
- Anbau der Lichtwurzel - Andreashof
Der Bodenseekreis ist als „Garten Deutschlands“ für seine leicht hügelige vielfältige Landschaft, mit Wiesen, Weiden, Streuobstflächen, Weihern und Wäldern bekannt. Am Bodensee, in Überlingen-Deisendorf, in der Gärtnerei Andreashof, wird die LichtYam seit 1996 angebaut. Der Anbau der Yamswurzel in Deutschland wird auch favorisiert, weil sich, nach der anthroposophischen Sehweise, die Pflanzen der Umgebung anpassen, und die dort erforderliche Heilkraft entwickeln.Seit dem Frühjahr 2007 wird die Lichtwurzel® auch bei ErdmannHAUSER angebaut.
Mark Thomke,Geschäftsführer des Andreashofes, beantwortet für Suite101.de Fragen zum Anbau der LichtYam.
Yamswurzeln und ihre Wirkung auf den Menschen
Der botanische Name der in China beheimateten Ur-Yamswurzel lautet Dioscorea batatas. Von ihr gibt es etwa 800 Sorten, aber nur die Urform hat die Fähigkeit, Lichtenergie zu speichern. Diese Eigenschaft spielt in unserer Zeit,in der unsere Nahrung immer weniger aufbauende Stoffe, unter anderem auch Lichtenergie enthält, eine immer größere Rolle. Die fehlenden Lichtkräfte wirken sich, nach der Lehre von Rudolf Steiner, auch negativ auf die geistige und physische Entwicklung der Menschen aus. Die Frage ist, wie sich Licht auf Gemüse und Obst auswirkt. Der Yamsexperte Ralf Rösner kreierte den Namen Lichtwurzel® um diese Pflanze von den anderen Arten abzugrenzen. Die Praktiker, in der Gärtnerei Andreashof, nennen ihre Wurzeln LichtYam, um den Bezug zur Yamswurzel herzustellen.. Zusätzliche Informationen über den gesundheitlichen wert der Wurzel, liefert ein Interview mit Ralf Rösner.
Wie werden LichtYam auf dem Andreashof angebaut?
Außerhalb von Europa ist die Yamswurzel als Gemüse und als Lieferant pharmazeutischer Rohstoff bekannt. Der Name LichtYam weist darauf hin, dass diese Wurzel sich von den anderen, etwa 800 Sorten, durch ihre Fähigkeit Lichtenergie zu speichern, unterscheidet. Die LichtYam bildet männliche und weibliche Pflanzen. Aber nur die männlichen Pflanzen haben die Fähigkeit, Lichtäther zu speichern.
Die auf dem Andreashof kultivierte Wurzel wird, anders als in China, wo sie auf Hügelbeeten angebaut wird,in Pflanzgefäßen gezüchtet. Das erleichtert die Ernte der Wurzeln.
Die Pflanzgefäße für die LichtYam und ihre Beschaffenheit
In der Praxis haben sich als Pflanzgefäße etwa zwei Meter hohe Kisten aus Lärchen- oder Douglasienholz bewährt. Die Kisten sollten eine Breite von 60 Zentimetern und eine Tiefe von 40 Zentimetern haben. Damit sie immer wieder verwendet werden können, muss sich eine der Breitseiten für die Ernte entfernen lassen.
Die Pflanzen benötigen zusätzlich ein bis zu acht Meter hohes Spalier. Dieses kann aus Bambusstangen, Bohnen- oder Hopfenstangen, gebildet werden. Wichtig ist ein Fischernetz. Auf ihm kann sich das gesamte Blattwerk optimal der Sonne entgegen strecken.
Wie müssen die Pflanzerde und das Pflanzgut beschaffen sein?
Der Hauptanteil der Pflanzerde soll Quarzsand sein, der Rest ein Gemisch von Gartenerde mit Lehm- und Toneinlagerungen. Die abschließende oberste Schicht, von etwa 10 Zentimetern, kann aus reifem Pflanzenkompost bestehen.
Damit reibungslos gepflanzt kann, sollten die Jungpflanzen eine einheitliche Länge von etwa 30 Zentimetern nicht überschreiten. Wenn sie zu lang sind, können sie gekürzt werden. Die Schnittwunden müssen einige Tage trocknen und sich verschließen. Um Infektionen zu vermeiden, können die frischen Wunden mit Holzasche bestäubt werden.
Wann und wo werden LichtYam gesät oder gesetzt?
Die LichtYam hat eine zweijährige Wuchsperiode. Ihre Entwicklung ist besonders günstig, wenn die Pflanzen nach dem Aussaatkalender von Maria Thun, bei absteigendem Mond, gesät oder gepflanzt werden. Die Vermehrung der Pflanze erfolgt durch:
Sprossknollen
Nach der Blütezeit, die etwa im Juli zu erwarten ist, bilden sich in den „Achseln“ der Blätter kugelförmige Knollen, die im September geerntet und dann im Keller, gleich wie Kartoffeln oder Äpfel, gelagert werden können. Sie werden in Reihen, mit einem Pflanzabstand von12 bis 20 Zentimetern und einem Reihenabstand von 70 bis 90 Zentimetern, gesät. Das Spalier, an dem die Pflanzen hochranken, muss in den folgenden fünf Wochen, bis der Austrieb erfolgt, errichtet werden.
Jungpflanzen
Aus den Sprossknöllchen entwickeln sich, wenn sie ins frostfreie Freiland gesät wurden, die Jungpflanzen. Die Pflanzen werden, im nächsten Jahr, mit einem Pflanzholz von fünf Zentimetern Durchmesser und 60 Zentimetern Länge, mit 20 Zentimeter Abstand, gepflanzt. Die Knospen am Wurzelhals müssen etwa zwei Zentimeter mit Erde bedeckt werden. Die Wurzeln treiben nach etwa zwei Wochen aus. In dieser Zeit muss das Spalier angefertigt werden.
Wurzelstücke
Wer die Pflanze durch Wurzelstücke vermehren will, muss darauf achten, dass diese etwa fünf bis zehn Zentimeter lang sind und einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern haben. Die Schnittflächen werden, wie bei den Jungpflanzen, behandelt. Beim Pflanzen werden die Wurzelstücke horizontal, etwa zwei Zentimeter, in die Erde gelegt. Weil sich erst neue Sprossknospen bilden müssen, ist die Zeit bis zum ersten Austrieb länger, sechs bis acht Wochen.
Warum wird die Pflanze in Deutschland nur selten angebaut?
Marc Thomke vom Andreashof erklärt: „Der Anbau der Pflanze ist sehr aufwendig und darum für viele Gärtner und Landwirte wirtschaftlich nicht attraktiv. Obwohl wir seit sieben Jahren Aufbauarbeit leisten, befinden wir uns immer noch in der Pionierphase“. Er erläutert, dass die Wurzel so extrem tiefgründig wächst, dass ihre Ernte nur kostenintensiv, mit der Hand zu bewältigen ist.
Die Pflege der LichtYam
Die Yamswurzeln stehen gerne vor Wind geschützt an einem sonnigen Ort. Damit die Erde sich in den Pflanzgefäßen besser „setzen“ kann, werden sie schon im Herbst gefüllt. Die LichtYam muss regelmäßig, besonders in ihrer Wachstumsphase, ein bis zweimal die Woche, gegossen werden. Im Frühjahr kann mit erkaltetem Schachtelhalmtee oder den biologisch-dynamischen Spritzpräparaten Hornmist und Hornkiesel, gedüngt werden. Ab September braucht die Pflanze weniger Flüssigkeit. Meist verfärben sich Ende September die Blätter, und fallen ab. Dann kann die Ernte beginnen.
Wie werden LichtYam geerntet
Im Andreashof werden die Kisten zur Ernte sorgfältig, damit die Wurzelhärchen nicht beschädigt werden, geöffnet. Bei der Ernte fällt dem Betrachter die auffällige Leuchtkraft der Wurzelknollen auf. Frisch geerntet bricht die LichtYam leicht und wird erst einige Stunden nach der Ernte hart. Die Wurzeln werden gleich wie Kartoffeln gelagert.
Mehr über die LichtYam
Nach der Ernte werden frische LichtYam, knackige Essknöllchen als Snack, LichtYam-Chips, und LichtYam-Pulver angeboten. LichtYam können, ähnlich wie Kartoffeln, gekocht, gebraten oder frittiert gegessen werden. Ihr Geschmack erinnert an Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Topinambur. Hier findet der Leser Rezepte mit Yamswurzeln.
Mehr Informationen darüber, wie sich nach Steiner, die Yamswurzel auf heutige Menschen auswirken kann.
Ein Interview mit Ralf Rösner über den gesundheitlichen Wert von Yamswurzeln.
In einem zusätzlichen Artikel wird erklärt, wie sich Licht auf Obst und Gemüse auswirkt
Quelle: Marc Thomke, Gärtnerei Andreashof, Bio-Großhändler Bodan
