
- Weihnachtsbaum im Nadelkleid - auch nach dem Fest. - Kuchenbecker
Jährlich zieren gut 26 Millionen Tannen und Fichten die deutschen Wohnzimmer. Der Baumkauf wird mittlerweile schon fast zelebriert, besonders im ländlichen Bereich locken Forstbetriebe, Gutsverwaltungen und sogar Tannenbaumhöfe zum Event, dem Tannenbaumschlagen und -sägen. Aber auch beim Straßenverkauf finden Nordmanntanne und Fichte ein Zuhause auf Zeit.
Es ist gar nicht so einfach, den richtigen Baum zu finden. Mal ist er zu groß, zu klein, zu buschig oder zu mager – zu krumm oder einfach nur nicht hübsch genug. Auch die Frische spielt beim Tannenbaumkauf eine wichtige Rolle: Je frischer, desto besser.
Der Christbaum ist frisch, wenn er harzt und die Schnittstelle hell ist
Die Schnittstelle des Baumes ist ein untrügliches Merkmal und verrät seine Frische. Je heller die Fläche, desto frischer ist der Baum. Frisch geschlagene Bäume harzen zudem. Wer also mit der Hand die Nadeln greift und Harz an den Fingern spürt, kann sich sicher sein, dass der Baum erst kürzlich geschlagen wurde.
Transport: Weihnachtsbäume gehören auf den Dachgepäckträger
Der Baum ist ausgesucht und soll nach Hause transportiert werden. Wer die Möglichkeit hat, kann seinen Baum leicht in eine Decke einschlagen und im Innern des Autos nach Hause fahre. Doch nicht zu fest einwickeln. Die Decke soll die Sitze und Kofferraum lediglich vor dem Harz schützen; ihn aber nicht wärmen. Wer seinen Baum auf dem Autodach transportieren will, sollte ihn vorher unbedingt in Folie oder Vlies einwickeln. Das schützt den Christbaum vor dem Verlust von Wasser und einer möglichen Austrocknung durch den Fahrtwind.
Richtig transportiert wird der Baum mit der Spitze nach hinten. Das hat auch den Vorteil, dass keine Äste durch den Wind abgeknickt werden können. Wenn der Weihnachtsbaum vor dem Transport eingenetzt wurde, sollte dies ohnehin nicht passieren.
Gesichert wird der Baum auf dem Autodach durch Spanngurte; allerdings nicht an den Ästen oder am Netz sondern ausschließlich am Stamm selbst. Nur durch eine Befestigung am Stamm kann das Herunterfallen oder Verrutschen verhindert werden. Das rote Tuch nicht vergessen, wenn der Baum mehr als einen Meter über das Fahrzeug nach hinten ragt, muss durch ein Warntuch auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden.
Kühl lagern und kurz vorm Weihnachtsfest aufstellen
Meistens wird der Weihnachtsbaum ein bis zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest gekauft. Damit er sich über die Festtage im herrlichsten Nadelgewand zeigen kann, sollte er kühl gelagert werden. Ein Keller oder eine Garage eignen sich bestens. Aber auch Balkon, Terrasse oder Wintergarten eigenen sich gut. Wichtig ist, dass der Baum nicht austrocknet und keinen zu großen Temperaturschwankungen unterliegt. Dazu kann er bereits bei Lagerung in einen Eimer mit Wasser oder direkt in den Christbaumständer gestellt werden. Diesen einfach im Anschluss daran mit Wasser füllen. Es eignen sich aber auch mit Wasser durchtränkte Küchenhandtücher, um die Schnittstelle nicht austrocknen zu lassen.
Weihnachtsbäume mögen es auch in der Wohnung kühl
Soll der Baum endgültig in die Wohnung, so empfiehlt es sich, die Schnittstelle noch einmal nachzusägen oder mit einem Messer anzuritzen. Ein Baumständer, der mit Wasser befüllt wird, gibt Halt und die nötige Schwere, um den Baum vor dem Umfallen zu bewahren.
Damit der Baum mit seinen Ästen seine volle Pracht entfalten kann und keine Zweige abbrechen, sollte das Transportnetz von unten nach oben aufgeschnitten und vorsichtig entfernt werden. Damit der Weihnachtsbaum lange seine Nadeln behält, kann man ihn regelmäßig mit Wasser besprühen, auch zusätzlich zum Wasserbefüllten Ständer. Außerdem mag der Weihnachtsbaum die Kühle. Daher freut er sich über kühle Räume und in der Nacht herunter geregelte Heizungen. Salz im Wasser sowie Blumenfrischhaltemittel können die Lebensdauer des Baumes ebenfalls erhöhen.
