Wie Sie Ihre digitale Kamera richtig halten

Nie mehr verwackelte Bilder

Die Kamera richtig halten - Peter Klau
Die Kamera richtig halten - Peter Klau
Ein Stativ ist das beste Mittel gegen verwackelte Bilder, doch wenn gerade keines verfügbar ist, helfen Ihnen die folgenden Tipps.

Unscharfe Bilder sind eines der häufigsten Probleme beim Fotografieren. Die Bilder erscheinen verschwommen, weil während des Auslösens die Kamera nicht ruhig gehalten wurde. Dies ist besonders häufig der Fall bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen und den daraus resultierenden längeren Belichtungszeiten. Selbst die kleinste Bewegung führt dann zu Unschärfen im Bild. Hinzu kommt, dass gerade Benutzer von Digitalkameras das Gerät bei der Aufnahme meistens weit vom Körper und nur mit einer Hand festhalten. Durch diese Haltung überträgt sich jede noch so kleine Erschütterung oder Schwingung auf die Kamera. Nimmt man die Kamera in beide Hände verbessert sich das Ergebnis zwar, ganz ausschließen lassen sich verwackelte Bilder damit aber auch nicht. Gegen Verwackeln hilft eigentlich nur ein Stativ, auf drei Beinen steht es sich eben besser als auf zweien. Aber natürlich läuft man nicht immer mit einem Stativ durch die Gegend.

Die richtige Haltung der Kamera

Wie eine Kamera am besten gehalten werden sollte hängt von der Bauform ab, außerdem hat jeder Fotograf seine Vorlieben. Wenn Ihre Kamera keinen elektronischen Verwackelschutz sind hier ein paar Techniken die Ihnen vielleicht helfen bessere Fotos zu machen:

  1. Greifen Sie mit der rechten Hand an den Griff auf der rechten Seite der Kamera. Ihr Zeigefinger sollte ganz leicht auf dem Auslöser liegen, die anderen drei Finger umgreifen den Fotoapparat. Der rechte Daumen befindet sich auf der Rückseite der Kamera. Die meisten Digitalkameras haben heute einen Griff für die drei haltenden Finger.
  2. Die linke Hand hält die Kamera so, dass diese nötigenfalls das Objektiv auch manuell einstellen kann. Die Ellenbogen der beiden Arme werden als Stütze fest an den Körper gedrückt. Bei Aufnahmen in der Hocke, können die Oberschenkel ebenfalls als Stütze verwendet werden.
  3. Falls das Motiv nicht zu klein oder zu schwer zu erkennen ist, sollten Sie den Sucher benutzen. Dadurch haben Sie bei der Aufnahme die Kamera nahe am Körper, was der Haltung eine zusätzliche Stabilität verleiht. Verwenden Sie dagegen das Display sollten Sie die Kamera nicht allzu weit vom Körper halten.
  4. Zusätzliche Stabilität erhalten Sie, wenn Sie sich an einen festen Gegenstand wie eine Mauer oder einen Baum lehnen oder sich setzen oder knien. Stellen Sie sich möglichst breitbeinig auf, um eine feste Haltung einzunehmen. Je ruhiger Ihr Körper ist, desto ruhiger wird die Haltung der Kamera. Hauen Sie nicht auf den Auslöser sondern drücken Sie sanft darauf.

Besonders schief werden Fotos, wenn die Kamera in das Hochformat gedreht wird. Dabei ist es wichtig, die Kamera nicht nur gerade auszurichten, sondern sie auch frontal zum Motiv hin zu halten. Wenn Sie gerade kein Stativ dabei haben, ist es manchmal hilfreich die Kamera auf einen festen Untergrund zu legen. Hier sollte man dann aber unbedingt darauf achten, dass die Kamera nicht schief steht.

Kleiner Tipp: Bevor Sie das Foto schießen, atmen Sie tief ein, halten dann die Luft an, drücken auf den Auslöser und atmen aus. Allerdings klappt diese Atemtechnik bei manchen Menschen anders herum besser: Erst ausatmen, dann fotografieren. Probieren Sie es einfach aus.

Wenn Sie auch mit einem Stativ fotografieren, wird Sie der Artikel Fotostativ: So benutzen Sie es richtig interessieren.

Peter Klau - Autor, Peter Klau

Peter Klau - Von Beruf bin ich Programmierer, Netzwerkverwalter und Internet-Fachmann. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als freiberuflicher ...

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