Wie näht man Satin?

Einige Tipps rund um das Nähen von Satin.

Satin ist ein dünner, edler Stoff. Verarbeitet wird er meist bei der Herstellung von Abendkleidern, Blusen, Unter- und Nachtwäsche oder aber auch von Brautkleidern. Ihn mit einer normalen Nähmaschine zu verarbeiten erfordert Geschick, aber mit ein paar Tipps und der richtigen Technik wird auch dieses Nähprojekt einfacher. Im Folgenden sollen einige Techniken vorgestellt werden, die den Umgang mit diesem seidigen Stoff einfacher machen sollen, sodass der Spaß beim Nähen nicht verloren gehen kann.

Eigenschaften von Satinstoff

Schon das Zuschneiden von Satin erfordert Fingerspitzengefühl, denn bei Satin handelt es sich nicht nur um einen sehr dünnen Stoff, sondern auch um ein feines Gewebe. Die Oberseite des Stoffes ist meist hochglänzend. Der Glanz wird durch Herstellungsfasern wie Seide oder Viskose noch verstärkt. Die Unterseide des Satinstoffes dagegen ist matt. Der Stoff schmiegt sich an den Körper nicht nur fließend an, sondern hat auch die Eigenschaft sehr rutschig zu sein, was beim Tragen sehr angenehm sein kann, aber für die Verarbeitung ein großes Hindernis darstellt.

Verarbeitung von Satin

Schritt 1: Satin zuschneiden

Zum Ausscheiden der Schnittteile aus dem Satin bieten sich mehrere Möglichkeiten, eine davon ist die Benutzung eines Rollschneiders. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass die Zuschneidematte, die sich unter dem Satinstoff befindet, größer sein muss als der zuzuschneidende Stoff, da ein Verrutschen der Matte während des Zuschneidens nicht möglich ist, ohne dass sich der Stoff verzieht. Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung einer Schneiderschere, die möglichst scharf sein sollte. Während des Zuschneidens sollte die Schere möglichst flach zum Stoff geführt werden, da der ausgeschnittene Stoff sonst nicht gleichmäßig ausgeschnitten wird. Um ein Verrutschen des Stoffes während des Zuschneidens mit der Schere zu verhindern, eignet sich eine rutschhemmende Unterlage, wie ein anderes Stück Baumwollstoff oder aber auch ein Wachstuch.

Schritt 2: Satin nähen

Zum Nähen von Satin sollte man Microtex-Nadeln verwenden. Die Stärke der Nadeln sollte nicht über 70 liegen, da stärkere Nadeln das Gewebe des Stoffes beschädigen können und zu große Einstichlöcher hinterlassen würden. Am besten eignet sich eine Nadelstärke von 60. Ein Verrutschen des Stoffes sollte auch beim Zusammennähen vermieden werden, da sonst unschöne Nähte die Folge sein können. Hierfür können die Stoffstücke vor dem Nähen zusammengeheftet/gereiht werden und daraufhin genäht werden. Ein anderer Tipp ist, ein Stück Seidenpapier mit dem Satinstoff zu vernähen. Das Papier wird später von dem genähten Stück einfach abgezogen. Es sollte eher langsam genäht werden, um sofort zu erkennen, wenn etwas verrutscht.

Sandra Offermanns - Sandra Offermanns ist Studentin. 2008 hat sie einige Artikel für das Ishq Bollywood und Lifestyle Magazin geschrieben. Seit ...

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