In einem Internet-Magazin das Online-Lexikon wikipedia vorzustellen, ist eigentlich nicht nötig. Laut jüngeren Erhebungen zur Online-Nutzung liegt das Portal unter den am häufigsten besuchten Webseiten mit über 13 Millionen wöchentlichen Nutzern in Deutschland auf Platz 3.
Weniger bekannt sind andere Nachschlagewerke, die online Informationen und Hindergrundwissen vorhalten. Meist haben sie eine gedruckte Ahnengalerie, wie bei Meyers großem Konversationslexikon und sind wie bei wissen.de in ein Online-Magazin integriert. Gemein ist diesen digitalen Nachschlagewerken, dass sie ihr Wissen kostenlos zur Verfügung stellen.
Wikipedia.de
Der Trendsetter des Internets beeindruckt mit seiner riesigen Anzahl eingestellter Stichwortartikel.
Die in freier Mitarbeit erstellten und bearbeitbaren Beiträge überzeugen oft besonders durch ihre hohe Aktualität. Die leicht bedienbare Wiki-Technologie macht sich da für Nutzer und Artikelschreiber positiv bemerkbar. Nicht umsonst leitet sich der Name ab von "wikiwiki" (hawaiianisch): schnell.
Die Navigation innerhalb der Beiträge ist ziemlich unkompliziert. Die wichtigsten Daten sind meist in einer übersichtlichen Infobox zusammengefasst. Links zu benachbarten Wikipedia-Artikeln machen es möglich, Themengebiete innerhalb von wikipedia in verschiedene Richtungen zu durchforsten. Meist sind interessante und weiterführende Weblinks zu anderen Internetadressen beigefügt.
Neben der großen Online-Enzyklopädie existieren mittlerweile eine ganze Anzahl spezialisierter Wikis, die sich auf Einzelthemen konzentrieren, wie zum Beispiel jurawiki.de zu rechtlichen Fragen und wikivoyage.de mit Reiseinformationen.
Wissen.de
Klassische Lexikonartikel lassen sich auf wissen.de aufrufen. Das Wörterbuch ist im redaktionell aufbereiteten Online-Magazin integriert, das zu Themenbereichen wie Technik, Gesundheit oder Bildung auch längere Hintergrundberichte und Artikel präsentiert. Das Wissensmagazin ist seit 2000 online und gehört zum wissen media verlag der Bertelsmann-Gruppe. Aus deren Lexikonbestand generieren sich auch die Beiträge für wissen.de. Fachlich geprüfte Überblicksartikel sind hier abrufbar. Vor allem für kurze, präzise Begriffs-Definitionen ist das Wörterbuch von Wissen.de eine gute Anlaufstation.
Mit dem Umfang von Wikipedia kann wissen.de nicht mithalten. Auch die Handhabung der Informationssuche gestaltet sich manchmal etwas umständlich.
Für ausführlichere Informationen gibt es oft Weiterleitungen. Im 'Lexikon-Scout' können auch Stichworte für Artikel vorgeschlagen werden.
Meyers Lexikon Online
Redaktionell betreute Artikel bietet auch Meyers Online-Lexikon. Die Grundlage dafür stellt Meyers Großes Taschenlexikon in 24 Bänden, die geraffte Fassung des großen Konversationslexikons. In über 150.000 Einträgen ist Allgemeinwissen zu allen Sachgebieten verfügbar. Durch die relativ ausführlichen Stichworterläuterungen lässt sich ein guter Überblick zum jeweiligen Thema gewinnen. Für die Erstinformation und zur Abfrage des bis dato letzten wissenschaftlich adaptierten Standes bietet sich ein Besuch auf diesen Seiten an. Gegenüber Wikipedia zeichnen sich die Beiträge durch die einheitliche Bearbeitung und ihre meist bündigere, geschlossene Darstellung aus. Querverweise innerhalb des Lexikons werden computergesteuert angeboten. Direkt angeschlossene Links ins Netz sind im Vergleich zu wikipedia aber eher selten.
Das kostenlose Online-Angebot besteht seit 2006. Seit 2007 können auch Nutzer Artikel einstellen und bearbeiten. Von der Redaktion geprüft werden sie in den aktuellen Online-Bestand des Wörterbuches übernommen.
Auch interessant zu Wikipedia: Bildungsbürgerliche Bücherwende: Online-Enzyklopädien
