Wie man ein Feuerwerk fotografiert

So gelingen Ihnen beeindruckende Fotos

Ein Feuerwerk zu fotografieren ist nicht schwer - Peter Klau
Ein Feuerwerk zu fotografieren ist nicht schwer - Peter Klau
Das ganze Jahr über krachen und leuchten irgendwo Feuerwerke am Himmel. Wer so ein Spektakel fotografieren will, sollte die folgenden Ratschläge beachten.

Ein Feuerwerk zu fotografieren ist ein riesiger Spaß und zugleich eine große Herausforderung. Die Schwärze der Nacht steht dabei im Kontrast zu den bunten Farbtupfern der Feuerwerkskörper. Man weiß nicht was als nächstes kommt und hat keine Zeit am Bild etwas zu korrigieren. Die meisten Fotografen halten einfach drauf und variieren höchstens Blende und Brennweite. Entsprechend groß ist der Ausschuss. Wenn man Glück hat bleiben von hundert Fotos ein Dutzend übrig. Nehmen Sie eine große Speicherkarte und konzentrieren Sie sich ganz auf das Fotografieren, aussortieren und löschen können Sie später. Feuerwerksfotos zu schießen ist gar nicht so schwierig. Wichtig ist ein sorgfältig ausgewählter Standort, ein stabiles Stativ und ein Fernauslöser, da sich bei Langzeitbelichtungen schon die kleinste Bewegung der Kamera negativ auf das Bildergebnis auswirkt. Übrigens: Für Aufnahmen dieser Art brauchen Sie keine Superkamera, eine Digicam, die das manuelle Einstellen von Blende, Verschlusszeit und ISO gestattet, reicht völlig aus.

Die Auswahl des Standorts

Suchen Sie rechtzeitig vor dem Feuerwerk (am besten bei Tageslicht) einen geeigneten Platz. Achten Sie bei der Auswahl des Standorts darauf, dass Sie direkt vor dem Abbrennplatz zu stehen. Durch die heutzutage ausgefeilte pyrotechnische Choreographie werden bei einem seitlich verschobenen Standort die Fotos unsymmetrisch. Wichtig ist es auch nicht zu nah am Abbrennplatz zu stehen, sonst liegt die Flugbahn einiger Raketen außerhalb des Bildbereichs. Von einem erhöhten Standpunkt können Sie das ganze Geschehen festzuhalten, ohne dass der Kopf des Vordermanns mit aufs Bild kommt. Suchen Sie sich eine breite Mauer oder einen kleinen Hügel: Von hier haben Sie einen optimalen Überblick. Der Wind kommt im Idealfall von hinten. Ein starker, von der Seite einfallender Wind bringt bei den langen Belichtungszeiten und dem Nachglühen der Feuerwerkskörper nicht so schön anzusehende Leuchtspuren auf die Bilder. Oft sind auch die Rauchfahnen der abgebrannten Feuerwerkskörper zu sehen, die von den nachfolgenden Raketen beleuchtet werden.

Benutzen Sie ein Stativ

Ein Feuerwerk ohne Stativ zu fotografieren können Sie vergessen. Durch die lange Belichtungszeit wird nicht nur das Feuerwerk sondern auch jede Bewegung der Kamera eingefangen. Mit einem stabilen Stativ ist die Kamera nicht nur fixiert, sie kann auch bereits auf das zu erwartende Feuerwerk eingerichtet werden. Wenn Sie keine Stativ dabei haben suchen Sie sich zum Platzieren der Kamera eine ruhige Oberfläche wie das Dach eines Autos oder eine Mauer.

Verwenden Sie eine Fernbedienung

Für moderne Digitalkameras sind die Infrarot-Fernauslöser (Kabelauslöser geht auch) inzwischen so günstig zu bekommen. Diese Fernauslöser haben den Vorteil, dass auch weitere Funktionen wie Serienaufnahmen, lange Belichtungszeiten usw. programmiert werden können. Durch die Verwendung eines Fernauslösers vermeiden Sie, dass die Kamera beim Drücken des Auslösers bewegt und die Aufnahmen verwackelt werden. Üben Sie das Fotografieren mit dem Fernauslöser vor dem Feuerwerk, dann haben Sie während der Veranstaltung weniger Stress.

Das Einstellen der Brennweite

Schalten Sie den Autofocus aus und wählen Sie manuell eine Brennweite. Entscheiden Sie sich für einen größeren Himmelsausschnitt, das Bild lässt sich später noch zurecht schneiden. Ein leichter Telebereich bringt die besten Ergebnisse. Stellen Sie die Entfernung auf Unendlich.

Die richtige Blende wählen

Als Blende wählen Sie 11, 16 oder größer. Dadurch haben Sie bessere Abbildungsleistungen im Objektiv und eine größere Schärfentiefe. Stellen Sie den ISO-Wert auf 100 oder weniger. Das sorgt für weniger Bildrauschen gerade im schwarzen Himmel.

Bei der Belichtungszeit „manuell“ wählen

Schalten Sie den Nachtmodus Ihrer Digitalkamera aus, denn die Belichtungszeiten sind nicht ausreichend, außerdem wird in der Regel ein Blitz ausgelöst. Stellen Sie Ihre Kamera auf „Langzeitbelichtung“, manchmal „B“ für bulb oder „M“ wie manuell bezeichnet .

Das richtige Timing ist entscheidend

Variieren Sie die Belichtungszeiten, um unterschiedliche Mengen an Raketen und Explosionen auf einem Bild einzufangen. Doch je länger Sie ein Bild belichten, desto diffuser und unruhiger wird der Bildaufbau. Generell bleibt das Fotografieren eines Feuerwerks ein Glücksspiel. Man weiß eben nicht so genau, wann und an welcher Stelle des Himmels der Feuerwerkskörper zündet. Übrigens: Falls es das Restlicht zulässt, kann es gut wirken, etwas von der Umgebung mit aufzunehmen.

Peter Klau - Autor, Peter Klau

Peter Klau - Von Beruf bin ich Programmierer, Netzwerkverwalter und Internet-Fachmann. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als freiberuflicher ...

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