Unter dem Motto „Wii Fit Plus ist Deutschland“ wirbt Sony für sein interaktives Balanceboard, auf dem man eine Menge Fitness- und Balanceübungen für seine tägliche Sportration durchführen kann. Das Schöne daran ist vor allem, dass man sich nun auch mit populären Sportarten beschäftigen kann, die für den Ungeübten in natura zu gefährlich wären, von zuhause aus aber ohne Gefahren – dafür mit umso mehr Spaß und Nervenkitzel – durchgeführt werden können.

Auch wenn ein Skisprungsimulator ungefährlich in der Durchführung ist, so bedeutet das nicht, dass es einfach wird. Man stellt sich nämlich nicht einfach nur aufs Board und lässt seinen virtuellen Avatar für sich von der Schanze springen, sondern man muss die Bewegungen wie ein echter Skispringer korrekt koordinieren. Nur dann hat man die Chance auf halbwegs gute Ergebnisse. Allerdings wird der Hobbyskispringer sehr schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, die perfekte Balance mit der entsprechenden Sprungkraft beim Absprung aufeinander abzustimmen. Es sieht einfacher aus als es in Wirklichkeit ist. So ist das Wii Fit Plus Skisprung-Spiel eine echte Herausforderung für alle Wohnzimmersportler.

Wii Fit Plus – Skisprung: Konzentration vor dem Start und die perfekte Balance

Bevor es richtig losgeht, nimmt der persönliche Avatar vor dem Anlauf auf dem Startbalken Platz. Von hier aus bietet Wii Fit Plus eine beeindruckende Aussicht die hohe Schanze hinab nach unten, bei dem einem durchaus der Atem stocken kann. Die Illusion wirkt ziemlich echt und man bekommt leicht das Gefühl, tatsächlich auf dem Startbalken zu sitzen und auf den Absprung zu warten. Nachdem man sich konzentriert hat, startet man das Programm durch Druck der A-Taste an der Wii-Fernbedienung.

Nun wird die Zeit bis zum Start hinunter gezählt. In diesem Zeitraum hat man die Gelegenheit, seine Balance zu finden und eine perfekte Körperhaltung einzunehmen. Ob man optimal steht, entnimmt man der Anzeige am oberen rechten Bildrand. Hier wird ein blauer Punkt für den perfekten Schwerpunkt angegeben, der rote Punkt signalisiert den eigenen tatsächlichen Schwerpunkt. Durch Schwerpunktverlagerung auf dem Balanceboard kann man seinen roten Punkt genau auf die blaue Vorgabe austarieren. Hat das System von drei bis eins hinunter gezählt, gibt es kein Zurück mehr. Dann startet der Anlauf. Im Kontrollkästchen überprüft man nicht nur, ob man den perfekten Schwerpunkt gefunden hat, sondern auch, mit welcher Anlaufgeschwindigkeit man sich auf den Absprung zu bewegt. Hier hat man noch die Möglichkeit, durch leichte Gewichtsverlagerung zum optimalen Schwerpunkt zu finden, was sich auch positiv auf die Geschwindigkeit auswirkt.

Wii Fit Plus – Skisprung: Auf das richtige Timing beim Absprung kommt es an

Um mit dem Balanceboard den Absprung zu simulieren, braucht man nicht tatsächlich auf der empfindlichen Elektronik herumzuspringen. Da man ähnlich wie ein echter Skispringer mit gebeugten Knien in Hockhaltung auf dem Board steht, wird der Absprung selbst durch schnelles Strecken der Knie ausgelöst. Allerdings kommt es hier auf perfektes Timing an. Nur einen Moment zu früh oder zu spät kann im günstigsten Fall Einbußen bei der Sprungweite kosten, im schlechtesten Fall zum bösen Sturz führen.

Man springt durch Strecken der Knie ab, wenn man am Schanzenende den roten Bereich erreicht hat. Streckt man zu früh, stürzt man ab. Streckt man zu spät, kommt man nicht besonders weit. Es kostet einige Male Übung bis man den perfekten Absprung herausfindet.

Wii Fit Plus – Skisprung: Auch während des Fluges Balance halten

Wer glaubt, die Balance sei nur bis zum Absprung wichtig, der irrt. Auch nach dem Absprung muss man in der Luft seinen Schwerpunkt perfekt austarieren, sonst bekommt man Schwierigkeiten bei der Landung oder driftet nach rechts oder links ab, was Weite kosten kann. Nur ein vollkommen gerader Flug geht besonders weit. Übrigens simuliert man hier tatsächlich die echte Körperhaltung eines Skispringers auf dem Balanceboard. Mit gestreckten Knien beugt man den Oberkörper nach vorne, soweit es eben möglich ist, ohne das Gleichgewicht zu verlieren und nach vorne zu fallen. Man merkt genau, wie viel Drive der eigene Avatar entwickelt, wenn man sich so weit wie möglich nach vorne lehnt. Man spürt direkt, wie man an Weite beim Flug zunimmt. Läuft alles optimal, kann man tolle Skisprünge erleben und darf sich auch den Zuschauerjubel nach dem Landen gefallen lassen.

Mit etwas Übung fällt es einem immer leichter, sowohl die Körperhaltung als auch die Anlaufgeschwindigkeit mit dem richtigen Absprungzeitpunkt zu koordinieren und man erreicht immer größere Sprungweiten. Skispringen auf Wii Fit Plus ist ein toller Spaß für die gesamte Familie. Und noch etwas lernt man dabei: mehr Respekt vor der Leistung der echten Skispringer beim Wintersprung. Ist es leicht, als Couch-Potato die Sven Hannawalds und Martin Schmitts dafür zu kritisieren, wenn es mal nicht so optimal läuft. Hat man es auf dem Balanceboard selbst einmal ansatzweise probiert, weiß man, welche Faktoren alle optimal laufen müssen, damit Rekordweiten erzielt werden können.