Im ersten Monat schläft das Baby zwischen 13 und 20 Stunden am Tag. Längere Wachphasen kennt es kaum. Die kommen erst im zweiten oder dritten Monat - meist tagsüber - nachts schlafen Kinder dann noch nicht durch. Zwischen dem vierten und sechsten Monat dauert die Bettruhe zwölf bis 14 Stunden. Nicht alle Säuglinge wachen in der Phase nachts noch auf, es kann aber vorkommen. Tagsüber legen Kinder zwischen dem vierten und sechsten Monat etwa drei Nickerchen pro Tag ein.
In den ersten Wochen nach der Geburt fehlt dem Baby noch das Gefühl für Tag und Nacht. Eltern können ihm helfen, diesen Rhythmus zu finden. Wenn es nachts wach wird, ist das für den Säugling noch so normal wie tagsüber wach zu werden. Eltern sollten aber nachts einen Unterschied machen: Kein Licht einschalten zum Beispiel, nicht mit dem Baby spielen und nur leise zu ihm sprechen.
Siebter bis zwölfter Lebensmonat
Zwischen dem siebten und zwölften Monat schlafen die meisten Kinder dann nachts mehrere Stunden am Stück. Außerdem sind sie jetzt auch schon in der Lage, ohne Hilfe einzuschlafen. Allerdings gibt es Ausnahmen - auch bei „Regelkindern“. Erlebt das Kleine tagsüber etwas Aufregendes, etwa wenn es zum ersten Mal krabbelt, kann es gut sein, dass es nachts dieses Erlebnis verarbeitet und unruhig schläft. Die Durchschnittswerte haben Kinderärzte der Mainzer Uniklinik veröffentlicht.
In dieser Phase kommt es zu ersten Wachstumsschüben. Damit verbunden sind Zahn- oder Bauchschmerzen. Diese kosten mitunter Eltern die eigene Nachtruhe. Doch um Kräfte zu sammeln, müssen Eltern auch an sich denken. Wenn das Baby tagsüber schläft, sollten sich Mama und Papa auch hinlegen. In diesem Alter empfiehlt es sich, das Kind im Schlafzimmer der Eltern schlafen zu lassen. Das beugt dem „Plötzlichen Kindstod“ vor. Allerdings ist davon abzuraten, das Kind im Ehebett schlafen zu lassen.
Nach dem ersten halben Jahr braucht das Kind nachts nichts mehr zu essen. In dieser Phase empfiehlt es sich, feste Rituale zu entwickeln: Händewaschen, Vorlesen oder Gutenachtkuss. Das hilft dem Kind, ruhig einzuschlafen. Die Form findet jeder für sich selbst, sie verändert sich auch mit zunehmendem Alter des Nachwuchses.
Erstes bis drittes Lebensjahr
Im ersten bis dritten Lebensjahr sind zehn bis dreizehneinhalb Stunden Schlaf normal. In dieser Phase können die Kinder allmählich auf die Mittagsruhe verzichten. Außerdem entwickelt sich in dieser Zeit die „Angst vor Gespenstern“. Besuchen Kinder zwischen dem dritten und dem fünften Lebensjahr den Kindergarten, kann es zu einem Comeback des Mittagsschlafes kommen. Denn dann erleben sie anstrengende Tage. In diesem Alter schleichen sich die ersten Alpträume ein.
Für Kinder ab fünf Jahren sind neun bis zwölf Stunden Schlaf normal. In diesem Alter treten so genannte Wachstumsschmerzen auf, meistens in den Beinen. Diese Schmerzen wirken sich auf den Schlaf aus, verhindern das Ein- und das Durchschlafen. Dieses Phänomen kann bis zum zwölften Lebensjahr auftreten.
