Gerade zur Buchmesse, wo sich viele Leseratten aber ebenso viele Schreibwütige zusammenfinden, häufen sich bei letzterer Gruppe die Fragen nach den Möglichkeiten der Veröffentlichung des eigenen Werkes.

Druck und Marktpräsenz des eigenen Buches

Viele noch unbekannte Autoren tummeln sich in unserer Gesellschaft. Dabei ist es oft für diese nicht das Problem, dass ihre geistigen Ergüsse qualitativ schlecht sind, sondern hier spielen ganz einfach die Kosten eine enorm große Rolle. Aber auch Verlage gehen nicht unbedingt fair mit noch unbekannten Autoren um.

Für viele Schriftsteller ist es eine schier unlösbare Aufgabe von einem Verlag angenommen zu werden. Manuskripte verschwinden, verstauben oder werden ungelesen in den Müll geworfen oder gar mit einer Ablehnung zurückgeschickt, ohne dass das Werk jemals gelesen wurde. Das bringt bei dem jungen Autor oft Zweifel an seiner Meisterschaft hervor. Dabei findet man im Internet eine große Anzahl von Alternativen. Einige sollen hier einmal vorgestellt werden. Das bedeutet dennoch nicht, dass der einzelne Autor auch noch eine andere für ihn günstigere Variante im Netz findet.

Verein zur Förderung von Literatur e.V.

Der Verein zur Förderung von Literatur, auch 42er Autoren genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, wie der Name schon sagt, Literatur zu fördern. In einem Versuch hat der Verein festgestellt, dass es bei den Verlagen nicht immer um Qualität der Bücher geht, sondern dass es vielmehr ein Zufall ist, wenn man veröffentlicht wird. Auf der Internetseite des Vereins kann dieser Versuch nachgelesen werden.

Für junge noch unerfahrene Autoren bietet der Verein professionelle Unterstützung in der Textbegleitung, dem Lektorat und durch Wokshops an. Die 42er Autoren organisieren Kontakte zu Agenturen, Lektoren und Verlagen für den Jungautor. Nicht zu vergessen soll hier werden, dass dieser Verein auch Lesungen für neu auf den Markt gekommene Autoren organisiert.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der oben erwähnten Unterstützung ist eine ordentliche Mitgliedschaft, für die man im Jahr 36 Euro bezahlt. Jedes Jahr verleiht der Verein den Putlitzer Preis für herausragende Kurzgeschichten. Der Preis darf aber nicht verwechselt werden mit dem Pulitzer Preis. Viele Angebote des Forums, etwa wöchentliche Textbesprechungen oder aktuelle Diskussionen zur Literaturbetrachtung, sind auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

Ich-mach-was-mit-Büchern

Diese Internetseite, die schon in ihrem Namen ihr Anliegen darstellt, wendet sich an jene, die etwas mit Büchern machen. Dabei reicht das Spektrum von hilfreichen Tipps bei eigener Veröffentlichung über Betreuung bei der Erstellung eines Werkes bis hin zu Informationen über die Varianten der Selbstveröffentlichung.

Selbstveröffentlichung von Büchern

Eine der immer beliebteren Formen, das eigene Buch einer Leserschaft zur Verfügung zu stellen, ist die Selbstveröffentlichung. Im Zeitalter der digitalen Medien stellt das für Profis kein Hindernis mehr dar. Eine Unzahl von Möglichkeiten stehen Autoren zur Verfügung um ihr eigenes Werk an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Kosten, die hierbei entstehen, sind um ein Vielfaches geringer als die, die Agenturen oder Verlage verlangen. Der Autor selbst bestimmt, wie sein Werk auf den Markt kommt und kann dabei noch lernen, wie er sein Buch dann effizient vermarktet.

Kindle Store

Das bisher für Schriftsteller günstigste Angebot ist bei Amazon zu finden. Hier können Literaturschaffende ihr Werk online Lesern zur Verfügung stellen. Kindle Store ermöglicht eine relativ einfache Registrierung des Autors. Um jedoch das Buch veröffentlichen zu können und auch bei der Registrierung benötigt man schon gute Englischkenntnisse. Man kann sagen, die Kenntnisse müssen verhandlungssicher sein. Jedoch ist es erstaunlich, dass der Autor die Sprache, in der sein Buch erscheinen soll, selbst wählen kann. Somit ist das Buch auch für deutschsprachige Leser dann verfügbar.

Man sieht also bei genauer Betrachtung, dass im heutigen Zeitalter die herkömmlichen Veröffentlichungsmöglichkeiten durch für Autoren preiswertere ersetzt werden. Das führt auch für den Leser dazu, dass er eine größere Auswahl an Lesestoff bekommt. Im Gegenzug bedeutet das für Autoren, dass auch sie in der Qualität ihrer Werke gefordert werden. Nicht zuletzt bringen die Varianten der Selbstveröffentlichung die Verlage und Agenturen zwingend dazu, ihre bisherige Vorgehensweise über kurz oder lang zu ändern um auch bisher unbekannten Autoren den Weg in die Buchhandlungen zu ebnen.