Willkommen im Salvatorkolleg Kloster Gartlberg

Treppe auf den Kalvarienberg zur Pfarrkirche - Salvatorkolleg Gartlberg
Treppe auf den Kalvarienberg zur Pfarrkirche - Salvatorkolleg Gartlberg
Ob Seminarbesuche oder auch nur eine Auszeit für sich selbst, das Salvatorkolleg Kloster Gartlberg heißt auch Menschen mit kleinem Geldbeutel willkommen.

Mitten im Herzen Niederbayerns, der Kreisstadt Pfarrkirchen, befindet sich der Waldgipfel Gartlberg. Ein Kreuzweg mit Stationen führt über viele Stufen zu der zweitürmigen, geschichtsträchtigen Auferstehungs-Wallfahrtskirche hinauf, die mit wunderbaren Deckenfresken und einem mächtigen Hochaltar, der den ganzen Kirchenraum beherrscht, ihren charismatischen Geist über die Dächer der kleinen niederbayerischen Stadt breitet. Ihr Entstehen verdankt sie den Passionsspielen, die nach dem 30-jährigen Krieg auf dem Gartlberg abgehalten wurden und einem Pfarrkirchner, der eines Tages ein Marienbild in der Nähe des Spielortes an einen Baum heftete, nichts ahnend, was daraus entstehen würde. Der große Zulauf zu den Passionsspielen und die ersten wundersamen Errettungen, die dem auf Kupferblech gemalten Vesperbild zugeordnet wurden, lassen es schnell als „schmerzhafte Gottesmutter vom Gartlberg“ bekannt werden. 1659 wird ein Heiliges Grab errichtet, das eine Nachbildung des Jesus-Grabes in Jerusalem ist. Um diese Grabstätte herum wurde schon 1661 mit dem Bau der Auferstehungskirche begonnen.

Nach den Franziskanern ziehen Salvatorianer in das Kloster ein

Patres aus dem kurz zuvor gegründeten Franziskanerkloster im nahe gelegenen Eggenfelden übernahmen die Betreuung der wachsenden Pilgerschar, die mit Spenden zum Bau der Kirche beitrug. Die Wallfahrt zur „schmerzhaften Muttergottes vom Gartlberg“ wurde von den Franziskanern gefördert. 1725 erbauten sie am Fuße Gartlbergs ein Hospiz, das dann später durch die Säkularisation (1802) aufgehoben wurde. Am achten Dezember 1921 übernahmen Salvatorianer die Wallfahrtsseelsorge. Es wurde beim Kloster 1963 ein Schülerheim eröffnet. Doch als die veränderte Schullandschaft zur Schließung des Internates führte, fand man eine neue Bestimmung und eröffnete 1983 die Gebäude als „Haus der Begegnung“ wieder.

Räume, Betten und Verköstigung für Pilger, Gruppen und Seminarbesucher

Heute ist das große Haus mit seinen 27 Zimmern und 71 Betten, mit Tagungsraum für 100 Personen, Gruppenräumen und Meditationsraum für 20 Besuchern, eine der Zeit angepasste Begegnungsstätte für Jung und Alt, für Menschen, die an Seminaren teilnehmen, Trauernde, die auf dem hinter der Kirche liegenden großen Stadtfriedhof ihren Verstorbenen besuchen und in der Auferstehungskirche - oder den im Salvatorkolleg angebotenen Trauerarbeits-Seminaren – Hilfe und Trost finden. Ob Gruppen, Grüppchen oder Menschen, die in dieser Atmosphäre des Friedens dem Stress des Alltags entfliehen oder einfach nur die Gastfreundschaft und die gute, bayerische Hausmannskost genießen wollen – jeder ist herzlich willkommen! Sei es, um an einem der Programmangeboten teilzunehmen wie etwa an dem „meditativen Tanz“ oder auch selbst ein Programm für eine mitgebrachte Gruppe zu gestalten. Auch wer nur Stille und Zurückgezogenheit für sich allein sucht, um sich im Leben neu zu orientieren oder Erfahrungen zu verarbeiten, ist auf dem „Gartlberg“ gut aufgehoben.

Ein schöner Rahmen, um die Seele baumeln zu lassen

Das Haus steht auf einem Hügel, fernab des Straßenlärms, umgeben von einer schönen Naturlandschaft, von Bäumen eines kleinen Wäldchens auf der einen Seite und den weiten Blick über Wiesen, Hügeln und Häusern auf der anderen Seite. Besonders wenn in der Dämmerung die fernen Lichter der kleinen Stadt aufflackern und am verblassenden Himmel die ersten Sterne aufleuchten, ist der Anblick für Aug und Seele ebenso erfreulich, wie die schönen Sonnenuntergänge, die man an den Fenstern einiger Zimmer betrachten kann. Der bewaldete Fußweg in das Zentrum der Stadt nur knapp fünfzehn Minuten entfernt.

Krafttankstelle und inspirierender Ort auch für Kreative

Auch Menschen in kreativen Berufen können aus der Geborgenheit der Stille inspirierende Kräfte tanken und den Alltag hinter sich lassen. Hier fällt es nicht schwer, den Mut zu neuen Ideen zu finden oder an liegen gebliebene Arbeiten heranzugehen, ob als Schriftsteller, als Zeichner oder Musiker. Denn auch für den kleinen Geldbeutel ist der erholende Aufenthalt, auf Wunsch mit Verköstigung – Halb- oder Vollpension - möglich. Und Konfession spielt in diesem Haus keine Rolle. Der Geist, der hier weht, ist geprägt von der Philosophie der Liebe, der Offenheit und der Versöhnung, vom Wunsch eines friedlichen Miteinander verschieden geprägter Menschen, auch solcher mit anderen Traditionen und anderen Religionen. Hier werden sie willkommen geheißen. Dieses hohe Maß an Toleranz und diese Aufgeschlossenheit kommt aber nicht von Ungefähr. Sie liegt in der Erfahrung im Umgang mit anderen Völkern, Kulturen und anderen Konfessionen. Denn dem „Hausherren“, Pater Georg Fichtel, obliegt nicht nur die Leitung des Salvatorkollegs Gartlberg, er trägt als „Missionsdirektor salvatorianischer Missionsprojekte“ auch die Verantwortung für Hilfsprojekte in Afrika, Indien und auf den Philippinen.

Eine Chance für junge Menschen, die in Entwicklungsländern Erfahrungen sammeln wollen

Wenn es junge Menschen hinaus in die Welt drängt, wenn sie das Bedürfnis haben, andere Kulturen und Lebensformen kennen zu lernen, ihren Horizont zu erweitern und etwas zu tun, um die Lebensverhältnisse der Ärmsten der Armen zu verbessern, Perspektiven zu schaffen, Slumkindern oder Kranken zu helfen, hier bekommen sie die Chance dazu, hier sind sie herzlich willkommen – als Freiwillige, als „Missionare auf Zeit“. Im Salvatorkolleg Gartlberg werden sie vorbereitet, in Afrika, Indien oder auf den Philippinen im Entwicklungsdienst mitzuarbeiten. Willkommen sind auch Menschen, die diese Projekte mit Spenden fördern.

Kloster Gartlberg - seit neuestem auch ausgewiesene Herberge für Pilger auf dem Jakobsweg

Ein Jakobsweg - Böhmen-Bayern-Tirol – von Krumau nach Kufstein, führt auf alten Pilgerruten von Kloster zu Kloster oder auch zu großen Wallfahrtsorten wie Altötting. Die Beweggründe der einzelnen Pilger können ganz verschiedener Natur sein: Ausdauer, Mut, Besinnlichkeit, eigene Grenzen ausloten und sich besser kennen lernen. Auch die Erfahrung, mit Rucksack und Wanderschuhen die Welt neu zu entdecken, mag für den einen oder anderen eine Rolle spielen. Aber dieser spezielle Jakobsweg ist auch durchgehend für Radfahrer geeignet. Wer mit seinem „Drahtesel“ auf eine Pilger-Wanderschaft gehen möchte, ist hier gut beraten.

Das Salvatorkolleg Kloster Gartlberg ist eine der Herbergen auf dem Jakobsweg, in der man übernachten und sich mit Speis und Trank stärken kann, um mit frischen Kräften seinen Pilgerweg zu Fuß oder mit dem Rad fortsetzen. Für das leibliche Wohl ist mit mehr als mit nur einer kargen Klostersuppe gesorgt. Zum Mittag gibt es ein reichliches Mittagsmenü mit Suppe und Nachspeise. Am Morgen wird man mit einem üppigen Frühstück verwöhnt und auch das Abendessen ist für den Magen erfreulich. Was auch immer die Gründe sind, im „Kloster Gartlberg“ kurz oder auch länger Einkehr zu halten – man wird an Leib und Seele gestärkt, um seinen Wege leichtfüßiger weiter ziehen zu können!

Sonja von Eisenstein & Hund , Michael Lanthaler

Sonja von Eisenstein - Nachdem ich einen großen Teil meines Lebens zwischen Bühne (Schauspiel, Musik, Entertainment) Schreibtisch (Redaktionen, ...

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