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Wiener Spaziergänge - Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn - Georges Jansoone
Schloss Schönbrunn - Georges Jansoone
Tipps und Tricks für einen Besuch im Schloss Schönbrunn und Parkanlage für jede Jahreszeit.

Schloss Schönbrunn ist mit über zwei Millionen Touristen jährlich die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in Wien. Das barocke Schloss bietet einen einmaligen Einblick in das Leben der kaiserlichen Familie, die hier im Sommer residiert hat. Bei einem Spaziergang durch die riesige Park- und Waldanlage ist auch offensichtlich warum. Doch auch in den anderen Jahreszeiten weiß Schönbrunn zu verzaubern. Mit ein paar einfachen Tricks, lassen sich auch gut die Besucherströme überbrücken.

Schönbrunn ohne Wartezeit

Schloss Schönbrunn schauen sich täglich tausende von Besuchern an. Entsprechend lang sind auch die Wartezeiten. Bis zu zwei Stunden muss man oft auf Einlass warten. Doch man kann die Wartezeit auch leicht umgehen, wenn man bereits vorab ein Ticket kauft. Mit einem Online-Ticket kann man sofort eintreten, ohne sich anstellen zu müssen.

Spar-Tipp: Wenn auch ein Besuch in den Kaiserappartements und dem Sisi-Museum in der Hofburg geplant ist, empfiehlt es sich das Kombinationsticket, das Sisi-Ticket, zu kaufen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Dieses Angebot gibt es auch als Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern um 49,90 € - was noch günstiger ist.

Ein weiterer Besucherstau droht bei der Audioguideausgabe. Schönbrunn bietet kostenlose Audioguides an, selbstverständlich möchte jeder Besucher einen haben. Doch auch hier kann man vorab Abhilfe schaffen und sich den Audioguide als MP3 im Internet herunterladen.

Wenn man dann alle Schlangen und Staus überholt hat, kann der gut einstündige Besuch im Schloss beginnen. Danach empfiehlt sich unbedingt ein Spaziergang durch die barocke Parkanlage, die zu jeder Jahreszeit etwas besonderes zu bieten hat.

Schönbrunn im Frühling

Es ist Frühling: Der Schönbrunner Park erwacht aus seinem Winterschlaf. Die ersten Blumen fangen an zu blühen und der Wald erblüht in prächtigen Farben. Die Eichhörnchen scheinen schon die Besucher zu erwarten, die sie mit Nüssen versorgen. Die Eichhörnchen in Schönbrunn sind inzwischen so an die ganzen Menschen gewöhnt, dass sie bereitwillig die Nüsse aus den Händen nehmen. Dies ist nicht nur für Kinder ein Schauspiel!

Größere Tiere findet man dann im Tierpark Schönbrunn, dem ältesten Zoo der Welt. Tiere aus aller Welt kann man hier bestaunen. Ganz besonders stolz ist der Zoo auf seine Panda-Zucht. Bereits zwei Pandababys erblickten in Schönbrunn das Licht der Welt. Auch Erwachsene bekommen hier große Augen.

Ein weiteres Highlight ist der Ostermarkt. Hier kann man zur Osterzeit allerhand Kitsch kaufen. Ein Geheimtipp sind aber die riesigen Brezeln, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt.

Schönbrunn im Sommer

Im Sommer blüht vor allem der barocke Schlossgarten richtig auf. Viele bunte Blumen formen typisch barocke Muster. Am besten sind diese von der Gloriette aus zu bewundern, wo man zudem noch einen umwerfenden Blick über ganz Wien hat. Früher haben hier die Habsburger gespeist, heute findet sich hier ein Café.

Über einen Serpetinenweg kommt man den Hügel zur Gloriette hoch. Hier trifft man aber nicht nur eine Menge anderer Touristen, der Weg ist zu dem sehr fad und auch ohne jeden Schatten. Dies kann bei bis zu 40° im Sommer schon sehr warm sein. Besser man nimmt den Weg durch den Wald. Dieser bietet Schatten, weniger Leute und lustige Eichhörnchen.

Auch sieht man bei dem Weg durch den Wald viel mehr. Wenn man im Park steht, mit dem Blick zur Gloriette und dem Schloss im Rücken, biegt man einfach irgendwo links ab. Man findet den Weg zur Gloriette dennoch einfach. Wer dabei genau hinschaut, entdeckt vielleicht auch den "schönen Brunnen", dem Namensgeber des Schlosses. Der Legende nach soll hier Kaiser Matthias Anfang des 17. Jahrhunderts Halt gemacht und ausgerufen haben "Welch schöner Brunnen!"

Auf dem weiteren Weg zur Gloriette entdeckt man auch die Römische Ruine und den ägyptischen Obelisken. Doch der Schein trügt bei beiden Monumenten: Sie sind keine antiken Bauwerke, sondern erst im 18. Jahrhundert entstanden. Die Hieroglyphen auf dem Obelisken ergeben auch keinen Text, da man zu der Zeit noch keine Hieroglyphen lesen konnte.

Wem es allerdings an dieser Stelle schon zu warm ist, der nimmt am besten gleich die Treppe hinter dem Obelisken und geht ins Freibad Schönbrunn. Dieses liegt idyllisch mitten im Wald und ist sehr ruhig. Da es preislich etwas exklusiver ist, kann man hier auch im Hochsommer noch schön schwimmen. Dank eines Kinderbeckens ist das Bad auch familiengeeignet.

Schönbrunn im Herbst

Es wird Herbst und Schönbrunn präsentiert sich in herbstlicher Farbenpracht. Dies ist die ideale Reisezeit für Menschen, die es eher ruhiger mögen, aber dennoch eher gemäßigtes Wetter haben wollen. Zwar sinken die Temperaturen bereits und es regnet öfters, aber der berühmte Wiener Wind ist noch nicht so bitterkalt wie im Winter. Zudem sind die großen Touristenmasse wieder abgereist und man findet mehr Entspannung.

Schönbrunn im Winter

Im Winter freut sich Wien wieder über viele Besucher. Die Adventszeit und die Weihnachtsmärkte verzaubern Wien mit einem ganz besonderem Charme. Auch in Schönbrunn gibt es einen großen Adventsmarkt. Am schönsten ist dieser am Abend, vor allem weil Schloss Schönbrunn am Abend ein unvergessliches Motiv ist.

Mit etwas Glück liegt auch Schnee, was den Schönbrunner Park in eine weiße Decke hüllt. Für Winterromantiker die schönste Jahreszeit. Für wind- und wetterfeste Reisende ist im Januar und im Februar die beste Reisezeit. Kaum Touristen befinden sich nun im kalten und stürmigen Wien.

Im März geht es dann das Farbenspiel der Natur und der Besucherstrom in Schönbrunn wieder los.

Weitere Tipps für Wienbesuche: Wiener Spaziergänge - Das imperiale Wien

Plan Schönbrunner Park (PDF)

Daniela Haarmann - Ich studiere Geschichte im 8. Semester an der Universität Wien und schreibe derzeit meine Diplomarbeit, welche ich voraussichtlich im ...

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