Rund 2 µg sind in 100g Fleisch enthalten und decken so 23 % des täglichen Bedarfs ab. Vitamin B1 ist besonders in Schweinefleisch zu finden und deckt pro 100 g ca. 50 % des Bedarfs. Weitere Vitamine sind B6, A, D und K.

Wie oft, wie viel und was?

Generell gilt: Fleisch und Wurstwaren nicht täglich verzehren.

Zwei- bis dreimal die Woche reicht ein Fleischgericht völlig aus. Für die anderen Tage lassen sich leckere Gerichte auch ohne Fleisch zubereiten. Fisch, Ei oder vegetarische Gerichte sind ideale Alternativen. Insgesamt sollten maximal 600 g Fleisch einschließlich Wurst pro Woche auf den Tisch kommen. Dabei gilt es, die fettärmeren Varianten, wie Filet, Schnitzel oder Hähnchen- und Putenbrust zu bevorzugen.

Fazit

Fleisch ist ein gesundes Lebensmittel und liefert viel Protein, Eisen und Vitamine. Wer kein Fleisch mag, braucht sich aber keine Sorgen zu machen, da Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Milch den Bedarf auch decken können. Wichtig ist die Auswahl des Teilstückes. Wählen Sie lieber magere Stücke und bereiten diese fettarm zu.

Nadine Schwan, Nadine Schwan

Nadine Schwan - Als staatlich geprüfte Diätassistentin bin ich bestens informiert über alle Themen die mit Ernährung, Kochen und ...

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