
- Katzenporträt in Nass-in-Nass-Technik - Andrea Fettweis
Tiere gehören zu den beliebtesten Motiven in der Malerei, vor allem, wenn es darum geht, das eigene Haustier möglichst lebendig wiederzugeben. Damit dies gelingt, müssen Details und Proportionen sorgfältig herausgearbeitet werden. Die Aquarellmalerei ist zwar nicht das leichteste Medium für ein Tierporträt, dennoch ist es eine reizvolle Aufgabe, die typischen Gesichtszüge mit unbeschwerten Pinselstrichen und luftigen Farben auszudrücken. Eine gute Planung ist die Basis für das Aquarell. Dazu gehören eine Skizze und die Überlegung, in welcher Technik gemalt werden soll.
Eine Katze in Lasurtechnik malen
Um Einzelheiten wie Augen, Nase, Schurrhaare und so weiter natürlich zu gestalten, ist die Lasurtechnik gut geeignet, weil sich die Farben auf trockenem Papier besser steuern lassen. Legen Sie zunächst die Skizze mit einem weichen Bleistift an und bearbeiten Sie sie solange, bis Sie mit der Ähnlichkeit der Katze zufrieden sind. Anschließend beginnen Sie, die größeren Flächen wie das Fell des Körpers und des Kopfes anzulegen, bevor Sie sich den Feinheiten widmen. Augen, Nase, Maul, Ohren und Schnurrhaare sollten erst dann gemalt werden, wenn alles andere fertig ist, damit sie nicht aus Versehen verwischt werden können. Die Farben selbst müssen übrigens nicht unbedingt den Originalfarben des Tieres entsprechen, Sie können sich zum Beispiel auch für eine Gestaltung in Blau- oder Violetttönen entscheiden, was dem Porträt einen modernen Touch gibt. Sollten Sie Probleme haben, mit dem Pinsel gleichmäßige dünne Linien zu ziehen, können Sie die Schnurrhaare auch mit einem Aquarell- oder einem Gelstift ziehen.
Katzenporträt in der Nass-in-Nass-Technik arbeiten
Nicht ganz leicht, aber sehr spannend ist es, ein Tierporträt auf nassem Papier zu malen. Dafür ist ebenfalls eine Skizze notwendig, auf der Sie dann nacheinander einzelne Partien anfeuchten und Farbe hinein laufen lassen. Orientieren Sie sich dabei an dem Original und suchen Sie sich die dunkelste Stelle einer Fläche aus. Hier setzen Sie den Pinsel auf, damit dieser Teil den größten Anteil der Farbpigmente bekommt. Der Rest verdünnt sich automatisch auf dem feuchten Papier. Sollten einige Stellen zu hell geraten, können Sie vorsichtig noch etwas Farbe dazugeben. Warten Sie immer eine Weile ab, wie sich der Farbfluss entwickelt, und malen Sie die Flächen nicht einfach zu. Auch wenn nicht alles so exakt wie auf dem Foto erscheint, das Sie als Vorlage verwenden, ist gerade die spontane Farbverteilung dieser Technik besonders charmant und lebhaft. Die Feinheiten werden auch hier am Schluss herausgearbeitet, denn sie sollten eher auf trockenem Papier gestaltet werden, um dem Porträt einen klaren Ausdruck zu geben.
Hintergrund für ein Katzenporträt anlegen
Ist das Tier fertig gemalt, stellt sich die Frage: Welcher Hintergrund könnte zum Motiv passen? Die Vorlage ist nicht immer ideal: Wenn die Katze beim Ablichten gerade im Blumenbeet zwischen vielen Blüten und Blättern saß, wirkt der Hintergrund möglicherweise zu unruhig für ein zartes Aquarellporträt. Sie können jedoch den Grundton verwenden und ein grünes Gebüsch andeuten, sofern es zu dem Fell des Tieres passt. Einzelheiten sollten beim Hintergrund völlig wegfallen, damit die Aufmerksamkeit nicht von der Katze abgelenkt wird. Sollte die Umgebung der Malvorlage uninteressant oder sogar hässlich sein, orientieren Sie sich an den Fellfarben des Tieres und gestalten einen hellen Hintergrund sowie einen etwas dunkleren Boden, auf dem die Katze sitzt oder liegt. Halten Sie die Farbfläche des Hintergrunds relativ gleichmäßig, damit das Tier der Mittelpunkt für den Betrachter bleibt.
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