Fährt man mit dem Auto von Norden her kommend ins westfälische Städtchen Dülmen, so traut man seinen Augen nicht: Dort wacht direkt neben der Autobahnausfahrt ein überdimensionaler Gecko. Er ist zugleich der Eingang in die Verkaufsräume und in die gläserne Produktion des Autohauses Wiesmann.
Jeder Wiesmann ist ein Unikat und damit einmalig stilbewusst
Der Gecko ist das Logo des Unternehmens Wiesmann und Symbol für individuelles Autodesign vom Allerfeinsten. Wer einen "Wiesmann" fährt, fährt ein echtes Unikat. Unverwechselbar. Einmalig. Handgearbeitet. Nicht protzig, sondern stilbewusst. Und so nennt man sich auch "Manufaktur der Individualisten". Und damit ist sie eine der führenden Marken bei der Herstellung puristischer Sportwagen, die allesamt in Handarbeit gefertigt werden. Ende 2008 wurde der Tausendste Wiesmann ausgeliefert, Kunden finden sich in aller Welt.
Roadster MF4 wurde auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellt
Auf dem Automobilsalon in Genf 2009 wurde das neue Wiesmann-Modell, der Roadster MF4 vorgestellt. Grundlage für diese Weiterentwicklung war der Wiesmann Roadster MF3. Auch wenn das neue Modell eine grundlegende Weiterentwicklung darstellt, so ist der Roadster MF4 doch ein komplett neuer Sportwagen, dem man dennoch seine Herkunft unmittelbar ansieht. Nicht zuletzt der Kühlergrill, typisches Merkmal aller Wiesmann-Fahrzeuge, zeugt von der Herkunft aus der westfälischen Manufaktur. Doch nicht allein Stil und Aussehen bestimmen die prägnante Formensprache.
Auch aerodynamische Aspekte und eine optimale Gewichtsverteilung spielen bei der Modellentwicklung eine Rolle. Immerhin handelt es sich bei diesen Fahrzeugen auch tatsächlich um Sportwagen mit bis zu 420 PS unter der Haube. Preislich kann man sich auf einen Betrag jenseits der 130.000 Euro-Schwelle einstellen. Und damit beginnt erst das Basismodell, bei dem sich letztlich noch alle Feinheiten nach Kundenwunsch individuell und in Handarbeit gefertigt werden können. Wer sich für diese Leidenschaft begeistern kann, bezahlt keinen Preis mehr für ein Auto, er investiert in einen Wert.
Die Idee zur Gründung kam auf der Essen Motor Show
Firmengründer der Sportwagenmanufaktur sind die Brüder Martin und Friedhelm Wiesmann, die sich schon früh für Autos begeisterten. Laut eigener Angaben soll dann ein Besuch der Automobilausstellung "Essen Motor Show" im Jahr 1985 die Initialzündung für den Bau eines eigenen Sportwagens und damit zwangsläufig für die Unternehmensgründung gewesen sein. Drei Jahre später, im Jahr 1988 wurde dann der erste Wiesmann, ebenfalls auf der "Essen Motor Show" vorgestellt.
Schon drei Jahre später muss eine größere Produktionshalle bezogen werden und 1993 kann dann schließlich der Roadster MF3 in Produktion gehen - nach einer Entwicklungszeit von fünf Jahren. Im Jahr 2008 wurden erneut neue Räumlichkeiten bezogen mit dem riesigen Gekkom im Eingangsbereich und mit der sogenannten gläsernen Manufaktur. Hier werden einzelne Sportwagen ausgestellt, man erhält Einblicke in die Produktionshallen und stellt fest, dass tatsächlich alles in Handarbeit gefertigt wird. Und weil Wiesmann mittlerweile zu einer wirklichen Top-Marke avancieren konnte, gibt es auch die damit verbundene Boutique mit Merchandising-Artikeln.
