Wie realistisch sind Aliens in Hollywood-Filmen?

Außerirdische sind auch nur Menschen - Bernd Teuber
Außerirdische sind auch nur Menschen - Bernd Teuber
In Hollywood-Filmen tauchen immer wieder fantasievolle Außerirdische auf. Aber wie realistisch sind diese Wesen?

Seit ewigen Zeiten versuchen Menschen sich vorzustellen, wie außerirdisches Leben wohl aussehen mag. Augenzeugen, die angeblich Kontakt mit Bewohnern fremder Planeten hatten, beschreiben diese für gewöhnlich als kleine dürre Wesen mit großem Kopf und hervorstehenden Augen, ansonsten jedoch ohne weitere Gesichtszüge. Ob diese Beschreibung der Realität entspricht, wird wohl nie geklärt werden. Es sei denn, eines Tages landen wirklich fremde Wesen auf der Erde.

In Hollywood-Filmen ist man diesbezüglich schon einen Schritt weiter. Dort tummeln sich alle nur denkbaren Außerirdischen: die Guten, die Bösen und die Niedlichen. Zu der letzten Kategorie gehören zweifellos "E.T." sowie das blaue Wesen aus dem Disney-Film "Lilo & Stitch" und die Mini-Ufos mit dem Helfersyndrom aus "Das Wunder in der 8. Straße". Dann gibt es da natürlich auch noch die Lustigen, deren Mission darin besteht, das Zwerchfell zu attackieren. Typische Vertreter dieser Spezies sind "Alf", die "Coneheads" und "Paul - Ein Alien auf der Flucht".

Manche Außerirdische sind sexy, andere nur riesige Schleimhaufen

Einen krassen Gegensatz dazu bilden die bösen Außerirdischen. Natasha Henstridge tötete in "Species" ihre Partner nach dem Geschlechtsakt und verspeiste sie anschließend. In den "Alien"-Filmen legten die gleichnahmigen Kreaturen ihre Eier mit dem Nachwuchs in menschlichen Körpern ab. Noch radikaler gingen die "Predators" zu Werke. Sie benutzten Menschen als Jagdbeute. Zur Gruppe der bösen Außerirdischen gehören natürlich auch die Welteroberer in "Krieg der Welten" und ähnlichen Invasionsfilmen. In den 1950er Jahren spiegelten sie die Panik vor dem Kommunismus wider, in den 1980ern die Angst vor einem Atomkrieg.

Neuerdings gibt es aber auch Außerirdische, die selbst Opfer einer Invasion werden. Am bekanntesten dürften wohl die Elois aus dem Film "Avatar" sein. Das Außerirdische sogar sexy sind, beweist Jane Fonda in der Comic-Verfilmung "Barbarella". Aber nicht alle Aliens sind humanoid. In Filmen wie "Der kleine Horrorladen" und "Blumen des Schreckens" wird die Menschheit von Pflanzen bedroht. Andere haben die Form eines riesigen Schleimhaufens ("Der Blob") oder sehen aus wie ein Ball ("Dark Star"). Und dann gibt es da natürlich noch die Guten. der Prototyp dieser Spezies ist selbstverständlich "Superman" vom Planeten Krypton. Aber auch die Aliens aus "Unheimliche Begegnung der 3. Art" sind ein sehr friedliches Völkchen, ebenso wie die kleinen Kerle aus "Cocoon".

Raumfahrende Aliens brauchen Organe, mit denen man Maschinen bauen kann

Natürlich sind diese Wesen alle der menschlichen Fantasie entsprungen. Wie aber könnte außerirdisches Leben wirklich aussehen? Exobiologen haben darauf eine ganz einfache Antwort: Es würde sich nur geringfügig von dem auf der Erde unterscheiden. Der Grund dafür ist einfach. Die Natur bringt immer wieder dieselben Lösungen hervor. So hat sich das Linsenauge beispielsweise mindestens viermal unabhängig auf der Erde entwickelt. Es ist also anzunehmen, das Außerirdische ebenfalls mit Sehorganen dieser Bauart ausgestattet sind.

Soll diese Spezies darüber hinaus noch eine technische Zivilisation hervorbringen, muss sie zudem über Organe verfügen, mit denen sie technische Maschinen zusammensetzen kann. Raumfahrende Aliens brauchen also Hände und sind somit viel menschenähnlicher als man vermuten würde. Aber natürlich wird das alles nur Spekulation bleiben. Die meisten Wissenschaftler sind zwar davon überzeugt, dass es auf anderen Planeten Leben gibt, doch liegen diese im Schnitt Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Aliens müssten also eine halbe Ewigkeit lang durchs All fliegen, nur um den Menschen einen Besuch abzustatten.

Quellen: "UFOs - Unbekannte Flugobjekte", Nebel Verlag, Erlangen 1996, ISBN 3-89555-115-5

C. G. Jung: "Geheimnisvolles am Horizont - Von UFOs und Außerirdischen", Walter Verlag 1992, ISBN 3-53040-738-0