Wie man eine Kurzgeschichte interpretiert

Hier erfahren Sie das Wichtigste über die Analyse einer Kurzgeschichte.

Die Kurzgeschichte stammt von der englischen Short Story. Um sie zu interpretieren, sollte man sie zu erst einmal lesen und das mindestens zwei Mal. Einmal um den Sinn zu erfassen und ein zweites Mal, um sich die Geschichte in ihrem Aufbau zu betrachten und auffällige Dinge zu notieren oder anzumerken.

Anfang einer Kurzgeschichtenanalyse

Zuerst sollte in einer Kurzgeschichtenanalyse, genauso wie in allen anderen Analyseformen, im Einleitungssatz der Autor, der Titel der Kurzgeschichte, Erscheinungsdatum und der Verlag genannt werden. Es sollte kurz beleuchtet werden, in welche Epoche sich das Werk einordnen lässt. Darauf folgt eine kurze, in eigenen Worten verfasste Inhaltsangabe, die aber nur einen kleinen Teil der Analyse ausmachen sollte. Die Inhaltsangabe muss im Präsens geschrieben werden.

Aufbau einer Kurzgeschichtenanalyse

Nun wird zuerst einmal die Kurzgeschichte im "Groben" bearbeitet, das heißt, es wird erst einmal auf ihre offensichtlichen und formalen Aspekte eingegangen. Zuerst beschreibt man den strukturellen Aufbau der Geschichte, bis zu welcher Zeile die Einleitung geht, welche Zeilen der Hauptteil und letztendlich das Ende umfassen. Nun geht man in der Interpretation näher auf das Setting (Ort, Zeit) der Kurzgeschichte ein, erwähnt, welche Figuren auftreten und analysiert den sprachlichen Stil. Der vorher genau angegebene Hauptteil wird nun in einzelne Sinnabschnitte aufgeteilt und in der triefergreifenden Analyse, die auf die "grobe" Bearbeitung folgt, einzeln genauer betrachtet. Hier geht man auf Stilmittel, stilistische Auffälligkeiten, Schlüsselwort oder Symbole, die sich immer wieder durch den Text ziehen, ein. Das Augenmerk ist auf Dinge gerichtet, die "unter der Oberfläche" der Geschichte passieren. Bei der Bearbeitung des Schlusses der Kurzgeschichte sollte man analysieren, ob das Ende geschlossen oder offen ist. Ein geschlossenes Ende führt alle Handlungen und Konflikte zu einer Auflösung. Ein offenes Ende lässt ein Raum für Interpretationsansätze, wie sich der Konflikt oder das Problem, das in der Kurzgeschichte behandelt wurde, letztendlich löst.

Abschluss einer Kurzgeschichtenanalyse

Ohne den Abschluss erfüllt die Kurzgeschichte nur ihren halben Sinn. Im letzten Abschnitt der Analyse sollten mit Blick auf die Interpretation alle Argumentationsfäden zusammengeführt und zu einem Sinnzusammenhang verknüpft werden. Wenn die Argumentation in der Analyse stimmig geführt wurde, ist diese Verknüpfung ohne Probleme erklärbar. Die Kurzgeschichte kann man an dieser Stelle im Ganzen beurteilen. Wenn vom Lehrer gewünscht, kann man an dieser Stelle noch die eigene Meinung darstellen. Hierzu sei aber gesagt, dass eine eigene Bewertung nur folgen sollte, wenn sie ausdrücklich gewünscht wird, ansonsten wirkt sie eher unprofessionell.

Sandra Offermanns - Sandra Offermanns ist Studentin. 2008 hat sie einige Artikel für das Ishq Bollywood und Lifestyle Magazin geschrieben. Seit ...

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