Winterurlaub auf der Husky-Farm für naturverbundene Abenteurer

Lappland - Erika von Oltersdorff-Kalettka
Lappland - Erika von Oltersdorff-Kalettka
Bei Schlittentouren durch die weite, menschenleere Winterlandschaft Nordschwedens lässt sich der Alltag leicht vergessen.

Die Methode, Hundeschlitten als Transport- und Fortbewegungsmittel zu nutzen, entwickelte sich parallel an drei verschiedenen Orten der Welt. Am beliebtesten ist heutzutage der Sibirische Husky. Er wurde erstmals im Osten Sibiriens gezüchtet, ist ausdauernd, schmal gebaut und sozial. Außerdem gibt es noch den Grönland Hund. Diese Rasse wurde von den Inuit in Grönland gezüchtet. Außerhalb Grönlands ist sie nur selten zu finden. Die dritte Rasse ist der Alaska Malamut. Neben dem Alaska Malamut wurden in Alaska auch verschiedene Hunderassen vermischt. Heute bezeichnet man sämtliche Hunde, die sich gut als Schlittenhunde eignen als Alaska Husky. Huskys wurden vor allem zum Transport schwerer Lasten, wie der Jagdbeute der Inuit, gezüchtet. Heute sind Touren mit dem Husky-Schlitten eine Attraktion für Touristen. Sie werden vor allem in Kanada, Sibirien und Lappland angeboten. Die Betreiber von Husky-Farmen bieten häufig Programme an, die für jeden Anfänger machbar sind.

Vorbereitungen

Mit Temperaturen unter minus 30°C sollte gerechnet werden. Mit der entsprechenden Kleidung stellen diese Temperaturen jedoch kein Problem dar. Häufig bieten Husky Farmen Skianzüge, Musher-Handschuhe, gefütterte Stiefel und für Übernachtungen in der Wildnis auch gefütterte Schlafsäcke an. Unter dieser Kleidung empfiehlt sich ein Zwiebellook aus verschieden dicken Pullovern, T-Shirts und Angora-Unterwäsche. Es können auch mehrere Paare dicke Socken getragen werden. Eine fettreiche Hautcreme für das Gesicht ist empfehlenswert. Trotz der Kälte kann in vielen Gebieten die Sonne scheinen und gerade durch den Schnee stark blenden, so dass das Tragen einer Sonnenbrille erforderlich wird.

Urlaub in Nordschweden

Meist beginnt der Urlaub mit einem Begrüßungsessen auf der Farm, wo traditionelle Gerichte der Region gekostet werden können. In Nordschweden wird zum Beispiel gern Rentier gegessen , in dünnen Scheiben über dem offenen Feuer in der Wildnis gegrillt ist es besonders lecker. Nach der ersten Nacht in einer gemütlichen, typisch schwedischen Holzhütte kann dann am nächsten Morgen eine Übungstour mit dem Hundeschlitten gefahren werden. Beim Anspannen der Hunde können die Touristen leicht behilflich sein. Die Anzahl der Hunde vor dem Schlitten hängt davon ab, wie schwer die zu ziehende Person ist. Umso mehr Hunde angespannt werden, umso schneller kann die Fahrt werden.

Aufgereiht warten die Hundegespanne voller Spannung auf den Tourstart. Nun müssen nur noch die Bremsen gezogen werden, dann jagen sie los. Der Musher fährt vorweg, die übrigen Hunde folgen. Der Tourist reguliert lediglich durch Bremsen das Tempo und steuert durch Gewichtsverlagerung den Schlitten. Wer jedoch vom Schlitten fällt, hat es schwer, wieder aufzuspringen, denn die Hunde jagen einfach weiter. Die erfahrenen Musher werden bremsen und das Gespann wieder einfangen müssen und der Fahrer des entwischten Gespanns muss hinterher laufen, was bei der eisigen Kälte schon etwas Kondition erfordert. Doch die Anstrengung lohnt sich angesichts der beeindruckenden Natur, endlos weit sind nur eingeschneite Nadelbäume und gefrorene Seen zu sehen.

Wem die einfachen Übungstouren gefallen haben, für den gibt es die Möglichkeit längere Touren mit Übernachtungen in Wildnis-Hütten zu buchen. In den Hütten gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. Geheizt wird mit einem Ofen in der Mitte der Hütte, Licht wird vom Feuer und durch Kerzen gewonnen und das Wasser zum Waschen und Kochen stammt aus Eislöchern. Ein wirkliches Abenteuer in völliger Abgeschiedenheit.

Quelle: Nordic Holidays

Erika Kalettka, Erika von Oltersdorff-Kalettka

Erika von Oltersdorff-Kalettka - Ich bin am 24.03.1988 in Teterow geboren. Bis vor kurzem habe ich in der wunderschönen norddeutschen Hansestadt Lübeck gewohnt ...

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