Wirkung von Absinth und Herstellung der "Grünen Fee"

Absinth - fotosearch.de
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Um Absinth und seine Wirkung ranken sich viele Mythen. Er hatte den Ruf Halluzinationen hervorzurufen und galt ab dem 19. Jahrhundert als Modegetränk.

Absinth ist ein, oft hochprozentiges, alkoholisches Getränk und wird unter anderem aus den Kräutern Wermut und Anis hergestellt. Erste Rezepte vom Absinth waren bereits Ende des 18. Jahrhunderts bekannt. Sein Ursprung ist nicht eindeutig zu klären, liegt aber höchstwahrscheinlich in der Schweiz. Absinth wird aufgrund seiner charakteristischen grünen Farbe, die durch zufügen verschiedener Kräuter erreicht wird, häufig als die "Grüne Fee" bezeichnet. Vor allem Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte der Absinth in Frankreich eine enorme Popularität. Dieses Getränk war gerade in Kreisen von Künstlern sehr beliebt. Die bekanntesten Konsumenten waren Edgar Allan Poe, Ernest Hemmingway und Vincent van Gogh.

Wirkung von Absinth

Absinth wurde im Laufe der Zeit sowohl positive als auch negative Wirkungen nachgesagt. Anfänglich wurde diesem Getränk eine heilende Wirkung zugeschrieben. Viele Militärärzte verabreichten Absinth um Fieber und Malaria zu kurieren. Mitte des 19. Jahrhunderts rückten eher die negativen Wirkungen von Absinth in den Mittelpunkt und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Absinth verboten. Zu den negativen Wirkungen wurden unter anderem schnelle Abhängigkeit, Schwindel, epileptische Anfälle, Erblindung, Depressionen und Halluzinationen gezählt.

Des Weiteren wurde Absinth eine aphrodisierende und euphorisierende Wirkung nachgesagt. Diese Auswirkungen auf den Organismus wurden damals auf das Nervengift Thujon zurückgeführt. Dieses greift, in hohen Dosen, das zentrale Nervensystem an und kann psychischen Schädigungen hervorrufen. Allerdings muss ein übermäßiger Genuss, beziehungsweise Missbrauch, von Absinth vorliegen um diese Reaktionen hervorzurufen.

Nach neuesten Erkenntnissen war jedoch nicht das Thujon für die gesundheitlichen Schädigungen verantwortlich, sondern verunreinigter oder minderwertiger Neutralalkohol verwendet. Außerdem treffen viele der oben genannten Faktoren auf eine gemeine Alkoholabhängigkeit zu. Zur Blütezeit des Absinthkonsums lag in Frankreich die konsumierte Menge reinen Alkohols pro Kopf bei etwa 30 Litern. Im Vergleich dazu werden dort heute nur noch ungefähr 13 Liter pro Kopf konsumiert.

Herstellung von Absinth

Die Herstellung von Absinth erreichte mit Beginn der industriellen Produktion, Anfang des 19. Jahrhunderts, ihren Höhepunkt. Er lies sich im Verhältnis zu anderen alkoholischen Getränken sehr einfach und günstig produzieren. Bei den Zutaten wurde von Marke zu Marke variiert. Die Grundzutaten von jedem Absinth sind aber meist Wermut, Anis und Fenchel. Oft wurde er zudem mit Salbei, Melisse und Kamille verfeinert.

Die Grundzutaten wurden hier in Neutralalkohol eingelegt und destilliert. Bei der Destillation wurden die Bitterstoffe aus den Kräutern herausgefiltert. Durch Zugabe verschiedener Kräuter wurde schlieslich die charakteristische Grüne Farbe des Absinthes erreicht. Während des Absinth-Verbots wurden in der Schweiz und in Frankreich etliche illegale Absinthbrennereien betrieben. Seit dem 29. Januar 1998 ist Absinth in den meisten europäischen Ländern wieder Erlaubt. Der Aufhebung dieses Herstellungs- und Verbreitungsverbotes liegen jedoch Grenzwerte bei dem Thujongehalt zugrunde.

Quellen und weiterführende Informationen:

Jochen Schulz - Hallo ich bin 21 und komme aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Bis dato kann ich eine abgeschlossene Berufsausbildung, sowie die ...

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