Windows 8 kommt 2012

Windows 8 kommt 2012 - Manuela Möbius
Windows 8 kommt 2012 - Manuela Möbius
Microsoft bringt 2012 sein neues Betriebssystem auf den Markt. Schon im Vorfeld kann man sich einen ersten Überblick über Windows 8 verschaffen.

Bereits vor Markteinführung des Betriebssystems Windows 7 plante Microsoft die Version 8. Schon damals gingen die Konzeptionen weiter in Richtung einer stark vereinfachten und intuitiv bedienbaren Benutzeroberfläche. Zudem sind immer mehr Geräte auf die Bedienung mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgerichtet. Microsoft reagierte verstärkt auf diesen Trend. Windows 8 ist vor allem für die Bedienung von Touchscreen-Geräten wie Tablet-Computern ausgelegt.

Was ist neu in Windows 8?

Windows 8 bietet zwei unterschiedliche Benutzeroberflächen. Es gibt zum einen die Möglichkeit der herkömmlichen Desktopansicht, die wie eine Applikation gestartet werden kann. Der Schwerpunkt liegt bei der neuen Ansicht im Metro-Stil. Das neue Metro-Interface soll vor allem die Nutzer von mobilen Geräten ansprechen, die beispielsweise mit Smartphones im Internet surfen und den intuitiven Gebrauch der Oberfläche ohne desktopartigen Aufbau gewohnt sind. Außerdem verspricht Microsoft einen blitzschnellen Rechnerstart und schnelleres Surfen durch HTML5. Obwohl Windows 8 mehr Speicherkapazität beansprucht als sein Vorgänger, soll das Betriebssystem zum Arbeiten weniger Ressourcen benötigen. Die Entwicklung des Internet Explorers als Metro-Browser soll gleichzeitig die Anwendung des IE gegenüber anderen Browser interessanter machen. Alte Windows-Anwendungen sollen auch unter Windows 8 laufen.

Neue Funktionen

Windows 8 wartet neben neuer Optik auch mit neuen Funktionen auf. Unter anderem soll neben der Layoutoptimierung des Explorers die Dateiverwaltung weiter verbessert werden. Die Kopierfunktion wurde modernisiert: mehrere Kopiervorgänge werden in einem Fenster zusammengefasst und einzelne Kopiervorgänge lassen sich unterbrechen, damit andere schneller abgeschlossen werden können. Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem Erscheinungsbild der neuen Bedienoberfläche.

Das Metro-Interface

Metro ist ein interner Codename von Microsoft für eine Design-Sprache, die für das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 entwickelt wurde. Dabei ist Metro stark auf Typographie basiert und legt Wert auf „saubere“ und funktionale Schrift. Statt überflüssiger Grafiken sollen die Schriften schneller auf die eigentlichen Inhalte verweisen. Neben diesen Prinzipien des Metro-Designs soll zusätzlich auf das überflüssige „Chrome“ verzichtet werden. Das Reduzieren dieser „Vielfarbigkeit“ ist vor allem bei kleineren Bildschirmen für die Übersichtlichkeit und Bedienerfreundlichkeit von Vorteil.

Die Verwendung mobiler und multifunktionaler Geräte nimmt zu. Vor allem deshalb sieht Microsoft die Metro-Oberfläche zukünftig als Standard. Die Leitlinien der Metro-Designsprache, wie funktionale Schrift oder Weglassen von „Chrome“, machen Sinn und haben sich schon bei der Anwendung in Windows Mobile bzw. Windows Phone 7 bewährt.

Ob Windows 8 tatsächlich schneller ist als der Vorgänger Windows 7, hängt nach Vergleichen beider Systeme vor allem von der Hardware ab. Wer sich vorab ein Bild von dem neuen Betriebssystem machen möchte, kann sich den Windows 8 Developer Preview downloaden.