Wie wird das Wetter im Februar 2012? Kälte, Eis und Schnee kommen

Eis und Schnee pur: Nicht nur Mensch und Tier müssen Anfang Februar einiges aushalten - auch die Schneeräumgeräte werden stark beansprucht. - Joachim Hahne
Eis und Schnee pur: Nicht nur Mensch und Tier müssen Anfang Februar einiges aushalten - auch die Schneeräumgeräte werden stark beansprucht. - Joachim Hahne
Hundertjähriger Kalender und Bauernregeln verkünden Eis und Schnee im Februar. Sibirienhoch "Cooper" bringt zum Monatswechsel Temperatursturz in Deutschland

Sibirische Kälte fällt in den nächsten Tagen über Deutschland herein. Aber nicht nur hier, sondern ganz Europa erwartet in den nächsten Tagen ein Kälteschwall eisiger Luft aus Sibirien. Im Mittelmeerraum werden dazu heftige Stürme erwartet. In Mitteleuropa wird die Quecksilbersäule in den Nächten auf unter minus 20 Grad Celsius fallen. Über Schnee, in Flussniederungen und Seitentälern kann es mit den Temperaturen noch tiefer in den Keller gehen.

Wintersportler dürfen sich auf Schnee und Eis freuen

Der Januar 2012 war über weite Strecken zu mild. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die Durchschnittstemperatur mit 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Niederschläge gab es zwar im Wechsel mit einigen trockenen Phasen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen. Doch zum Leidwesen der Wintersportler blieben die erhofften Schneefälle aus. Nur in den Hochlagen ab etwa 1000 Meter Meereshöhe und in den Alpen ist und war Wintersport im Januar 2012 (fast) durchgängig möglich. Doch pünktlich zum Monatswechsel künden die Meteorologen einen heftigen Wintereinbruch an. Der Monat Februar beginnt mit strengem Frost.

Sibirienhoch "Cooper" bringt eisige Kälte nach Deutschland und Mitteleuropa

Bereits am Dienstag gibt es Dauerfrost quer durch die Republik. Vereinzelt wird die Quecksilbersäule sogar tagsüber den zweistelligen Minusbereich nicht verlassen. Verantwortlich für den Temperatursturz ist das Sibirienhoch "Cooper", das uns mit einer östlichen Strömung erreicht. Während es im Norden und Osten Deutschlands oft sonnig ist, fällt im Südwesten noch etwas Schnee. "Es wird richtig heftig. Temperaturen unter zehn Grad Minus sind dann auch am Tage möglich", erklärt Özden Terli von Wetter.com. Richtig gekleidet, kommen die Wintersportler Ende Januar/Anfang Februar 2012 bei besten Wintersportbedingungen voll auf ihre Kosten. Vor allem der Freitag (03.02.2012) präsentiert sich bei strahlendem Sonnenschein als Bilderbuch-Wintertag. Die ist bei den Impressionen auf den über 16.000 aktuellen Webcams europaweit gut zu sehen.

Kälterekord in Deutschland liegt bei minus 37,8 Grad - aktuell ist die Zugspitze mit minus 12,2 Grad Spitzenreiter

Deutschland friert, Deutschland bibbert. Und es wird zum Monatswechsel immer kälter. Der Kälterekord in Deutschland liegt nach einer Statistik des Deutschen Wetterdienstes bei minus 37,8 Grad Celsius, gemessen am 12. Februar 1929 in Wolznach-Hüll, einem Ort in der Nähe von München. Doch keine Angst. Ganz so kalt wird es im Februar 2012 nicht, auch wenn wir uns derzeit im kalendarischen Hochwinter befinden. Auf Deutschlands höchster Erhebung, der Zugspitze sank das Quecksilber in der Nacht zum Samstag auf minus 12,2 Grad. Am Feldberg im Schwarzwald wurden in der Frühe nur noch "schlappe" minus 2,6 Grad gemessen. Sturmtief "Olivia" hat am Mittwoch und Donnerstag im Bergland zwischen 20 und 40 Zentimeter Neuschnee gebracht.

Hundertjähriger Kalender bringt erst Kälte und Schnee, dann Regen und wieder kalt

Darf man dem "Hundertjährigen Kalender" Glauben schenken, dann erwartet uns im Februar 2012 in der Tat ein Monat mit großer Kälte und Schnee. Nach relativ ruhigem, aber kaltem Monatsbeginn und Sonne am 4. Februar soll es ab dem 8. Februar richtig eisig werden. Zwischen dem 12. und 14. Februar setzt Tauwetter ein. Der Regen bringt zunächst Glatteis mit sich und die großen Wassermengen können zumindest örtlich für einigen Schaden sorgen. Denn ab dem 15. Februar soll es für den Februar gesehen relativ mild bleiben. Zum Monatsende, der Februar hat ja im Schaltjahr 2012 sogar 29 Tage, soll es dann wieder kälter werden, mit größeren Niederschlagsmengen, und auch wieder Frost und Schnee. Die Organisatoren der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding werden diese Wettervorhersage mit Freude zur Kenntnis nehmen.

Geht es nach dem Murmeltier "Phil" bleibt der Winter sechs Wochen

Am 2. Februar des Jahres ist nicht nur "Maria Lichtmess". An diesem Tag wird in den USA einer langen Tradition folgend auch der Murmeltiertag begangen. Und dies schon zum 126. Mal. Und aus diesem Anlass wurde das Murmeltier "Phil" aus seinem Bau geholt. Eine alte Sage verrät: Sieht das Murmeltier viele Schatten, dann bleibt der Winter noch sechs Wochen. Und in der Tat gab es durch die Tausende von Menschen die sich vor Ort eingefunden hatten viele lange Schatten. Demzufolge bleibt es also bis in den März hinein kalt.

Wenn die Bauernregeln stimmen: dem kalten Februar folgt ein heißer Sommer

Und die ersten Vorboten der intensiven Kältewelle sind nach den Berechnungen der verschiedenen Wettermodelle genau eingetroffen. In Freiburg im Breisgau schneite es am Montag (30.01.2012) leicht. Und in Ihringen am Kaiserstuhl (Baden-Württemberg), dem vermeintlich wärmsten Ort Deutschlands, schaffte es die Quecksilbersäule am Freitag auf minus 11,7 Grad Celsius. "Ist der Februar trocken und kalt - wirst im August vor Hitz zerspringen bald", lautet eine Bauernregel. Und darf man diesen Weisheiten folgen, dann gibt es einen richtig guten Sommer: "Im Februar Schnee und Eis - macht den Sommer heiß", lautet ein anderer Spruch. Heute kaum noch beachtet, der 2. Februar eines Jahres. Früher begann an diesem Tag, nämlich "Maria Lichtmess", das Bauernjahr. Und davon abgeleitet auch diese Bauernregel: "Ist´s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit". Da es aber in unseren Breiten weitgehend klar und kalt war, dürfte uns Väterchen "Frost" noch eine Weile erhalten bleiben.

Quelle: wetter.com, wetterdienst.de

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

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